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FLIXTRAIN: Besser über Marburg und Gießen fahren - PRO BAHN Hessen zum neuen knallgrünen Fernzug in Deutschland – man freut sich über den neuen Anbieter

Gießen | Nun wird auch auf den Gleisen durch Hessen im Fernzug „grün“ gefahren. Aktuell an Donnerstag, dem 26.April 2018 startete der erste grüne FLIXTRAIN auf der Strecke Berlin-Stuttgart. Dabei handelt es sich nicht um den erstmaligen Start dieser Zugform. Seit der letzten Innotrans im September 2016 tat sich einiges. Damals startete man mit dem Namen Locomore auf genau dieser Strecke. Die Züge waren noch orange mit brauen Streifen aber aus wirtschaftlichen Gründen währte das Angebot nicht lange. Im Sommer 2017 musste man vom einen auf den anderen Tag den Zugbetrieb einstellen, bevor das Zugangebot durch FLIXBUS und LEO EXPRESS, ein tschechisches Transportunternehmen, zunächst im alten Design wieder auf die Schiene gebracht wurde.

Nun erfolgte auch die Umwidmung der Marke, fortan verkehren die Züge der beiden vorweg genannten Firmen in Deutschland unter dem Namen „FLIXTRAIN“ und die Waggons haben das Design der knallgrünen Fernbusse übertragen bekommen. Nachdem vor wenigen Wochen erstmals auf der Relation Hamburg-Bremen-Dortmund-Düsseldorf-Köln ein FLIXTRAIN-Fernverkehrszug auf Reisen ging, auf dieser Strecke handelt es sich um die Nachfolge der viele Jahre fahrenden HKX-Züge, ist nun aktuell mit dem 26.04.2018 auch die Verbindung Berlin-Hannover-Kassel-Fulda-Frankfurt/Süd-Darmstadt-Heidelberg-Stuttgart mit zunächst einer Fahrt am Tag in beide Richtungen umgestellt. In Berlin-Ostbahnhof ging es um 14:23 Uhr mit einer Feierstunde los, der Zug war ausverkauft. Laut Fahrplan traf um 19:35 Uhr der knallgrüne Premierenzug mit wenige Minuten Verspätung im Südbahnhof von Frankfurt am Main ein.

Der Fahrgastverband PRO BAHN war an den verschiedenen Orten zugegen und hat den neuen Zug willkommen geheißen, es wurden einige Bilder fotografiert. PRO BAHN begrüßt die Fortentwicklung der Konkurrenz im Schienenpersonenfernverkehr und wünscht der FLIXTRAIN GmbH viel Erfolg. Bei Erfolg ist dies dann auch eine positive Entwicklung für den Fahrgast.

PRO BAHN Hessen schlägt für FLIXTRAIN Alternativroute durch Hessen

PRO BAHN Hessen geht gleich zu Anfang in die Offensive und macht einen Verbesserungsvorschlag. Es wird empfohlen, dass der Zug ab Frankfurt am Main bis Kassel und umgekehrt nicht den Weg über Fulda nimmt, sondern über die Main-Weser-Bahn, um in den größeren Universitätsstädten Gießen und Marburg zu halten. Die Strecke durch Mittelhessen ist entfernungstechnisch nicht weiter. Da es sich um keine neuere Schnellfahrstrecke handelt, ist sie auch im Trassenpreis günstiger. Der geringfügig höhere Zeitaufwand wird durch die potenteren Städte kompensiert.

Während von Hanau und Fulda bereits mehrfach am Tag Direktverbindungen nach Berlin durch die Deutsche Bahn angeboten werden, gibt es für die Städte Gießen (85.000 Einwohner) und Marburg (75.000 Einwohner) und dem dicht besiedelten Umland mit insgesamt rund 380.000 Menschen keine umsteigefreie Fernzugverbindung in die Bundeshauptstadt. Gießen hat mit 37.000 Studierenden in Bezug auf die Einwohnerzahl höchste Quote in Deutschland. Hier ist im Gegensatz zu Fulda ein quantitativ höheres Potential vorhanden, es handelt sich um einen Kategorie 2-Bahnhof, die Zustiege sind in Gießen deutlich höher. Auch Marburg bietet Potential. Wenn der FLIXTRAIN Stuttgart-Berlin auf die Main-Weser-Bahn verlegt würde, dann bringt dies eine deutlich positive Stimmung in der Region Mittelhessen mit sich. Anstelle des Haltes in Frankfurt-Süd könnte der Zug in Frankfurt-West, nahe des dortigen Uni-Campus im Stadtteil Bockenheim und nahe der Messe halten, im Fall von Streckenumleitungen weiterhin in Frankfurt-Süd.

Der PRO BAHN Landesverband Hessen ist mit diesem Vorschlag bereits schriftlich an die FLIXTRAIN GmbH in München herangetreten und hofft auf eine positive Rückmeldung. Ebenso wurden mehrere Bundestagsabgeordnete, hessische Landtagsabgeordnete sowie die Oberbürgermeisterin von Gießen, Dietlind Grabe-Bolz (SPD) und der Oberbürgermeister von Marburg Dr. Thomas Spies (SPD) angeschrieben.

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