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Stoppt den faschistischen Angriffskrieg der Türkei gegen Afrin und die Demokratische Föderation Nordsyrien/Rojava!

von Wanja Langeam 31.01.20181156 mal gelesen9 Kommentare
Gießen | Eine neue Phase im imperialistischen Krieg um Syrien ist eingeleitet: Stoppt den faschistischen Angriffskrieg der Türkei gegen Afrin und die Demokratische Föderation Nordsyrien/Rojava!
Aktuelle Erklärung des Zentralkomitees der MLPD, 23. Januar 2018

Am 20. Januar 2018 eröffnete das faschistische, neuimperialistische, türkische Erdogan-Regime eine neue Kriegsfront gegen zahlreiche Orte in der Demokratischen Föderation Nordsyrien. Das kennzeichnet die Einleitung einer neuen Phase des imperialistischen Kriegs in Syrien.
Kurdische und arabische Kräfte hatten im Bündnis der SDF dem faschistischen IS in Kobane und Rakka heftige Schläge versetzt. Sie waren die entscheidende Kraft für die Niederlage des faschistischen IS. Nachdem der IS nun aus dem Irak und Syrien weitgehend vertrieben ist, so dass er keine große militärische Bedeutung mehr hat, beginnen jetzt die verschiedenen imperialistischen Mächte, Syrien untereinander aufzuteilen. Die USA, EU, Israel und neuimperialistische Länder wie Russland, Türkei, Iran, Saudi-Arabien usw. streiten nun um so erbitterter um die Vorherrschaft in der Region. Nachdem das Assad-Regime mit Unterstützung des russischen Imperialismus Idlib militärisch angegriffen hat, sah sich die Türkei veranlasst, ihrerseits militärisch aktiv zu werden. Die türkischen Machthaber wollen mitten durch Rojava (West-Kurdistan) einen 30 km breiten Korridor einrichten, was bedeuten würde, dass alle dortigen Großstädte unter die Kontrolle der Türkei geraten. Damit entsteht ein neuer Brandherd der weltweit verschärften allgemeinen Kriegsgefahr. Die zynisch als „Operation Olivenzweig“ bezeichnete Offensive trifft auf erbitterten Widerstand der Massen und kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) und der Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF). Weltweit entwickelt sich die internationale Solidarität mit dem Widerstand gegen die faschistische Invasion.

Der aggressive Akt der Türkei erfolgt mit dem Segen des US-Imperialismus und des russischen Putin-Regimes. Die deutsche Regierung ist eine der engsten Verbündeten des Erdogan-Regimes. Kurdische und türkische revolutionäre Organisationen werden von der Bundesregierung in Deutschland kriminalisiert und verfolgt. Afrin wird auch mit deutschen Waffen, u.a. Leopard-II-Panzern angegriffen. Die Bundesregierung heuchelt Eintreten für Humanität und Frieden und betreibt imperialistische und reaktionäre Politik.

Allen imperialistischen Kräften ist Rojava und die internationale Solidaritätsbewegung ein Dorn im Auge. Weltweit steht Rojava in den Kantonen Afrin, Kobane und Cizire für den erfolgreichen Kampf gegen den IS, für Demokratie und Freiheit, Frauenrechte, Umweltschutz, die Respektierung aller Ethnien und Religionen. Die aktuelle Entwicklung unterstreicht, dass Vorstellungen einer friedlichen Ausbreitung von demokratischer Autonomie, illusionär sind. Keine imperialistische Macht ist und war je ehrlicher Verbündeter gerechter Befreiungskämpfe. Verbündete dieses Kampfes sind die einfachen Menschen, die internationale Arbeiterbewegung und die Völker der Welt, die um Freiheit, Demokratie und für den Sozialismus kämpfen.

Wir richten uns gegen jede imperialistische Aggression in Syrien.

Der Solidaritätspakt der revolutionären Weltorganisation ICOR mit dem kurdischen Befreiungskampf gewinnt an Einfluss und Bedeutung. Kein Befreiungskampf darf allein und isoliert sein - und muss Teil des gemeinsamen Kampfes werden. Wer konsequent für Frieden, Freiheit und Sozialismus kämpfen will, muss dem Übel an die Wurzel, den Imperialismus bekämpfen und sich der Vorbereitung der internationalen sozialistischen Revolution anschließen zum Aufbau der vereinigten sozialistischen Staaten der Welt.

Die MLPD ruft alle demokratischen, antifaschistischen und revolutionären Menschen in Deutschland zur Solidarität auf. Die Klassensolidarität ist und bleibt das wichtigste Band der Völker in ihrem Kampf für Freiheit, Frieden und Sozialismus. Die MLPD steht für den proletarischen Internationalismus.

Wir rufen ausdrücklich auch türkische und arabische Migranten auf, den Blick zu weiten und sich nicht von demagogischen, kriegstreiberischen, chauvinistischen und nationalistischen Aufrufen spalten zu lassen. Kein Volk kann frei sein, wenn es sich an der Unterdrückung anderer Völker beteiligt. Auch die Flüchtlinge aus Syrien und dem Mittleren Osten - egal welcher nationalen Herkunft - dürfen sich nicht spalten lassen, sondern müssen sich zusammenschließen und gemeinsam mit der deutschen Bevölkerung Widerstand leisten.

Die MLPD unterstützt den weltweiten Protest und aktiven Widerstand gegen die faschistische Aggression. Sie ruft dazu auf, am Samstag, dem 27.1.18 die bundesweite Demonstration von Nav-Dem in Köln zu unterstützen.

Am Montag, dem 29.1. lädt die Montagsdemo in Gelsenkirchen ruhrgebietsweit zu einer Protestdemo gegen die türkische Aggression und zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf ein, zu demonstrieren. Auf dem „Platz der Montagsdemo“ (ehemals Preuteplatz) in der Gelsenkirchener Innenstadt um 17.30 Uhr.



Hoch die internationale Solidarität!

Hände weg von Afrin! Schluss mit der Invasion des türkischen Militärs in Rojava! Sofortige Einstellung der Unterstützung des Erdogan-Regimes durch die deutsche Regierung!

Keine Waffenlieferungen an die Türkei!

Alle Imperialisten und ihre faschistischen Söldnertruppen raus aus Syrien!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

Für Frieden, Freiheit, echten Sozialismus!

Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt Euch!

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Kommentare zum Beitrag

Wanja Lange
20
Wanja Lange aus Gießen schrieb am 31.01.2018 um 15:23 Uhr
In Gießen finden folgende Kundgebungen dazu statt:
Freitag, 02.02.2018
Ort: 35390 Gießen, Kreuzplatz - Kugelbrunnen
Uhrzeit: 17 Uhr
Es gibt ein offenes Mikrophon.

Voraussichtlich ab jetzt wöchentlich dienstags und freitags Kundgebungen um 17 Uhr am Kugelbrunnen.
Martin Wagner
2.424
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 01.02.2018 um 13:10 Uhr
Wanja, vielen Dank für die Einstellung dieses Artikels. Er ist zwar aus einer BRD-weiten Erklärung von einer Partei (von der MLPD, wie der andere Artikel vor ein paar Tagen von der DKP) abgeschrieben, aber deswegen ist er in seinem Informationsgehalt nicht automatisch schlecht, sondern meiner Einschätzung nach sehr gut.

(Ich traue mir das zu zu beurteilen, denn ich lese zu diesem Thema regelmäßig Artikel in einem parteipolitsche neutralem linken Informationsportal im Internet.)

Gut gefallen hat mir neben dem üblichen Themenschwerpunkten dabei (dt. Waffen, Nato, imerialistische Kräfte in der Region, Kriegselend ... etc.) der Absatz zu den in der BRD lebenden türkischen und arabischen Migranten gefallen. Ja, es ist wichtig, dass hier in der BRD auch diese Menschen - unabhängig ihrer Zugehörigkeit zu ihrer jeweiligen Ethnie - laut und deutlich sagen: Wir sind gegen den Einmarsch der türkischen Armee in ein Nachbarland.

Darüber hinaus hoffe ich, dass der örtliche Ableger der Friedensbewegung auch für die Aktionen gegen diesen Krieg aufruft.

Kleine Kritik: Weniger gefallen hat mir die zweimalige Titulierung des Erdogan-Regimes als "faschistisch". Nach meinem Geschmack sollte - gerade aus der deutschen Geschichte heraus - mit diesem Begriff sehr sparsam umgegangen werden.

Zur Zeit ist die Türkei ein sich mehr und mehr in Richtung "undemokratisch" entwickelnder Staat, vielleicht auch ein Staat an der Schwelle zur verdeckten Diktatur. Er missachtet gezielt die Menschenrechte nicht nur einzelner Ethien, sondern auch etliche Bevölkerungsgruppen, welche sich nicht zu 100 Prozent zu der herrschenden Clique zählen. Aber für mich gehört zum Faschismus mehr.

Gegen die Kennzeichnung des IS als faschistisch habe ich dagegen keine Kritik. Religionen (nicht nur der Islam) haben mehr oder weniger große fundamentalistische Flügel, welche zu Recht als faschistisch zu benennen sind, denn diese Kräfte dulden keinerlei andere Kräfte neben sich (teilweise geht das soweit, dass Angehöriger anderer Religionen umgebracht werden).
Martin Wagner
2.424
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 01.02.2018 um 13:23 Uhr
Am letzten Dienstag demonstrierten etwa 150 bis 200 Personen - überwiegend Kurden, aber auch rund 10 Prozent Bio-Deutsche (muss diesen sperrige Bezeichnung wählen, denn viele Kurden haben einen dt. Pass) - am Kugelbrunnen in Giessen gegen den Einmarsch türkischer Truppen in den Norden Syriens.

Bei you-tube ist die Rede einer kurdischen Vertreterin nachzuhören - bzw. nachzusehen.

https://www.youtube.com/watch?v=Bep-pRJMTxM
Stefan Walther
4.329
Stefan Walther aus Linden schrieb am 01.02.2018 um 16:13 Uhr
Martin, zu dem Punkt "Ist die Türkei heute ein faschistischer Staat?" gibt es vor allem innerhalb der internationalen linken Kräfte unterschiedliche Positionen, wenn wir das hier jetzt ausdiskutieren würden, dann würde das wahrscheinlich Seiten füllen.
Deshalb nur eine Anmerkung: es gibt klare Kennzeichen, die für verschiedene Regierungsformen stehen wie z.B. "brutale Unterdrückung der Opposition nach Innen" oder "imperialistische Aggression nach Außen", "Nationalismus, Rassismus, Frauenfeindlichkeit" usw. usf., all dies gilt es zu analysieren....

Zum Punkt "Gießener Friedensnetzwerk" = nun, informiert war das Gießener Friedensnetzwerk sicherlich über die Kundgebung, von einem (Mit-)Aufruf habe ich nichts mitbekommen, vielleicht kommt ja noch was, wäre ja schon etwas merkwürdig, wenn ein Friedensnetzwerk Kundgebungen gegen den Krieg ignorieren würde!?
Martin Wagner
2.424
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 03.02.2018 um 10:00 Uhr
Auf der gestrigen (Fr.; 2.2.) Kundgebung am Kugelbrunnen (gut besucht mit einigen informativen Redebeiträgen) wurde eine Demonstration heute (Sa, 3.2. ab 15 Uhr - Start Rathausvorplatz) angekündigt.
Martin Wagner
2.424
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 05.02.2018 um 16:07 Uhr
Kurt Wirth
1.492
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 05.02.2018 um 17:23 Uhr
Stefan Walther
4.329
Stefan Walther aus Linden schrieb am 05.02.2018 um 18:16 Uhr
guter Hinweis Kurt, weitere Videos findet man auf youtube, u.a. auch von der Kundgebung letzten Dienstag:

http://www.youtube.com/watch?v=VyikjgGTAAM
H. Peter Herold
26.904
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.02.2018 um 18:22 Uhr
Solange hier die große P0litik nichts dagegen unternimmt, wird nichts passieren.
Da kämpfen jetzt oder bald Natomitglieder gegeneinander und alle schweigen.
Gibt das nicht zu denken? Nichts von Amerika, nichts von Russland und schon gar nichts von der Nato-Leitung.

Alles abgesprochen? Ein Schelm der Böses dabei denkt.
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