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1000 Zungen und ein Fest der Begegnung am Pfingstsonntag in St. Thomas Morus

Ausgelassen und farbenfroh: Chor der Abune Aregawi Gemeinde
Ausgelassen und farbenfroh: Chor der Abune Aregawi Gemeinde
Gießen | Orthodoxe und katholische Christen feiern gemeinsam Pfingsten in St. Thomas Morus

Wie zwei christliche Gemeinden verschiedenen kulturellen Ursprungs versuchen, einander anzunähern und zu wachsen kann man in St. Thomas Morus beobachten. Seit 2015 hat die eritreisch-orthodoxe Gemeinde in den Räumen an der Grünberger Straße 80 eine neue Heimat und feiert dort ihre Gottesdienste, meistens farbenfroh, ausgelassen und bis tief in die Nacht.

An Pfingstsonntag, den 20. Mai, ist etwas anders. Zum ersten Mal feiern eritreisch-orthodoxe und katholische Christen gemeinsam den Gottesdienst zum Hochfest um 10:30 Uhr. Dazu singt der Chor der eritreisch-orthodoxen Gemeinde.

Trotz offenkundiger kultureller und sprachlicher Unterschiede gibt es viele Gemeinsamkeiten. Die liturgischen Gesänge im Ablauf der Messfeier entspringen derselben Tradition. Doch während in der katholischen Kirche die Kirchensprache nach dem II. Vatikanischen Konzil von Latein in die jeweiligen Landessprachen wechselte, singen und beten die Eritreer in „Ge’ez“, der ursprünglichen Amtssprache der äthiopisch-orthodoxen Kirche.

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Mehr über...
Wer ist „Abuna Aregawi“?
Die neue eritreische Gemeinde in Gießen existiert seit 2015 und ist nach „Abuna Aregawi“ benannt, einem ehemaligen römischen Mönch. Sie umfasst heute den Einzugsbereich Mittelhessen. Die Gemeinde feiert ihr Patronatsfest am 18. Oktober.
Die eritreisch-orthodoxe Kirche bzw. die äthiopisch-orthodoxe Kir- che existiert als eigenständige Kirche seit dem vierten Jahrhundert. Die Abspaltung von der katholischen Kirche erfolgt mit einer Reihe weiterer orientalischer Kirchen 451 beim Konzil von Chalcedon.
Der Priester und die meisten Diakone sind 2015 als Flüchtlinge angekommen. Sie sind zuständig für die Katechese und die sakramentalen Aufgaben. Der Priester ist verheiratet und hat zwei Kinder.
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Der Förderverein der Pfarrei St. Thomas Morus e.V. ist ein maßgeblicher Motor in der Integration der beiden Gemeinden und der ökumenischen Zusammenarbeit. In gemeinsamer Arbeit wurde mit Unterstützung von Frau Prof. Dr. Heike Grieser von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz ein Faltblatt auf deutsch entworfen, das einen Überblick über die eritreisch-orthodoxe Gemeinde in Gießen präsentiert.

Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Gelegenheit der interkulturellen Begegnung auf dem Kirchplatz vor der Kirche bei Deutschen Bier und eritreischen Leckereien.

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von:  Jakob Handrack

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