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„Wer entscheidet für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann?“ – Betreuungsbehörde des Landkreises Gießen bietet Schulung zu Vorsorgemöglichkeiten an

Gießen | Die Frage „Wer entscheidet für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann?“ bewegt viele. Mit einer Versorgungsvollmacht, einer Patientenverfügung oder einer Betreuungsverfügung kann jeder dies für den Fall der Fälle selbst bestimmen. Welche Möglichkeiten es gibt, darum geht es im „Hessischen Curriculum Vorsorgevollmacht – Patientenverfügung – Betreuungsverfügung“. Die Betreuungsbehörde des Landkreises Gießen bietet diese Schulung erstmals an. Stattfinden wird die Veranstaltung an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im Januar in der Kreisverwaltung am Gießener Riversplatz.

„Keiner denkt gerne daran, dass er krank werden oder einen schweren Unfall haben könnte“, sagt Gesundheitsdezernent Hans-Peter Stock. „Aber jeder kann unabhängig vom Alter in Situationen geraten, in der andere für ihn entscheiden müssen. Nutzen Sie die Möglichkeiten zur Vorsorge, damit Ihre Wünsche und Vorstellungen auch dann umgesetzt werden, wenn Sie nicht mehr alleine entscheiden können.“ Die Betreuungsbehörde des Landkreises Gießen registriert einen stetig steigenden Beratungsbedarf zur selbstbestimmten Vorsorge. Darum bietet sie nun erstmals das vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration in Kooperation mit der Frankfurt University of Applied Sciences und der Landesarbeitsgemeinschaft Betreuungsvereine entwickelte Schulungskonzept zum Thema an.

Das Curriculum richtet sich an alle, die sich zu selbstbestimmten Vorsorgemaßnahmen informieren beziehungsweise eine Vollmacht erteilen möchten, sowie an bereits bevollmächtigte Personen. Neben den wesentlichen Rechtsgrundlagen der einzelnen Vorsorgeinstrumente werden in der Schulung die Rechte und Pflichten von Vollmachtgebern und Vollmachtnehmern aufgezeigt. Darüber hinaus findet eine Auseinandersetzung mit der Rolle und Haltung von Vorsorgebevollmächtigten statt. Typische Konfliktsituationen sowie deren Lösungsmöglichkeiten werden anhand praktischer Beispiele besprochen. Dabei unterstützen Referenten aus der Justiz und der sozialen Beratung die Schulung mit ihren Beiträgen.

Die Schulung findet statt am Freitag, 19. Januar von 16 bis 19 Uhr, am Samstag, 20. Januar von 9 bis 14.30 Uhr, am Freitag, 26. Januar von 16 bis 19 Uhr und am Samstag, 27. Januar von 9 bis 14.30 Uhr. Veranstaltungsort ist die Kreisverwaltung (Riversplatz 1-9, 35394 Gießen).

Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt, eine Anmeldung bis zum 15. Januar ist erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro.

Die Mitarbeiterinnen der Betreuungsbehörde beantworten gerne Fragen zur geplanten Schulung und nehmen Ihre Anmeldung entgegen unter Telefon: 0641 9390-1519, Fax: 0641 9390-1951 oder auch per E-Mail an betreuungsbehoerde@lkgi.de.

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