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Ergebnisse der Streuobstwiesenkartierung liegen vor. Zahlenwerk zu Bestand aller Obstbäume im Kreisgebiet ist übersichtlich aufbereitet und steht zum Download bereit

Im Vergleich zur letzten Kartierung hat der Landkreis insgesamt einen Rückgang der Obstbäume um 9,4 zu verzeichnen. Erhebliche Rückgänge mussten bei den älteren Bäumen festgestellt werden.  Foto: Sabine Wamser
Im Vergleich zur letzten Kartierung hat der Landkreis insgesamt einen Rückgang der Obstbäume um 9,4 zu verzeichnen. Erhebliche Rückgänge mussten bei den älteren Bäumen festgestellt werden. Foto: Sabine Wamser
Gießen | Wie viele Obstbäume stehen auf den Streuobstwiesen im Gießener Land? In welchem Zustand befinden sich die Bäume? Ein neues Zahlenwerk hat Antworten, kündigt Naturschutzdezernentin Dr. Christiane Schmahl an. Sie erklärt: Um die Entwicklung der Streuobstwiesen im Landkreis Gießen zu untersuchen, wurden in den Jahren 2011 bis 2015 die Bestände an hochstämmigen Obstbäumen durch die Kreisverwaltung kartiert. Dafür haben Bürgerarbeiter jeden einzelnen Baum in Augenschein genommen und die Beobachtungen notiert.

Schon in den Jahren 1988 und 2000 haben Kartierungen der Streuobstbestände im Kreisgebiet stattgefunden. Bei diesen Kartierungen wurden die Streuobstwiesen besichtigt und die Baumart, das Alter der Bäume, sowie vorhandene Baumhöhlen ermittelt. Nun liegen die Ergebnisse der dritten Erhebung der Bestände an Apfel-, Birn-, Nussbäumen, Kirschen und Zwetschgen vor. Zum zweiten Mal wurden hierbei auch die Speierlinge erfasst, eine der seltensten Obstbaumarten Deutschlands, deren Früchte auch dem Speierling-Apfelwein seinen charakteristischen Geschmack verleihen.

Im Vergleich zur letzten Kartierung hat der Landkreis insgesamt einen Rückgang der Obstbäume um 9,4% zu verzeichnen. Erhebliche Rückgänge mussten bei den älteren Bäumen festgestellt werden. Besonders deutlich haben sich die Zwetschgen- und Birnbäume reduziert. Allerdings ist seit der Kartierung aus dem Jahr 2000 die Anzahl junger Obstbäume relativ konstant geblieben, die Anzahl von Bäumen der mittleren Altersgruppe hat sogar zugenommen.

Naturschutzdezernentin Dr. Christiane Schmahl äußert sich hierzu: „Die Ergebnisse der aktuellen Kartierung zeigen, dass der Landkreis Gießen mit seiner Förderung von Obstbaum-Nachpflanzungen und -Pflege auf dem richtigen Weg ist. Die Bestände unserer heimischen Streuobstwiesen können in Zukunft aber nur dann konstant gehalten werden, wenn die Zahl der Nachpflanzungen die Zahl der abgängigen Bäume ausgleichen kann. Gleichzeitig ist der Erhalt der Altbestände durch Pflege und Nutzung der Bäume für die Bewahrung dieser landschaftsprägenden und ökologisch so wertvollen Lebensräume unumgänglich.“ Sie erinnert in diesem Zusammenhang an die Fördergelder, die Obstbauern beim Landkreis für Neuanpflanzungen und Pflegeschnitte beantragen können.

Um die Ergebnisse der aktuellen Kartierung allen Interessierten zur Verfügung zu stellen, wurden die erhobenen Daten nun nach Gemeinden und Ortsteilen getrennt graphisch und tabellarisch aufbereitet. Das Zahlenwerk kann auf der Internetseite des Landkreises eingesehen werden. Dazu auf www.lkgi.de im Bereich „Umwelt/Bauen/Abfall“ und den Kategorien „Naturschutz“ und „Streuobstwiesen“ in der rechten Spalte das Download-Dokument auswählen.

Oder dies in die Browserzeile kopieren:

https://www.lkgi.de/images/formulare_downloads/Umwelt_Bauen_Abfall/Naturschutz/Streuobstwiesen/Ergebnisse_Streuobstkartierung_2011-2015.pdf

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