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Baumbesetzung gegen drohenden Kahlschlag für den Frankfurter Flughafen

Gießen | Seit dem vergangenen Wochenende halten rund ein Dutzend AktivistInnen aus freien Zusammenhängen und von ROBIN WOOD mehrere Bäume im Treburer Oberwald östlich des Frankfurter Flughafens besetzt. Sie wollen damit den Wald vor der drohenden Abholzung schützen und die Öffentlichkeit über die ökologischen Schäden durch den Flughafenausbau aufmerksam machen.

Auf einer Fläche von sechs Hektar will die Betreibergesellschaft des Rhein-Main-Airport, die Fraport AG, zwischen den Städten Zeppelinheim und Walldorf Wald roden und Verfügungsflächen für Bauarbeiten einrichten. Gebaut werden soll ein Autobahnschluss an die Autobahn A5 als direkter Zubringer für ein zukünftiges drittes Terminal (Terminal 3) auf dem Rhein-Main-Airport.

Die AktivistInnen haben mehrere Plattformen und Hängematten in den Bäumen befestigt und auch am Boden Schlafmöglichkeiten eingerichtet. Unterstützt werden sie von Aktiven aus örtlichen Bürgerinitiativen. Eine Rodung des Waldstücks ist bis zum 28. Februar möglich, danach beginnt die Vegetationsperiode. Bis dahin wollen die AktivistInnen bleiben.

„Menschen und Tiere brauchen den Wald. Wir wollen ihn schützen und ein Zeichen setzen gegen den Wachstumswahn der Fraport. Wir fordern Flughafenrückbau statt Flughafenausbau“, sagt Daniel von ROBIN WOOD Rhein-Main.

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„Alte Wälder schützen das Klima. Fliegen ist der schnellste und billigste Weg, den Planeten zu grillen“, ergänzt Monika Lege, Referentin für Mobilität bei der Umweltschutzorganisation ROBIN WOOD. „Während im Raumschiff Berlin gerade die Klimaziele über Bord geschmissen werden, geht es im Hambacher Forst und Treburer Oberwald um den Schutz alter Wälder vor den Klimakillern Braunkohleabbau und Flughafenausbau. Wir brauchen das entschlossene Handeln vieler Einzelner, damit Klimaschutz vor Profit geht."

Am kommenden Sonntag, 14.1.2018, ab 14 Uhr wird es wieder einen Kuchenstand vor Ort geben mit Gelegenheit zu Gesprächen und zum Schnupperklettern.

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