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Das große Karthago führte drei Kriege. Nach dem ersten war es noch mächtig. Nach dem zweiten war es noch bewohnbar. Nach dem dritten war es nicht mehr zu finden. (B.Brecht)

Gießen | Aus der hessischen Verfassung:

Art. 69 [Frieden, Freiheit und Völkerverständigung]

(1) Hessen bekennt sich zu Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Der Krieg ist geächtet.
(2) Jede Handlung, die mit der Absicht vorgenommen wird, einen Krieg vorzubereiten, ist verfassungswidrig.



In fast allen Medien der politischen Landschaft wird gelogen und betrogen was das Zeug hält. Da die Machenschaften der Regierenden, die die Interessen des Kapitals vertreten, immer durchschaubarer werden, werden immer mehr Bürgerinnen und Bürger auch wachsam.

Nur ein kleines Beispiel:
Im Februar diesen Jahres hat der damalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) mehrfach versichert, dass seit Beginn des völkerwidrigen Kriegs gegen Syrien ein kompletter Export Stopp für alle Rüstungsgüter in die Türkei gelte, da dies in Deutschland wegen der Auseinandersetzung im Norden Syriens verboten ist.
Am 13. März schreibt Matthias Machnig (SPD), dass die Bundesregierung nach Beginn des Krieges in Einzelfällen Exportgenehmigungen erteilt habe. Insgesamt handele es sich um 20 Genehmigungen im Wert von 4,4 Millionen Euro.

Die türkische Regierung will den Krieg auf die Kurden Norden Syriens und im Irak ausweiten- weiter mit deutscher Unterstützung.

Karl Marx hat Recht!
„Es ist die besondere politische Situation, in der sich die schäbigsten Gestalten in den Vordergrund drängen, nur sie bringen die erforderliche Charakterlosigkeit mit, die Interessen der Bourgeoisie erfolgreich zu vertreten. Nicht, dass diese Herrschaften Marionetten der bürgerlichen Welt wären, im Gegenteil, sie sind von einer Reihe eigennütziger Interessen getrieben. Gerade diese prädestinieren sie für solch politisches Geschäft. Geschichte wird von wirklichen Menschen gemacht – nicht von „Charaktermasken“ – wenngleich sie ihre Rolle selbst nur selten begreifen. In der Schäbigkeit der Interessen und dem niederträchtigen und verbrecherischen Charakter der herrschenden Klasse drückt sich die Schäbigkeit, Niedertracht, ja das Verbrecherische der bürgerlichen Verhältnisse aus. „
(Karl Marx in: MEW 17, Seite 576)

Wir müssen den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, die Kooperation mit Erdogan zu beenden, allem voran die Waffenlieferungen einzustellen.

Alle Waffenlieferungen sofort einstellen! Alle Kriegseinsätze sofort beenden.

Wie war das noch mal mit der hessischen Verfassung??

Aufruf zum Ostermarsch 2018 „Wir stimmen gegen den Krieg“ : http://www.friedenskooperative.de/themen/ostermarsch

 
 
 

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Kommentare zum Beitrag

Stefan Walther
4.565
Stefan Walther aus Linden schrieb am 16.03.2018 um 13:57 Uhr
B. Brecht = "Wenn die Herrschenden vom Frieden reden, weiß das gemeine Volk, dass es Krieg gibt".

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern ( hier Gabriel ) und wen juckt schon was in der hessischen Verfassung steht, Papier ist geduldig... Und wer glaubt mit der Forderung "Abrüsten statt Aufrüsten" imperialistische Kriege verhindern zu können, sorry, der / die ist ziemlich naiv... Druck aufbauen "ja", Illusionen verbreiten "nein"!
H. Peter Herold
28.315
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 16.03.2018 um 19:00 Uhr
"Nie wieder Krieg" war die Äußerung eines Politikers am Anfang der BRD. Oder verwechsle ich da was?
Martina Lennartz
6.067
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 16.03.2018 um 23:05 Uhr
Lieber Stefan, ich habe überlegt, ob ich auf deine pessimistische und demotivierende Antwort reagieren soll.

Ich weiß ja nicht mit welcher großartigen Strategie du Druck aufbaust um andere (Massen) zu erreichen oder ob du den Kopf völlig in den Sand gesteckt hast.

Wir versuchen jedenfalls- auch mit der Unterschriftenaktion- mit Leuten ins Gespräch zu kommen und zu interessieren und dadurch zu mobilieren. Manchmal hilft es auch einen Artikel in der GZ zu schreiben. ;)

Was ist dein Tipp?
Stefan Walther
4.565
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.03.2018 um 02:02 Uhr
Liebe Martina,

nun, Pessimismus verbreiten zur Zeit die, die ständig von der angeblich ach so schwachen Linken reden usw. Wer steckt da den Kopf in den Sand?

Wo verbreite ich Pessimismus? Du scheinst irgendetwas falsch gelesen zu haben = also wenn man keine pazifistische Positionen ( Illusionen ) vertritt, dann ist das demotivierend? Hm, wie du meinst Martina, die Massen wird man aber nur gewinnen wenn man ihnen nichts vormacht, keine falschen Hoffnungen in die "Vernunft und Einsicht" der Herrschenden verbreitet...

Mein Tipp? = ja, mit den Menschen ins Gespräch kommen um sie davon zu überzeugen "wir / sie müssen die Sache selbst in die Hand nehmen, alles andere ist reines Wunschdenken und führt in die Sackgasse".
H. Peter Herold
28.315
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.03.2018 um 22:24 Uhr
Leider ist es so, dass die Linken politisch nicht in der Oberliga sprich Regierung für Deutschland mitspielen dürfen.
In der Opposition ist nichts zu bewegen, allenfalls gemeinsam mit AfD Grünen und FDP zu verhindern.
Martina Lennartz
6.067
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 19.03.2018 um 23:36 Uhr
Lieber Peter, wenn Wahlen was verändern würden, dann wären sie verboten.

Lieber Stefan, man kann das eine tun und das andere nicht lassen. Wir versuchen auch durch das Sammeln der Unterschriften mit den Leuten - wie oben erwähnt- ins Gespräch zu kommen, damit sie sich schlussendlich aktiv beteiligen wollen.
Ist also kein Widerspruch. ;)
Stefan Walther
4.565
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.03.2018 um 08:39 Uhr
Wie ich schon schrieb liebe Martina, es geht darum keine pazifistischen Illusionen zu verbreiten, man muss die Diskussion auch innerhalb der Friedensbewegung führen ( vielleicht brauchen wir auch eine ganz andere Friedensbewegung? ) - ohne inhaltliche Auseinandersetzung, ohne solidarisches Streiten herrscht Stillstand! Und man darf illusionäre Forderungen auch nicht unterstützen...

Zitat aus dem Aufruf des Frankfurter Ostermarsches:
"Wir fordern eine friedliche und soziale Entwicklung der Europäischen Union. Dem stehen deren beschleunigte militärische Integration für weltweite Einsätze entgegen sowie die moralisch zu verurteilende, todbringende Abschottung gegen Flüchtlinge."

Sollte man dies unterstützen? Die EU wird niemals friedlich und sozial werden können, sie ist nichts weiter als ein Bündnis imperialistischer Staaten...
Michael Beltz
7.589
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.03.2018 um 17:05 Uhr
"Vielleicht brauchen wir eine andere Friedensbewegung.."Das klingt gut. Stecken hinter dieser Aussage nicht Illussionen und letztendlich Hoffnungslosigkeit.
Der Aufruf zum Frankfurter Ostermarsch ist natrlich kein kommunistischer Aufruf. Es gibt nun mal die Illussion der Reformierbarkeit der EU.
Wir erreichen mit dem Ostermarsch immerhin Menschen, die für den Frieden sich einsetzen wollen. Ansonsten ist das Reden von "die Massen erreichen" nur eine Phrase.
Stefan Walther
4.565
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.03.2018 um 19:55 Uhr
Was du mir mit diesem Kommentar sagen willst Michael, das versuche ich zu verstehen, es gelingt mir aber bisher nicht:

- also, wenn man eine "Neue Friedensbewegung" fordert bzw. darüber die breite Diskussion führen will, dann ist man illusionär und hoffnungslos? Tut mir leid, darauf kann ich nichts antworten, das ist für mich Nonsens. Was ich von den teilweise illusionären Forderungen von Teilen der Friedensbewegung halte, das muss ich nicht wiederholen.
- wer sagt denn, dass man sich nicht am Ostermarsch beteiligen soll, nicht mit den Menschen diskutieren soll, die sich für Frieden einsetzen wollen? Wo habe ich das behauptet? Also so etwas zu unterstellen und dann noch von phrasenhaftigkeit zu schreiben, das ist schon fast böswillig... wir kennen uns ja auch schon eine zeitlang persönlich UND haben uns schon das ein oder andere Mal auch beim Ostermarsch / bei einer Osteraktion getroffen.
- dass wir Menschen erreichen müssen, das scheint doch unstrittig zu sein, es geht einzig darum "mit welchen Inhalten" wir sie erreichen wollen. Und dass diese Diskussion auch innerhalb der Friedensbewegung seit einiger Zeit geführt wird, das müsstest auch du wissen Michael.
Martina Lennartz
6.067
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.03.2018 um 20:19 Uhr
Wir drehen uns irgendwie im Kreis.

Stefan schreibt: "Zitat aus dem Aufruf des Frankfurter Ostermarsches:
"Wir fordern eine friedliche und soziale Entwicklung der Europäischen Union. Dem stehen deren beschleunigte militärische Integration für weltweite Einsätze entgegen sowie die moralisch zu verurteilende, todbringende Abschottung gegen Flüchtlinge."

Sollte man dies unterstützen? Die EU wird niemals friedlich und sozial werden können, sie ist nichts weiter als ein Bündnis imperialistischer Staaten..."


Wir wissen, dass es im Imperialismus Kriege gibt/ geben muss. Da sind wir uns einig.
Wir wissen, dass Illusionen nicht viel bringen. Da sind wir uns einig.
Wir wissen, dass man mit den Leuten ins Gespräch kommen muss. Auch da sind wir uns einig.
Der einzige Unterschied in der Diskussion hier ist, dass wir meinen, dass Unterschriftenaktionen ein Anlass sein können (neben natürlich unzählig weiteren Aktionen, Demos, Bündnissen.......) genau hier mit den Leuten eben ins Gespräch zu kommen. Hier denken wir auch an Leute, die sich bisher von der Politik völlig abgewand haben. Es gibt viele Leute, die leider den Eindruck haben, dass "man da eh nichts machen könne, denn die oben machen eh was sie wollen". Solche Menschen erreiche ich ganz sicher nicht mit der Motivation an der Organisation zu einer anstehenden Revolution.

Solche Menschen erreiche ich u.U. mit dem Flyer für den Ostermarsch und dann kommt man ins Gespräch über weiteres.....
Stefan Walther
4.565
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.03.2018 um 20:27 Uhr
Und schon wieder eine Unterstellung, geht es nicht ohne???

= "Solche Menschen erreiche ich ganz sicher nicht mit der Motivation an der Organisation zu einer anstehenden Revolution. "
Wo habe ich das behauptet? Und seit wann haben wir eine revolutionäre Situation, scheint irgendwie an mir vorbei gegangen zu sein...

Unterschriftenaktionen um Menschen zu erreichen? Ja sicher warum nicht, die x-te Wiederholung "es kommt auf den Inhalt an"! Wenn ich jedoch einen Flyer verteile, mal ganz allgemein, dann heißt das für die Menschen die ich damit anspreche, dass ich hinter dem Inhalt des jeweiligen Flyers stehe, oder nicht? So geht es mir zumindest wenn mir jemand einen Flyer gibt...
Martina Lennartz
6.067
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.03.2018 um 20:48 Uhr
Warum fühlst du dich persönlich angegriffen, dass ich dir was unterstellen wolle?

http://news.dkp.suhail.uberspace.de/wp-content/uploads/2018/03/DKP-Info_Frieden_6-2018.pdf.
Stefan Walther
4.565
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.03.2018 um 21:12 Uhr
Wenn in einem Antwortkommentar an mich solch eine Formulierung benutzt wird, dann muss ich das - wie den Rest des Antwortkommentars - natürlich auch auf mich beziehen.

Stimmt, wir drehen uns im Kreis, ich behaupte entscheidend ist auch bei der persönlichen Ansprache der "richtige Inhalt", du / ihr behauptet, es kommt in erster Linie darauf an, dass man mit den Menschen überhaupt ins Gespräch kommt...
Martina Lennartz
6.067
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 20.03.2018 um 21:20 Uhr
Du meinst also allen Ernstes, dass es uns nicht (wenigstens nicht vordergründig) auf den Inhalt ankommt?? Das ist jetzt Haarspalterei und albern- und hier meine ich dich persönlich. ;)
Stefan Walther
4.565
Stefan Walther aus Linden schrieb am 20.03.2018 um 21:24 Uhr
Von meiner Seite aus war`s das, ich kann nur das beurteilen was hier geschrieben wurde, und: ich führe grundsätzlich keine persönlichen Diskussionen, ja das wäre zu albern, es geht immer "um die Sache".
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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