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Vor dem Pflanzen oder Schneiden Zuschüsse beantragen! Landkreis setzt finanzielle Förderung von Streuobst fort

Diese Obstbäume stehen bei Kinzenbach am Kirschenwälchen, im Hintergrund Dünsberg und Gleiberg. Streuobstwiesen werden aber im gesamten Kreisgebiet finanziell gefördert. Foto: Dr. Sabine Wamser
Diese Obstbäume stehen bei Kinzenbach am Kirschenwälchen, im Hintergrund Dünsberg und Gleiberg. Streuobstwiesen werden aber im gesamten Kreisgebiet finanziell gefördert. Foto: Dr. Sabine Wamser
Gießen | Bald ist wieder Pflanzzeit. Und wer mit dem Gedanken spielt, dann seine Streuobstwiese zu erweitern oder neu anzulegen, sollte an das Förderprogramm des Landkreises denken. Denn auch 2018 fördert der Landkreis Gießen weiter Streuobstanpflanzungen – bereits im dritten Jahr.

Naturschutzdezernentin Dr. Christiane Schmahl erklärt dazu: „Der Landkreis Gießen hat sich den Erhalt von Streuobstwiesen auf die Fahnen geschrieben. Deswegen fördern wir die Pflege bestehender Streuobstwiesen und mögliche Neuanlagen auch finanziell. Für jeden neu gepflanzten Hochstamm können Fördergelder beantragt werden, ebenso für Instandhaltungsschnitte.“

Pro hochstämmigen Obstbaum zahlt der Kreis 20 Euro, bei maximal 10 Stück subventionierbaren Bäumen pro Antragsteller und Jahr. Erziehungsschnitte von Neuanpflanzungen werden ab dem zweiten Standjahr mit 3 Euro bezuschusst, während Instandhaltungsschnitte an einem gepflegten Hochstammobstbaum mit bis zu 6 Euro subventioniert werden können. Pflegemaßnahmen an Obstbäumen werden bezuschusst, damit bestehende Obstwiesen langfristig gepflegt werden und so die Artenvielfalt erhalten bleibt.

Denn Streuobstwiesen sind wichtige Biotope mit hohem ökologischem Nutzen. Sie sind Lebensraum für Vögel, Insekten und Spinnen, aber auch für Säugetiere wie Fledermäuse, Siebenschläfer und Gartenschläfer. Ebenso finden sich unter den Obstbäumen seltene Wiesenkräuter. „Diese wertvollen Flächen sind auch kulturhistorisch bedeutsam, allerdings drohen sie, aus unserer Landschaft zu verschwinden und dem wollen wir nicht tatenlos zusehen“, sagt Naturschutzdezernentin Dr. Christiane Schmahl.

Nähere Informationen zum Streuobstförderprogramm gibt es auf der Homepage des Landkreises Gießen im Bereich Naturschutz. Dort kann man auch die notwendigen Antragsformulare herunterladen. Zudem gibt auch Melanie Guthörl vom Fachdienst Naturschutz darüber Auskunft, Telefon: 0641 9390-1462, E-Mail: Melanie.Guthoerl@lkgi.de

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