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Pfadfinder starten Begegnungsprojekt mit Israel

Israelfahrt 2014
Israelfahrt 2014
Gießen | Gießener KPE-Gruppe will einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten

„Scouting is doing. Als Pfadfinder diskutieren wir nicht nur über eine bessere Welt, sondern wollen aktiv einen Beitrag dazu leisten.“ Das dachten sich Tobias und Julius Krause vom Stamm der „Katholischen Pfadfinderschaft Europas“ (KPE) in der Pfarrei St. Albertus in Gießen, und entwickelten kurzerhand die Idee einer Pfadfinderfahrt nach Israel, um mit den dortigen Jugendlichen ein Begegnungsprojekt zu starten. Mit Hilfe des Städte-Partnerschaftsvereins „Gießen-Netanya e.V“ nahmen sie mit der israelischen Pfadfindergruppe von Netanya Kontakt auf und stellten ein vielversprechendes Programm auf die Beine. Der Flug ist gebucht, an Pfingsten geht es ins Heilige Land.

Im Sommer 2017 hatte Tobias K. die Gelegenheit, im Rahmen einer Armenienfahrt seiner Pfadfindergruppe fünf Tage in einem armenischen Kindercamp zu helfen. „Diese Erfahrung hat mich geprägt,“ erinnert er sich heute. „Die Menschen vor Ort persönlich kennenzulernen ist der beste Weg, andere Kulturen und Mentalitäten zu verstehen.“ Und so entwickelte er zusammen mit seinem Bruder Julius vor einigen Monaten die Idee, im Sommer 2018 eine Pfadfinderfahrt nach Israel zu starten. „Die täglichen Nachrichten berichten immer wieder aus dieser Region; aber niemand von uns hat eine persönliche Erfahrung, wie es den Menschen dort vor Ort wirklich geht.“ Dass die Stadt Gießen eine Partnerschaft mit der israelischen Stadt Netanya pflegt, erwies sich als Glücksfall. Durch die Vermittlung des Partnerschaftsvereins, besonders mit Hilfe von Herr Hartmut Heidl, Frau Marion Balser und Frau Edna Spitzer, konnte ein Kontakt mit der Pfadfindergruppe von Netanya Kontakt aufgenommen werden. Bald wurden eifrig Emails ausgetauscht. Zuerst galt es einen passenden Termin zu finden, der sowohl zum deutschen Ferientermin als auch zu den Möglichkeiten der israelischen Pfadfindern passte. Aber inzwischen steht das Programm: Geplant sind sowohl gemeinsame typische Pfadfinderaktivitäten – Singen, Spielen, Wandern, Bauen – als auch ein inhaltlicher Austausch auf Ebene der Gruppenleiter, um Erfahrungen aus der Jugendarbeit zu teilen. Und natürlich darf auch ein gemeinsames „Israeli dinner“ zum Abschluss nicht fehlen. Nochmals Tobias Krause: „Auf diese Weise wollen wir selber einen Einblick in die Lebenswirklichkeit der dortigen Jugendlichen gewinnen. Sicher nehmen wir auch ein paar Freundschaften mit nachhause. Und nicht zuletzt wollen wir damit ein klares Zeichen gegen jede Form von Antisemitismus setzen – gerade im Jahr 2018, in dem wir uns beschämt an die Reichskristallnacht vor 80 Jahren erinnern.“
Ergänzt wird das Projekt durch Exkursionen zu den wichtigsten religiösen Pilgerstätten des Heiligen Landes. Auch den Weg von Nazareth zum See Genezareth, den Jesus öfters zurückgelegt hat, wollen die Pfadfinder aus Gießen zu Fuß erwandern. Unklar ist noch, ob eine zweite Begegnung mit christlichen Pfadfinder in Betlehem möglich ist. Entsprechende Ideen sind noch in Planung. Die Freude und Spannung auf das Unternehmen motiviert auf jeden Fall schon jetzt die Gießener Gruppe.

Israelfahrt 2014
Israelfahrt 2014 
Tobias im Kindercamp 2017
Tobias im Kindercamp 2017 
Tobias im Kindercamp 2017
Tobias im Kindercamp 2017 
Tobias im Kindercamp 2017
Tobias im Kindercamp 2017 

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von:  Matthias Krause

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