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Marburger Masters schwimmen mit der Staffel neuen deutschen Rekord

Gießen | Marburg. Zum 50. Mal jährte sich das traditionelle Weihnachtskriterium des Marburger SV, das im heimischen Sport- und Freizeitbad AquaMar ausgetragen wurde. 16 Vereine aus Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Niedersachsen meldeten mit 305 Aktiven knapp 1400 Einzel- und Staffelstarts. Im Jubiläumsjahr ließen sich die Verantwortlichen des Vereins etwas Besonderes einfallen. Auf den vier Sprintstrecken wurden die ersten drei Plätze der Jahrgänge 2006/2007, 2004/2005, 2003/2002 und Jahrgang 2001/älter jeweils mit Pokalen ausgezeichnet. Für die Jahrgangswertung 2008/2009 fand ein Dreikampf über Rücken, Brust und Freistil statt.

Mit 80 Schwimmern aus den Anfänger- bis hin zu den Leistungsgruppen präsentierte der Marburger SV eine kleine Auswahl seines Gesamtspektrums. 106-mal (26 Gold-, 36 Silber- und 44 Bronze) waren die MSVler in den Medaillenrängen zu finden und schwammen 161 persönliche Bestleistungen. Mit 1540 Punkten holte sich die niedersächsische Mannschaft des Kreisschwimmverbandes Goslar mit dem punktbesten Vereinsergebnis den „Werner-Sell-Wanderpokal“, gefolgt vom Marburger SV (1055 Pkt.) und DJK Delphin Osterfeld (778 Pkt).

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Das Highlight der Veranstaltung dürfte der Rekordversuch der MSVler Masters-Mannschaft gewesen sein, die damit dem Traditionswettkampf ihren Stempel aufdrückte. Bereits Anfang Dezember glänzten Steffen Dommermuth, Christian Meißner, Dr. Peter Böhm und Fabian Grün (AK 120+) mit Gold in der 4*50m-Lagen- und der 4*50m-Freistil-Staffel bei den Deutschen Meisterschaften in Bremen. Mit dem Rekordversuch über 4*100m-Freistil, hatten sich die Junggebliebenen nach dem Saisonhöhepunkt einiges vorgenommen. Zurzeit wird der Deutsche Rekord mit einer Zeit von 03:56,75 Minuten vom TV Kempten gehalten. Als einzige Mannschaft am Start, schwammen die Vier ein einsames Rennen gegen die Zeit und unterboten den bisherigen Rekord in 03:39,49 Minuten (Dommermuth 54,81/Meißner 53,97/Böhm 55,06/Grün 55,65) um mehr als 17 Sekunden. Eine formale Hürde ist noch zu nehmen, denn die Zeit muss vom Deutschen Schwimmverband anerkannt und genehmigt werden.

Neben den Altersklassenschwimmern brillierte die nächste Generation. Paul Hühn, Hubert Adaszewski, Annamarie Kresse, Cedric Mayer (alle Jg. 2009), Philipp Dubinker, Leopold Steibler (beide Jg. 2008), Leticia Günther und Lina Martin (beide Jg. 2007) aus den Trainingsgruppen von Lydia und Rainer Pohl sowie Julia Peter, meisterten die Herausforderung ihres ersten Wettkampfs bravourös. Paul Hühn holte vor Hubert Adaszewski im Freistilsprint Silber. Über 50 m Rücken setzte Paul mit einer weiteren Silbermedaille noch eins drauf. Lina Martin freute sich im Brustsprint über eine Bronzemedaille, ebenso wie Leopold Steibler auf der doppelten Distanz. Über etwas mehr Wettkampferfahrung verfügten bereits Larissa Rein, Jona-Sophie Schneider, Emilia Geßner, Licia Imhof (alle Jg. 2008), Tamara Boie, Celine Bosshammer (beide 2007), Sophia Peter, Lina Beeken, Elisa Köhling (alle Jg. 2006), Lennart Holly (Jg. 2005), Johann Köhling und Nathalie Bosshammer (beide Jg. 2004). Während Tamara Boie über 50 m Rücken eine Silbermedaille gewann, schwamm Johann Köhling über 100 m Lagen auf Anhieb auf den dritten Platz. Dem standen Mia Wohak, Lisa Knieriemen (beide Jg. 2006), Luis Kling (Jg. 2005), Phyllis Mundersbach und Jana Mankel (beide Jg. 2004) aus der Trainingsgruppe um Susanne Mengel (Heskem) in Nichts nach. Die 11-jährige Mia Wohak wurde über 50 m Rücken und 100 m Brust jeweils Dritte. Auf der Bruststrecke unterbot sie ihre bisherige Zeit in 02:04,00 um mehr als 13 Sekunden, ebenso wie Phyllis Mundersbach in 01:49,69 Minuten. Durch die Bank weg zeigten alle Youngster deutliche Leistungssteigerungen auf den von ihnen geschwommenen Strecken.

Achtbare Erfolge feierte Lucas Schremb mit seinen Schützlingen Hannah und Carolin Speckmann (14), Janne Sue Elsaßer, Theresa Dinges (beide Jg. 2008), Lilli-Marie Brehm (Jg. 2006), Raphael Oberwinkler und Jannika Lapp (beide Jg. 2005). Die erst achtjährige Hannah überzeugte nicht nur im Brustsprint mit Gold, sondern toppte gleichfalls ihre bisherigen Leistungen im Freistilsprint in einer Zeit von 0:51,26 Minuten um mehr als fünfzehn Sekunden. Hierfür gab es Bronze. Janne schwamm über 50 m Brust und 50 m Freistil zu Gold. Theresa musste sich im Freistilsprint hinter ihrer Vereinskameradin mit dem dritten Platz begnügen. Gleich vier Bestmarken steckte Raphael und wurde über 200 m Brust in 03:42,09 Minuten Dritter. Für Lilli-Marie, Jannika und Carolin reichte es zwar nicht ganz für die vorderen Plätze, dennoch empfahlen sie sich mit persönlichen Bestleistungen.

Aus der 3. Mannschaft freute sich Emilia Metz (Jg. 2006) über einen kompletten Medaillensatz, die ihre gute Form insbesondere über 200 m (3:43,28) und 50 m Rücken (44,91), sowie über 100 m Freistil (1:28,73) widerspiegelten. Niklas Grün war über 100/200 m Freistil, 50 m Schmetterling und 200 m Lagen auf Rang Drei abonniert. Zwei Silber- und eine Bronzemedaille gab es für Mika Scheffler. Erstmals ging Zinnia Mayer (Jg. 2006) über 100 m Rücken in den Wettkampf und holte Bronze. Recht eindrucksvoll gestaltete sie ihr Rennen über 200 m Brust, indem sie ihre eigene Zeit um knapp vierzig Sekunden in 03:57,96 Minuten toppte. Zwei Bronzemedaillen schlagen bei Mika Schütz zu Buche. In der Jahrgangswertung 2004 stellten sich Joshua Mengel und Sebastian Kuske der Konkurrenz. Bei seinen sechs Starts setzte Joshua die Vorgaben von Trainer Rainer Pohl gut um, so dass er sich in der Endbilanz nicht nur über sechs persönliche Bestmarken freute, sondern auch über zweimal Gold in den Disziplinen 100 m Lagen (1:31,01) und 200 m Brust (3:23,70). Silber gab es im Brustsprint (0:43,17) und auf der doppelten Distanz (1:36,42) holte Joshua Bronze. Durchhaltevermögen war an diesem Wochenende von Sebastian Kuske gefordert, der über 200 m Freistil (2:48,18) und 200 m Lagen (3:12,38) jeweils auf Rang Zwei landete. Über 50 m Schmetterling reichte es für den 3. Platz.

Im Vierkampf der Jahrgänge 2002/2003 erhielt Zara Ziegler (Jg. 2002) in einer Zeit von 02:19,17 Minuten (jeweils 50 m Rücken 37,05/Freistil 29,68/Schmetterling 33,03/Brust 39,41) den Pokal als Zweitplatzierte. Knapp dahinter lag Lina Wagner (Jg. 2002) mit 02:20,44 Minuten (jeweils 50 m Rücken 36,68/Freistil 30,04/Schmetterling 36,07/Brust 37,65). Alva Starostzik (Jg. 2003) hatte mit der Pokalwertung zwar nichts zu tun, war allerdings in der Rückenlage auf allen Strecken das Maß aller Dinge. Bronze bekam sie über 100 m Freistil. Über Gold und Silber freute sich Vereinskameradin Mara Mensing. Ihr Debüt über 100 m Schmetterling meisterte Anne Arndt (Jg. 2002) mit Rang Vier passabel, über die halbe Distanz spielte sie ihre Stärken gekonnt aus und schlug als Dritte im Ziel an, ebenso wie Louis Imhof über 100 m Lagen (1:22,16) und 100 m Freistil (1:06,60). Mit einer Zeit von 02:32,53 Minuten war Hannah Albrecht (Jg. 2002) fünf Sekunden schneller im Wasser unterwegs und landete verdient auf Platz Eins.

Für Paul Martin und Emilia Yanets (beide Jg. 2004) geht der Weg weiter steil voran. Ob auf den Sprint- oder Langstrecken, Paul Martin spulte bei sieben Starts sein Repertoire souverän ab und gewann eine Silber und fünf Bronzemedaillen. Mit einem Vorsprung von vier Sekunden sicherte sich Emilia Yanets über 200 m Lagen deutlich den Sieg vor Ophelia Ropeter aus Goslar. Dritte wurde sie über 50 m Schmetterling und 50 m Brust. Im Jahrgang 2001 stellten sich Lena Kaiser, Jacob Horn und Robin Wolf der Konkurrenz. Ein fette Ausbeute von zwei Gold- und fünf Silbermedaillen nahm Lena Kaiser mit nach Hause. Jacob Horn trumpfte als Erster im Brustsprint auf. Über 100 m Freistil steckte er in 01:02,31 Minuten eine neue Bestmarke, die mit Silber veredelt wurde. Robin Wolf holte über 100 m Lagen (1:14,32) Silber und über 100 m Brust Bronze.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich Wladimir Petri und Nils Becker (beide Jg. 2000) über 50 m Freistil. In 0:26,81 Minuten stoppten die Zeitnehmer beide Schwimmer zeitgleich. Das Zielgericht punktete für Wladimir, der damit vor seinem Vereinskameraden Dritter wurde. Auf der doppelten Distanz zeigte Wladimir Stehvermögen und durchbrach in 0:59,47 Minuten die 1:00er-Schallmauer. Dafür gab es verdientes Gold. Der Mühe Lohn zahlte sich für Isabel Sonthoff (Jg. 2000) aus. Auf den Punkt gestaltete sie ihre Wettkämpfe und holte vier Goldmedaillen über 50 m (33,96) und 100 m Schmetterling (01:16,38), 50 m Freistil und 100 m Lagen (01:17,29), zu denen sich noch eine Silbermedaille über 200 m Lagen (2:48,62) gesellte. Auch die Bilanzen von Lara Hohn, Zoé Dörr, Niklas Werner und Katja Schröder (alle Jg. 1999) können sich sehen lassen. Einmal stand Lara Hohn über 100 m Brust ganz oben auf dem Siegertreppchen, dreimal wurde sie Zweite. Einen kompletten Medaillensatz plus Silber holte Zoé Dörr. Niklas Werner schwamm über 100 m Schmetterling und 100 m Freistil auf Rang Zwei, auf der halben Distanz reichte es jeweils für Silber. Einen guten Einstand feierte Katja Schröder über 100 m Brust. In 1:40,44 Minuten freute sie sich über Silber. In der Wertung 1998/älter gingen Jan Prennig, Tim Lindner, Lucas Schremb (alle Jg. 1993), Leonard Pohl (Jg. 1990), Sarah Oßwald (Jg. 1998) und Mateo Pinto Quintero (Jg. 1997) an den Start. Der Trainingsfleiß von Jan Prennig zahlte sich aus. Wiederum verbesserte er seine bisherigen Leistungen über 50/100 m Schmetterling, 100/200 m Lagen sowie auf allen Sprintstrecken, und war damit dreimal in den Medaillenrängen zu finden. Tim Lindner holte Silber über 50 m Brust (0:35,45), Leonard Pohl Bronze über 200 m Rücken (02:53,35).

Spannend und emotionsgeladen verliefen die Staffelwettbewerbe über 8*50m-Freistil mixed und 8*50m-Lagen mixed, bei denen der Marburger SV jeweils mit zwei Mannschaften vertreten war. Die 1. Mannschaft landete in beiden Wettbewerben auf dem 3. Platz, die 2. Mannschaft in der Freistilstaffel auf Rang 6 und in der Lagenstaffel auf Rang 5.

von Ines Peters-Försterling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marburger SV 1928

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