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Garantie für ewiges Leben: Trinke täglich mehr als zwei Liter Wasser!

Gießen | Heute Abend war im 1. Programm (ARD) eine interessante Sendung darüber zu sehen, wie der Verband der Mineralwasserverkäufer Gehirnwäsche betreibt. Dem Volk wird mit Unterstützung der Regierung (also des Staates) aus gesundheitsfördernden Gründen empfohlen, möglichst viel Wasser am Tag zu trinken.
Ergebnis: Wir sehen im Sommer viele,meist junge Leute mit ihrer Wasserflasche in der Hand oder auch am Rucksack spazieren, durch die Stadt oder zu Uni.

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Mineralwasser (1)Maniulation (1)
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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 14.12.2017 um 09:58 Uhr
Herr Beltz ihre Einschätzung (einzelne Kapitalisten gelingt es durch Lobbyarbeit den Staat für ihre Interessen einzuspannen) könnte ich teilen, wenn unabhängige (da muss mann / frau genau hinsehen, denn oft steht auf dem Papier "unabhängig",wo eigentlich "gesponsert von" drauf stehen müßte) Gutachten feststellen, dass der tägliche Bedarf an Flüssigkeit * unter 2 Liter amTag sein kann (ohne dass Schäden entstehen).

Dass junge Leute mit Flaschen in der Hand durch die Straßen ziehen stört mich auch, aber nicht bei Wasserflaschen. Die meisten rennen mit Bier- oder Weinflaschen rum (und trinken die Droge Alkohol auch noch öffentlich), das stört mich, denn so wird auch Kindern der Konsum von Alkoholika "anschaulich gemacht".

Umgekehrt wird leider auch ein Schuh draus. Immer wieder ist zulesen, dass in Alten-, Pflege- und Seniorenheimen Menschen viel zu wenig Flüssigkeit aufnehmen. Hintergrund: Es fehlt an Personal, was darauf achtet, dass die vorgeschriebene Menge (habe die Literzahl vergessen ....) auch getrunken wird. Es sollen auch schon Fälle bekannt geworden sein, dass Menschen in Obhut regelrecht dehydriert sind.


* Dabei muss aber auch die Flüssigkeitszufuhr Über die feste Nahrtung berücksichtig werden.
Kurt Wirth
1.485
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.12.2017 um 10:47 Uhr
Ja, die Wasserflaschen nehmen zu. Das ist auch ärgerlich wegen der vielen Plastikproduktion. Aber andererseits wird meiner Erinnerung nach jährlich ein Rückgang der Bier- und sonstigen Alkoholproduktion gemeldet. Trotz heftiger Gegenwehr der Brauereien durch Werbung und Sponsorentätigkeit. Das dürfte hauptsächlich mit der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr zu tun haben. Diese Verluste wollen die Getränkekonzerne auf dem Mineralwassersektor ausgleichen. Der Reduzierung von Kneipen und Gaststätten steht die Vermehrung der Wasserflaschen gegenüber.

Als ich Anfang der 50-er-Jahre die Volksschule besuchte, bleute uns unser Lehrer (ehem. Wehrmachtsmajor) auf den Wandertagen immer ein: "Wenn ihr ordentliche Soldaten werden wollt (die Planungen für die Wiederaufrüstung liefen auf vollen Touren), müßt ihr stets die Hälfte in Eurer Trinkflasche wieder mit nach Hause bringen!"

Da doch lieber Wasserflaschen am Rucksack.
Wolfgang Heuser
7.167
Wolfgang Heuser aus Gießen schrieb am 14.12.2017 um 15:45 Uhr
Ich hatte diese Sendung auch gesehen und hatte mir vorher schon selber meine Gedanken darüber gemacht. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, das bei kleineren Kindern und älteren Menschen besonders auf eine geregelte Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden sollte. Der Beitrag war sehr gut und informativ!
Stefan Walther
4.317
Stefan Walther aus Linden schrieb am 14.12.2017 um 22:06 Uhr
Stimme Ihnen zu Herr Heuser. Ich war genauso überrascht wie die befragten Passanten in der Sendung, die mit großer Mehrheit ( ich glaube es waren 28 von 33 ) darauf tippten, dass man täglich 2 Liter und mehr Flüssigkeit zu sich nehmen müsse um gesund zu leben, ich hätte genauso getippt. Es war schon erschreckend - aber auch informativ - wie hier Meinung gemacht wird, ja vor allem im Interesse der Produzenten.
Michael Beltz
7.120
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.12.2017 um 18:34 Uhr
Ihr Hinweis, Herr Heuser, auf Kinder und ältere Menschen dürfte wohl unbestritten sein.
Michael Beltz
7.120
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.12.2017 um 18:40 Uhr
Martin, ich stimme dir ja zu, nur die Frage: warum redest du mich mit Herr Beltz an? Willst du den Verfassungsschutz täuschen?
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.12.2017 um 10:51 Uhr
Ich habe zu diesem Thema in meinem Zeitungsarchiv gestöbert. In einem Artikel aus der Printausgabe dieser Zeitung vom 22.07.17 bin ich fündig geworden. Dort steht unter dem Untertitel: "Regelmäßiges Trinken beugt Flüssigkeitsmangel vor" folgenden Satz: "(...) Um den Grundbedarf an Flüssigeit zu decken, sollten Erwachsene über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter trinken, bei höheren Temperaturen oder körperlichen Anstrengungen wie Sport sogar mehr. (...)"

Rechnet mann / frau die Flüssigkeitszufuhr durch feste Nahrung noch dazu, so kommen wir in die Region von 2 Liter.

1.
Vielleicht könnte ein fachkundiger Mensch / Bürgerreporter etwas zu den im Raum stehenden Zahlen schreiben.

2.
In welcher Form die Flüssigkeit aufgenommen wird (solange sie nicht viele Kalorien oder Zucker enthalten) ist doch völlig egal. Einzelne Kapitalisten (Wasser, Säfte, Alkoholika etc.) stehen in Konkurrenz zu einander. Dass der Kapitalist "Wasser" durch Plazierung von Informationen "soundsoviel Flüssigkeit sollte der Mensch aufnehmen" sich einen Marktvorteil verschaffen will (z.B. gegenüber dem Kapitalist "Bier") ist doch klar. Aber ich gehe davon aus, dass der Mitbürger schlau genug ist um aus dieser Empfehlung kostengünstige Schlussfolgerung zu ziehen. Z.B.: Na da muss ich mir für unterwegs Leitungswasser in die Flasche tun. (Bekanntlich ist (noch*) das deutsche Leitungswassser eines der regelmäßigsten kontrollierten Lebensmittel mit den wenigsten Schadstoffen.)

* Umweltverbände beklagen sich darüber, dass zukünftig im Rahmen der Angleichung von Rechtsvorschriften die Grenzwerte des Leitungswassers bei einzelnen Substanzen angehoben werden sollen. Die Verbände befürchten dadurch einen schleichenden Prozess der Verschlechterung.
Stefan Walther
4.317
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.12.2017 um 15:21 Uhr
Michael Beltz stellt einen Beitrag ein der sich auf eine TV-Sendung bezieht. Herr Heuser antwortet konkret ( er hat die Sendung auch gesehen ) und ergänzt in seinem Kommentar einige Fakten der Sendung, ich stimme Herrn Heuser zu... Tut mir leid, mit den anderen Kommentaren hier kann ich nicht viel anfangen, macht ja nix wenn die Kommentatoren die Sendung nicht gesehen haben, aber hier wird schon teilweise ein wenig am Thema vorbei geschrieben!?
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.12.2017 um 13:05 Uhr
Das sehe ich anders. Herr Beltz schaut Fernsehen. Er regt sich auf. Er schlussfolgert: (...) "Gehirnwäsche" und (meine Zusammenfasssung) wieder einmal ist eine TV-Anstalt ein williger Handlanger einer bestimmten Fraktion der Kapitalisten.

Das mit den Handlangern sehe ich im Großen und Ganzen genauso. Aber Herr Beltz hat sich (falls unabhängige Experten bestätigen, dass 2 Liter Flüssigkeit pro Tag der Erwachsene zu sich nehmen soll) vielleicht im Beispiel vertan.

Außerdem interessiert mich die korrekte Zahl auch persönlich.
Stefan Walther
4.317
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.12.2017 um 23:01 Uhr
Falsch Martin = nicht Michael Beltz hat geschlussfolgert, sondern dies wurde in der Sendung klar heraus gearbeitet, du verdrehst hier völlig die Dinge, es war gerade interessant, dass diese Sendung eben nicht die Interessen der Mineralwasser-Produzenten unterstützte...
Welche Fraktion soll denn deiner Meinung nach durch die TV-Anstalt unterstützt worden sein?

Es gibt keine "korrekte" Zahl, auch das wurde sehr deutlich = der "normale" gesunde Mensch hat ein natürliches Durstgefühl auf das er sich verlassen kann.
Michael Beltz
7.120
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 20.12.2017 um 19:19 Uhr
Na Martin, worum geht es?
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 21.12.2017 um 07:55 Uhr
Danke Stefan, dass ich eine erklärende Antwort bekomme. Die Manipulation dieser Kapitalisten besteht also darin, dass sie - ohne Angaben von Untersuchungsergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen - einfach so behaupten, dass der Erwachsene so um die 2 Liter Flüssigkeit aufnehmen sollte. EineMengenangabe ist also nicht nötig. Das individuelle Durstgefühl würde ausreichen, damit der Mensch die benötigte Menge zu sich nimmt. Wusste ich so nicht - jetzt bin ich etwas schlauer.

Im Artikel taucht das Wort "Durstgefühl" aber nicht auf. Vielleicht sollten sie Herr Beltz in Zukunft ihre Artikel auch im Hinblick darauf so formulieren, dass etwas dümmerer Menschen nicht nur hier mitlesen können, sondern auch den Sachverhalt verstehen.
Karl-Ludwig Büttel
3.533
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 21.12.2017 um 08:40 Uhr
Das Durstgefühl reicht aber nur bei Menschen aus bei denen dieses funktioniert ab einem gewissen Alter geht dieses Gefühl verloren. Deshalb kommt es häufig vor, dass es gerade bei älteren Menschen zu einer Exsikkose kommt. Auch immer mehr jüngere sind betroffen. Es gibt in der Medizin unterschiedliche Faustformeln was den Bedarf betrifft. Das hängt auch mit der Größe und dem Gewicht und Alter zusammen. Wieviel Wasser gibt die Person ab. Nach der Formel der Mayo Klinik in den USA müsste ich zum Beispiel über 6 Liter am Tag trinken. Das ist gar nicht möglich. Im Internet gibt es sehr viel Wasserbedarfsrechner. Im Mittel kommt dann etwa 1,4 Liter bei Frauen und 2 Liter bei Männern heraus. Ich halte es bei gesunden und jungen Menschen so wie Herr Walther mit dem Durstgefühl müsste man gut hinkommen. Ältere Menschen muss man häufig zum Trinken anhalten. In der Medizin sind viele Werte nur Richtwerte……..
Stefan Walther
4.317
Stefan Walther aus Linden schrieb am 21.12.2017 um 11:31 Uhr
Wie oben schon geschrieben, auch ich lag völlig falsch und habe mich bisher auf die Empfehlungen so genannter Experten verlassen ...
Ja sicher Herr Büttel, es gibt natürlich Ausnahmen, es gibt Menschen ( vor allem Ältere und ganz Junge ), die dieses Durstgefühl nicht mehr oder noch nicht haben. Aber darum ging es in dieser Sendung nicht schwerpunktmäßig, es ging vor allem darum wie im Interesse von Wasserproduzenten Meinung ( und auch Werbung ) gemacht wird - und dies war schon sehr gut gemacht. Ob diese Berechnungs- oder Faustformeln nicht auch lediglich dem Begriff "Werbung" zuzuordnen sind? Ich weiss es nicht, bin aber schon skeptisch, dass es sich dabei um neutral-wissenschaftliche Untersuchungen handelt...
Karl-Ludwig Büttel
3.533
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 21.12.2017 um 11:47 Uhr
ich teile diese Skepsis.....kann mich in meinem Wissen nur auf meine Ausbildung verlassen.
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 22.12.2017 um 09:26 Uhr
Noch einmal zum Detail (stimmen die im Artikel von Herrn Beltz angegebenen 2 Liter oder ist das Propaganda der Mineralwasserkapitalisten). Das hat mir keine Ruhe gegeben. Unter anderem deswegen, weil ich selber über den Tag verteilt viel weniger als die 2 Liter (die Flüssigkeit aus fester Nahrung mitgerechnet) trinke. In den letzten Tagen habe ich mein soziales Umfeld mit der dementsprechenden Frage genervt. Auch von da erhielt ist Zahlen, welche so um die 1 Liter lagen.

Zum Glück ist mir eingefallen, das ich vor Jahren eine ausgebildete Ernährungswissenschaftlerin kennen gelernt habe. Die habe ich gestern dann "zufällig" angerufen (jahreszeitliche Grüße und so) und dabei bin ich dann meine Frage los geworden. Die sicher kompetente Informationen dazu kann ich hier schlecht zusammenfassen. Das Ganze scheint recht kompliziert zu sein. Für die richtige Zahl gibt es viele Variabeln. Nicht nur die schon hier angegebenen, wie Geschlecht, Alter, Klima, Gewicht etc.,sondern auch die Zusammensetzung der zu sich genommenen Nahrung (ins besonders der Kochsalzanteil), denn es geht ja nicht nur auf die aufgenommene Menge der Flüssigkeit, sondern auch um den Bedarf an Wasser, damit der Körper seine Funktionen ordentlich nachkommen kann.

Aber die Sitaution der Flüssigkeitsaufnahme scheint von Bedeutung. Die Frau erzählte zum Beispiel, dass Bier in geselliger Runde getrunken bei den meisten Menschen zu schnellem Harndrang führt und deswegen diese Flüssigkeitsmenge wegen dem kurzen Aufenthaltsdauer im Körper nur mit Abschlägen bei der Auflistung der Mengen angerechnet werden kann (Stichwort: besonders die Nieren und die Leber brauchen genügend "Durchspülflüssigkeit".)

Die gute Frau will mir dazu in den nächsten Tagen eine Datei schicken. Ich melde mich dann noch einmal.
Karl-Ludwig Büttel
3.533
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 22.12.2017 um 09:40 Uhr
Steht alles schon in meinen Kommentaren. Lesen bildet. Aber einen Telefonjoker anrufen ist ja auch bei Günther Jauch mordern.Und vorher haben Sie ja schon das Puplikum befragt. Sehen Sie heimlich wer wird Millionär Herr Wagner ?
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 23.12.2017 um 10:00 Uhr
Auch wenn es zu meinen Lasten geht: Herr Büttel das muss ich neidlos zugeben sie haben eine Gabe ihre Meinung witzig rüber zu bringen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Michael Beltz

von:  Michael Beltz

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Michael Beltz
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