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U18-Playoffs: Team Mittelhessen steht im Top-4

Das Team Mittelhessen gewann in Marburg auch das zweite Viertelfinalspiel gegen DJK Brose Bamberg und zog damit ins WNBL-Top-4 um die Deutsche U18-Meisterschaft ein.
Das Team Mittelhessen gewann in Marburg auch das zweite Viertelfinalspiel gegen DJK Brose Bamberg und zog damit ins WNBL-Top-4 um die Deutsche U18-Meisterschaft ein.
Gießen | „Mega glücklich und stolz auf die Mädels“

Weibliche U18-Bundesliga: Playoff-Viertelfinale, Spiel 2: Team Mittelhessen – DJK Brose Bamberg 57:43 (Serie 2:0).

Die Spielgemeinschaft Grünberg/Marburg hat das Final-Turnier der besten vier in der Weiblichen Nachwuchs-Bundesliga (WNBL) erreicht. In Marburg gewann das Team Mittelhessen nach dem 65:61 in Bamberg auch das zweite Viertelfinalspiel der Serie „best of three“ um die deutsche U18-Meisterschaft. Eine Steigerung nach dem Seitenwechsel brachte die Wende.

„Ich bin mega glücklich und stolz auf die Mädels. Sie haben über beide Spiele eine starke Energieleistung gezeigt“, lobte Matthias Alver. „Der Einzug ins Top-4 ist ein toller Erfolg, den sicher nicht jeder erwartet hat. Doch wenn es darauf ankam, waren die Mädels da“, ergänzte der Trainer des Team Mittelhessen.

Anteil daran hatten auch die rund 150 Zuschauer in der Georg-Gaßmann-Halle. Nicht nur Familien und Freunde der Spielerinnen waren gekommen. Auch Stammbesucher des Marburger Erstliga-Teams nutzten das spielfreie Wochenende des Pharmaserv-Teams und unterstützten die Jugendlichen.

Nach zähem Beginn der Mittelhessinnen und einem 10:0-Lauf der Gäste stand es nach dem ersten Viertel 6:17. Das Alver-Team agierte offensiv zu hektisch, leistete sich zu viele Ballverluste und ließ Bamberg zu viele offene Würfe zu. Und die Fränkinnen schlossen sicherer ab als das Heim-Team. „Wir hatten zu viel Respekt, weil wir wussten, dass wir was ganz Besonderes schaffen konnten, und das vor unseren eigenen Zuschauern“, sagte Alver.

Zu Beginn des zweiten Viertels kamen die Gastgeberinnen besser in Spiel. Die Verteidigung stabilisierte sich. Sechs Punkte von Lilly Lukow und zwei von Marie Reichert brachten das 14:19 (13. Minute). Doch griff Bamberg viele Offensiv-Rebounds ab und baute den Vorsprung über 29:17 (17.) zum Seitenwechsel auf 29:19 aus.

Doch Coach Alver ging guten Mutes in die Kabine: „Die letzten fünf Minuten vor der Pause sind wir besser geworden. Es hätte knapper stehen können. Mir war klar, dass Bamberg nicht weitere 20 Minuten gegen unsere Defense bestehen würde, wenn wir so weiterspielen. Da wusste ich, dass wir das schaffen können.“

Beim 24:33 (24.) war immerhin ein Punkt aufgeholt. Sieben Zähler in Serie der Mittelhessinnen machten den Aufwärtstrend deutlich (31:33, 27.). Und in der vorletzten Minute des dritten Durchgangs holte Luzie Hegele mit vier Punkten hintereinander die erste Führung für die Spielgemeinschaft heraus (38:35). Der erste und letzte Führungswechsel.

Und endlich platzte der Knoten in der Offensive: Weitere Zähler von Hannah Hartmann, Marie und Luzie besiegelten einen viertelübergreifenden 15:2-Run auf 46:37 (35.). Bamberg bekam kaum noch freie Würfe. Lisa Bonacker, Charlotte Kohl und Marie sammelten die Abpraller ein, und das Team Mittelhessen brachte nun seine Überlegenheit im Rebound (48:39) auch auf die Anzeigetafel. Die höchste Führung war gleichzeitig der Endstand.

„In der zweiten Hälfte haben wir die gleiche Energie gezeigt wie im ersten Spiel. Unsere Zonenverteidigung war intensiv, alle haben gut zusammengearbeitet“, lobte Alver. „Die Mädels haben so viel Potenzial gezeigt. Jetzt können wir nur noch gewinnen. Ich hoffe, dass wir die Lockerheit und die positive Stimmung ins Top-4 mitnehmen können. Dann ist alles möglich.“



Statistik
Viertel: 6:17, 13:12, 19:6, 19:8.
Team Mittelhessen: Lisa Bonacker 5 Punkte (7 Rebounds), Hannah Hartmann 4 (3 Steals), Luzie Hegele 9/1 Dreier, Lisa Kiefer, Hannah Klippel, Charlotte Kohl 11 (10 Reb., 4 Assists, 3 Blocks), Michaela Kucera, Lilly Lukow 8 (6 Reb.), Marie Reichert 18 (11 Reb.), Lotte Seegräber 2 (3 Ass.), Kaja Szych.



Fun Fact: Es ist für das Team Mittelhessen die vierte Teilnahme am WNBL-Top-4, nach 2010, 2011 und 2014. Bislang gab es jedes Mal die Silbermedaille.

(von Marcus Richter)ÿ

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