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Und weiter geht die Show „Alte Post“

Gießen | Und weiter geht die Show „Alte Post“

Die Alte Post dümpelt immer weiter vor sich hin, bis?

Der Inhaber der Alten Post hat keine Motivation mit der Stadt und der BI zu kommunizieren- in welcher Form auch immer.

Auch wenn Herr Rausch (ehem. Baustadttrat, CDU, aktuell heute im Anzeiger zu lesen) den Eindruck vermittelt, dass Herr S. kein flüssiges Geld habe, ist das keine Legitimation das Gebäude weiter vergammeln zu lassen, bis es „endlich“ abgerissen werden „darf“.

Die Eigentümer sind von der Stadtregierung per Verfügung zwar aufgefordert die nötigen Maßnahmen zum Erhalt und zur nachhaltigen Sicherung des denkmalgeschützten Gebäudes zu treffen. Dazu gehören Sanierung von Dach und Fassade. Kosten ca. 1,9 Millionen.

Der Eigentümer hat jetzt einen Monat Zeit Widerspruch einzulegen. Aha.

Dann muss der Eigentümer innerhalb von drei Monaten eine mit dem Denkmalschutz abgestimmte Planung zur Genehmigung vorlegen.

Danach müssen die Maßnahmen innerhalb von neun Monaten durchgeführt sein.
Die Stadt wird ggf. Sofortmaßnahmen für den kommenden Winter verlangen.

Werden diese vom Eigentümer nicht umgesetzt, wird die Stadt selbst tätig werden- so heißt es.
Die Kosten dafür wird die Stadt sich vom Eigentümer erstatten lassen- so heißt es.
Druck machen sei schwierig- so heißt es.
Eine Enteignung sei schwierig- so heißt es.

Was spricht dagegen all das zu versuchen und endlich was zu tun??

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Kommentare zum Beitrag

2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 14:50 Uhr
Dass der Rechtsweg korrekt eingehalten wird, ist in so einem Fall sehr wichtig!
H. Peter Herold
27.108
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 14:59 Uhr
Die offenkundige Aussichtslosigkeit.
Wo nichts zu holen ist, hat der Kaiser sein Recht verloren. Da hat die Stadt einfach zuviel Zeit verstreichen lassen und muss sjch dsher zu Recht eine Mitschuld am Zustand des Gebäudes anlasten lassen.
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 15:56 Uhr
Die Familie Shobeiri hat vielleicht kein flüssiges Geld, aber Immobilien, die sie verkaufen könnte.
Wenn jemand seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, gibt es außerdem noch die Möglichkeit einer Insolvenz.
H. Peter Herold
27.108
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 15:58 Uhr
Ja schon, aber wer zwingt ihn dazu?
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 16:16 Uhr
Vielleicht das Gesetz!
Natürlich wird die Familie Shobeiri sich mit allen rechtlichen Möglichkeiten zur Wehr setzen. Deshalb braucht es einen langen Atem, und es ist wichtig, dass man keinen Fehler macht, den sie sich zu Nutze machen könnten.
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 25.11.2017 um 18:10 Uhr
Nachdem ich mit vielen älteren Gießenern Bürgern gesprochen habe, erweckt sich mir der Eindruck, dass sich die Stadtregierung aber daraus ausruht nichts machen zu können und man sich nicht traue endlich aktiv zu werden. Wer eine Möglichkeit finden möchte, der findet eine.
Es gibt sehr viele Möglichkeiten den Inhabern das Leben ein wenig zu erschweren.
Dem armen Cafe Geißner werden auf einmal 700.- für ein Schild in Rechnung gestellt, alle Gastronomen mit bestuhlter Außenfläche müssen in Zukunft mehr zahlen.
Das Lokal Alt Gießen gehört den Inhabern der Alten Post. In der Bürgerinitiative wurde angeregt dort mal zu schauen, ob man den Inhabern das Bier schal werden lassen könne.
Es gibt faktisch viele Möglichkeiten überhaupt etwas zu tun um den Druck zu erhöhen, aber die Regierenden scheuen sich- wie immer.
Martin Wagner
2.458
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 18:13 Uhr
Martina gut geschriebener Artikel. Ich habe nur an einer Kleinigkeit rum zu meckern. Im Artikel steht der Satz:

(...) "Die Stadt wird ggf. Sofortmaßnahmen für den kommenden Winter verlangen." (...)

Ja das wurde in einem Artikel in der Lokalpresse (ich hoffe die BI hat sich das gesondert in einem Schreiben schwarz auf weis geben lassen) angekündigt. Es ist ja allseits bekannt, was von Ankündigungen des im Moment herrschenden Magsitrats zu halten ist.

Soweit ich das dem Artikel entnehmen konnte bezieht sich diese Ankündigung ausdrücklich nur für eine Einzelmassnahme (Außenhaut wasserfest machen damit nicht durch eindringenden Regen und Schnee weitere Schäden entstehen) und stellt so nur ein minimale Massnahme des 1.9 Millonen - Pakets dar.
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 18:23 Uhr
Woher wissen diese Giessener Bürger das?
Ich hatte bisher auch diesen Eindruck, aber jetzt könnte es sein, dass endlich ernst gemacht wird.
Solche Schikanen wie beim Cafe Geissner fallen in die Zuständigkeit des Ordnungsamts.
Sie waren ohnehin nicht erfolgreich, die Besitzer des Cafes haben sich gewehrt.
Die Familie Shobeiri würde sich auch wehren , und zwar mit allen rechtlichen Mitteln.
Wenn man überhaupt Erfolg haben will, dann mit einem rechtlich einwandfreien Verfahren.
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 25.11.2017 um 18:43 Uhr
Frau Barthel, weil die Gießener nicht blöd und blind sind.
Sind Sie mit Regierenden befreundet oder warum nehmen Sie diese permanent in Schutz? Schon fast auffällig wie Sie versuchen die Bälle flach zu halten. Bei der Landesgartenschau haben Sie doch gemerkt, wie Gesetze und Offenlegungen der Kosten behandelt werden. Da haben die Regierenden auch mal schnell eine 7 gerade sein lassen weil es um ihre ureigenen Interessen ging (oder in wessen Auftrag auch immer).
Seit wann halten sich Regierungen überhaupt an Gesetze?
Martin Wagner
2.458
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 18:51 Uhr
Sehr geehrte Frau Barthel - ich möchte Frau Martens in ihrer Argumentation beispringen. Ich denke sie sind hinreichend mit den Fakten des damaligen Kampfes größerer Kreise in Giessen gegen die Landesgartenschau vertraut. Die jetzigen Personen (außer Herrn Neidel - und der setzt meiner Einschätzung nach andere Akzente) des Hauptamtlichenmagistrats sind weiter am Ruder. Haben sie den Eindruck Frau Barthel, dass die angesprochenen Personen irgend etwas aus den damaligen Auseinandersetzungen gelernt haben? (Meine Einschätzung: Nichts, weil sie lernunfähig sind.)
7
Silvia Lange aus Allendorf (Lumda) schrieb am 25.11.2017 um 19:29 Uhr
Um hier einmal Frau Barthel zur Seite zu stehen: sie hat absolut Recht. Natürlich müssen sich die Giessener Hauptamtlichen an geltendes Recht und Gesetze halten.
Warum in dieser Diskussion ein derartig unfreundlicher Ton herrscht- Wunsch ist bei Allen der Erhalt der alten Post- und warum hier jetzt mal wieder mit der Landesgartenschau angefangen wird, erschliesst sich mir nicht. Die hat übrigens einigen Bürgern gefallen.
Peter Eschke
48
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 19:29 Uhr
Die Stadt macht genau das, was wir wollen: sie handelt. Der verfolgte und aufgezeigte Kurs ist richtig und zielführend. Dass der Kurs eingehalten wird, werden wir kritisch beäugen. Spekulationen und wilde Beschimpfungen bringen uns nicht weiter.... Der nächste Schritt ist aus unserer Sicht, wann und in welchem Umfang die sofort vollziehbaren Maßnahmen z. B. im Bereich der defekten Dachrinnen und Dachfenster verfügt werden. Wenn das nicht in den nächsten zwei Wochen erfolgt, dürft ihr gerne über den Magistrat begründet euren Unmut auslassen...
Peter Baier
10.192
Peter Baier aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 19:31 Uhr
Frage an Nina Martens, Martin Wagner, Peter Herold und weitere...
Warum waren Sie, wart Ihr am 14 November nicht im Rathaus und habt fragen gestellt?
Aus den abgegebenen Antworten hätte man sofort neue Fragen stellen können.
Dieses Problem wird nur die Stadt lösen können oder sogar müssen.
Die Alternative wäre jeder würde uns so viel Geld Spenden das wir einen guten Anwalt beauftragen die Besitzer zu verklagen. Was aber mit Sicherheit in die Hose gehen wird.
Leider ist das so das erst ein bestimmter Zustand erreicht werden muss bevor gehandelt werden kann.
Jedem dem etwas an der Alten Post liegt sollte sich wenigstens gut Informieren.
Ein zweites Waterloo wie beim Samenhahn wird die Stadt nicht mehr zulassen können.
Aber wie gesagt am 14.11.17 war die Möglichkeit sich zu Informieren, wurde aber leider nicht ausreichend genutzt.
Der Vergleich zur LGS ist hier fehl am Platz.

Zu den Bild was übrigens sehenswert ist.
Die "Show Bery"`s beim abdichten vom Dach der Alten Post oder so.
Sehr schöne Karikatur Martina.
Martin Wagner
2.458
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 19:59 Uhr
Kurz zu Peter E. Kommentar um 19.29 h:

Widerspruch: Gerade eine klare Analyse (sie nennen das leider Spekulationen und Beschimpfungen ....) ist dringend geboten. Natürlich ist abzuwarten, ob die Verantwortlichen seitens der Stadt ihren vollmundigen Ankündigungen Taten folgen lassen, bevor sie (wieder einmal) als "Sprücheklopper" sich selber enttarnen.
Aber was sie - offensichtlich im Gegensatz zu mir - nicht sehen (oder sehen wollen) ist, dass bei den Erfahrungen mir diesen Personen es geboten ist mehrgleisig zu verfahren, also nicht nur über der Seite der Stadt versuchen politischen Druck aufzubauen, sondern auch direkt auf die Eigentümerfamilie.

Kurz zu Peter B. Fragen:

1. Ich informiere mich gründlich zu Allem was die Alte Post betrifft. Ich habe schon an mehreren Termine zum Thema teilgenommen. Am 14.11. hatte ich einen anderen Termin.

2. Zur Zeit verfüge ich über kein hohes Monatseinkommen.

3. Ich bleibe dabei, dass dieses Personal seit der Landesgartenschau nichts dazu gelernt hat.
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 25.11.2017 um 20:12 Uhr
Ich denke, mit Herrn Neidel ist jetzt eine Person am Ruder, der von außen kommt und nicht in irgend welche Gießener Seilschaften eingebunden ist.
Es hat auch den Anschein, als würde er eigene Akzente setzen und mehr Bereitschaft zeigen, auf die Interessen der Bürger Rücksicht zu nehmen.
Wir sollten aufmerksam beobachten, was geschieht, und weiter deutlich machen, dass die Bürger ein großes Interesse an der Lösung des Problems
haben.
Wir sollten uns aber auch dessen bewusst sein, dass dieser Konflikt letztendlich wahrscheinlich auf dem nur auf dem Rechtsweg gelöst werden kann.
Das bedeutet, es dauert lange, und man sollte sich keine Fehler erlauben,
denn das könnte eine Niederlage vor Gericht bedeuten.
Stefan Walther
4.363
Stefan Walther aus Linden schrieb am 25.11.2017 um 22:03 Uhr
Auch wenn ich nicht die Zeit habe mich in dieser BI einzubringen, so verfolge ich doch schon die ganze Sache so gut es geht.

Mein bisheriger Eindruck = im Gegensatz zu der BI "Stoppt die Landesgartenschau" scheint hier bei einigen "führenden" Kräften der BI ein für mich nicht nachzuvollziehendes Vertrauen in die politisch herrschenden Kräfte der Stadt Gießen zu bestehen!?

Was muss eine BI in erster Linie tun? = den außerparlamentarischen Druck hoch halten, viele Menschen zur aktiven Teilnahme gewinnen usw., aber keinesfalls darf sie sich mit Versprechungen "ruhig stellen" lassen, so nach dem Motto "jetzt warten wir mal ab wie es juristisch weitergeht", das wäre das vorprogrammierte Ende einer breiten Bewegung, und das soll doch wohl auch diese BI sein, oder nicht?
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 25.11.2017 um 23:24 Uhr
Herr Walther, genauso sehe ich das auch.
Runter gebrochen bedeutet das: wessen Brot ich ess, dessen Lied ich singe.
Wenn man gemeinsam, mit dem der was ändern könnte, was er eigentlich tun sollte, zusammen warte ( bis sich von aelbst was tut).......dann warte ich bis zum santnimmerleinstag. Das ist keine neue Weisheit .
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 25.11.2017 um 23:27 Uhr
Deswegen fragte ich auch ob die BI Freunde bei den Regierenden hat. Ich fragte dies vor allem Frau Barthel, die mit vollstem Verständnis von der Stadt spricht.
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 26.11.2017 um 10:17 Uhr
Im Fall der Landesgartenschau war die Situation eine ganz andere: Die Bürgerinitiative wollte ein Vorhaben verhindern, das die Stadt unbedingt wollte, und die Landesregierung auch.
Im Fall der Alten Post verfolgt die Stadt im Prinzip die selben Ziele wie die BI, das ist jedenfalls die offizielle Position, und man sollte nicht von vornherein
annehmen, das sie vorgetäuscht ist.
Dass die Stadt ein echtes Interesse hat, das Problem Alte Post zu lösen,
ist anzunehmen.
Es wurden auch bisher Ansätze gemacht, gegen die Eigentümer vorzugehen. Man hatte aber nicht den Mut , das mit Konsequenz und auch
mit Härte durchzuziehen.
Die BI steht jetzt also nicht in Gegnerschaft zur Stadt, sondern hat die Aufgabe, auf sie einzuwirken, damit sie diesmal auch alle Mittel ausschöpft.
Dass die BI nur geduldig abwarten sollte, habe ich nicht gesagt!
Ich würde dazu raten, von Zeit zu Zeit einen guten Fachanwalt zur Beratung hinzuzuziehen.
Der könnte beurteilen, ob die Stadt wirklich alles macht, was möglich ist, oder welche andere Möglichkeiten es noch gibt.
Auf der Basis einer solchen Information könnte man dann auch konkrete Forderungen stellen.
Da es ja nicht um eine Klage geht, sondern nur um juristische Beratung,
dürften die Kosten aufzubringen sein, wenn man zusammenlegt!
Frau Marten,ich gehöre nicht zur BI, und ich habe keine Freunde bei den Regierenden.
Christine Stapf
6.831
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 26.11.2017 um 19:05 Uhr
Stefan deinem Kommentar kann ich nur zustimmen.
Den Luxus eine abwartende Haltung einzunehmen kann sich nicht erlaubt werden. Ich möchte ja nicht schon wieder eine alte Platte auflegen, jedoch erinnert mich das 20 Jahre untätige Verhalten der Stadt an das Gebäude Samenhahn. Ich habe den Eindruck, dass auch bei der Alten Post wieder die Abrissbirne zum Einsatz kommt, der Eigentümer macht was er will.
Ich will mich gerne irren !
Rainer Arnheiter
73
Rainer Arnheiter aus Gießen schrieb am 27.11.2017 um 17:54 Uhr
Die Gießener Stadtverwaltung macht(e) wahrlich keine gute Figur: Weder im Falle "Haus Samenhahn" noch im Falle "Alte Post"...

In anderen Fällen ging/geht sie vergleichsweise weitaus rigider vor: Sowohl unlängst bei Festlegung der Gebühren für bestuhlte Gastro-Außenflächen, als auch aktuell beim Firmenschild Café Geißner. Daß in beiden Fällen jeweils kurzfristig ein Dementi erfolgte, macht diese "Sonderbarkeiten" nicht plausibler...

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.11.2017 um 18:33 Uhr
Für Gastro-Außenflächen oder Firmenschilder ist das Ordnungsamt zuständig, immer noch Aufgabenbereich von Frau Weigel-Greilich.
Als zuletzt über Samen-Hahn diskutiert wurde, war sie als Baudezernentin
auch dafür zuständig.
Wir erinnern uns : Nach einem großen Gedöns mit Bürgerbefragungen und mehreren Vorschlägen zur Gestaltung der Fassade endete das Ganze mit dem Abriss, die ganze Aufregung versandete, und es gab keine Initiativen dazu, was mit der Brachfläche geschehen sollte.
Das ist die Taktik der Familie Shobeiri: Scheinbare Kooperation, Verschleppung der Verhandlungen, bis wieder einmal Gras über die Sache wächst.
Deshalb verstehe ich die Skepsis der Bevölkerung, und ich finde es gut, wenn deutlich gemacht wird, dass die Bürger am Ball bleiben und deutlich machen, dass sie sich mit der bisher geübten Praxis nicht abfinden wollen.
Aber: Wenn einem Bürger Zwangsmaßnahmen angedroht werden, gibt es immer Fristen, die dem Bürger die Möglichkeit einräumen, Widerspruch einzulegen. Das gilt auch für die Familie Shobeiri.
Würde die Stadt darüber hinweg gehen, könnte das in einem Prozess dazu führen, dass die Familie Shobeiri Recht bekommt.
Ich denke, das Problem Alte Post wird letztlich auf dem Rechtsweg entschieden, und daher ist es wichtig, die Regeln einzuhalten!
Stefan Walther
4.363
Stefan Walther aus Linden schrieb am 27.11.2017 um 18:42 Uhr
Das haben die hier Kommentierenden schon verstanden Frau Barthel was Ihre Meinung dazu ist, und ich zumindest akzeptiere auch Ihre Meinung, auch wenn ich sie nicht teile.

Entscheidend wird nicht sein, ob "alle Regeln eingehalten werden", entscheidend wird sein inwieweit es u.a. auch der BI gelingen wird weiterhin den öffentlichen Druck hoch zu halten damit das Thema präsent bleibt. Wie lange ist denn so gut wie nichts passiert? Wieso wird gerade jetzt die Stadtverwaltung etwas aktiver? Das bedeutet natürlich nicht, dass die BI den Rechtsweg als unwichtig ansehen sollte, aber sie sollte sich davon nicht blenden und einlullen lassen...
Martina Lennartz
5.507
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 27.11.2017 um 19:37 Uhr
Ich möchte mich, nachdem so viele unterschiedliche Kommentare geschrieben wurden, auch noch mal zu dem Thema äußern.
Ich wundere mich über den hier oft wiederholten Satz, dass man darauf achten müsse, dass „die Regeln eingehalten werden müssen“.
1. Wessen Regeln ? 2. Seit wann spielen während des Zuschauens beim Vergammeln von alten wunderschönen und historischen Gebäuden Regeln eine Rolle? Die Geschichte zeigt doch wo die Interessen der Stadt Gießen (ich meine hier natürlich die Stadtregierung) an alten Gebäuden sind.

Ich frage mich ebenso, warum durch das Warten (die da oben werden das schon richten) sich etwas ändern sollte. Das sehen wir doch seit 20 JAHREN, das Warten nicht wirklich etwas bewegt. Die BI hat das ganze Problem ins Rollen und in den Focus gebracht und ich denke auch, dass wir weiter außerparlamentarischen Druck erzeugen müssen.
Und ob die Stadt genau das macht, was wir wollen, lieber Peter E., das wage ich zu bezweifeln. Sie agieren, weil wir das fordern und publik gemacht haben. Sie hören auf, wenn wir still warten bis Weiteres geschieht- oder eben auch nicht.
Herr Arnheiter zeigt deutlich auf, dass die Stadt rigide vorgehen kann, wenn sie es will, wenn da wirkliches (finanzielles) Interesse und ein Nutzen im Vordergrund stehen.
Peter Baier
10.192
Peter Baier aus Gießen schrieb am 27.11.2017 um 19:45 Uhr
Herr Arnheiter, da haben Sie Recht da war die Stadt wesentlich schneller (Bestuhlung,Werbeschild)
dafür ging das auch voll in die "eigene"Hose.
Ähnlicher Schnellschuss war vor Jahren der geplante Verkauf vom Wochenmark.
Auch hier wurde nicht lange genug überlegt.
Bei der Alten Post kann sich die Stadt nicht solche Schnellschüsse erlauben.

Stephan, die BI hat nicht vor sich auf die faule Haut zu legen und zu warten.
Es ist weiteres geplant möglich auch vor größerem Publikum.
Es kostet aber alles auch Geld!
Warum geben wir der Stadt nicht die Möglichkeit einmal etwas richtig zu tun?

Frau Stapf, es waren keine 20 sondern etwa 35 Jahre nichts tun.
Frau Martens, meine Beliebtheit hält sich im Rathaus wahrscheinlich in Grenzen, besonders bei unserer Bürgermeisterin.
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 27.11.2017 um 21:59 Uhr
Herr Baier, Gott sei Dank orientierenwenigstens Sie sich an der Realität!
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 27.11.2017 um 22:08 Uhr
Frau Barthel, träumen Sie weiter. Hoffentlich wird das erwachen nicht so schmerzhaft.
Stefan Walther
4.363
Stefan Walther aus Linden schrieb am 28.11.2017 um 00:09 Uhr
Freut mich Peter, dass sich die BI "nicht auf die faule Haut legen wird", davon bin ich auch nicht ausgegangen, Einige aktive Menschen - so wie u.a. du - sind mir ja auch bekannt :-)
Mich haben halt nur einige Kommentare etwas verwundert, z.B. der von Herrn Eschke...
Und dass Engagement auch oft Geld kostet, das ist schon klar, immer die Spendendose dabei haben, auch die finanzielle Unterstützung ist wichtig und muss den Mitstreiterinnen und Mitstreitern bewusst sein...

Ich wünsche euch weiterhin viel Erfolg!
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 28.11.2017 um 09:23 Uhr
Im Wesentlichen sehe ich die Dinge wie Herr Baier, und habe auch nie Untätigkeit gefordert.
Die Regeln, von denen ich sprach, sind gesetzliche Vorgaben.
Christine Stapf
6.831
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 28.11.2017 um 14:08 Uhr
Danke Herr Baier für Ihre Verbesserung. Ich hatte noch die Zeit der Alten Post im Kopf, als ich über das Samenhahnhaus schrieb :-)
Martin Wagner
2.458
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 04.12.2017 um 17:13 Uhr
Liebe Bürgerreporter
ZZ komme ich nicht zum Giessener Bahnhof. Vielleicht kann ein Bürgerreporter auf dem Weg dort hin oder daher einen Blick auf die Fassade der Alten Post werfen und nachschauen, ob eine Firma dort die Sicherungsnetze anbringt (war mehrmals von Seiten der Stadt ab 4.12. versprochen worden). Bitte hier kurze Rückmeldung. Danke
Martina Lennartz
5.507
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 04.12.2017 um 17:23 Uhr
http://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Sicherung-der-Alten-Post-Giessen-hat-begonnen;art71,356560#HP-Slider1

In der Gießener Allgemeinen Zeitung von heute steht dazu Folgendes:

"....Im Laufe der nächsten Tage soll die Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes mit einem Netz überspannt werden, damit Bauteile, die sich gelockert haben, nicht abstürzen können.....Zu diesem Zweck ist der Gehweg auf der Seite der Alten Post gesperrt worden. Fußgänger, die zum Bahnhof wollen, sollen die provisorisch aufgebaute Drückampel nutzen, die kurz hinter dem Abzweig Liebigstraße steht. Da eine Fahrspur der Bahnhofstraße gesperrt werden musste und kein Begegnungsverkehr möglich ist, kann es zu kleineren Behinderungen vor allem für den Busverkehr kommen.Die Arbeiten sind von der Stadt im Wege einer sogenannten Ersatzvornahme beauftragt worden, weil sich die Eigentümer-Familie Shobeiri geweigert hatte, sie selbst durchzuführen. Die Kosten, die die Stadt mit rund 23 000 Euro angibt, werden den Eigentümern in Rechnung gestellt. Durchgeführt wird die Gebäudesicherung von einer Fachfirma für Denkmalschutz aus Erfurt, die gegenwärtig auch das Relief und die alte Mauer an der früheren Bergkaserne saniert. Bei den Arbeiten handelt sich um eine reine Verkehrssicherungsmaßnahme, die zum Erhalt des Kulturdenkmals nichts beiträgt. Dieses Ziel will die Stadt mit der Sanierungsverfügung erreichen, die sie den Eigentümern vor einigen Tagen zugestellt hatte. Damit das Gebäude gegen widrige Witterungseinflüsse und vor allem eindringendes Wasser geschützt wird, sind nach dem Gutachten der Stadt rund 1,9 Millionen Euro nötig – vor allem zur Sanierung der Fassaden und des Daches. Aber auch den bestehenden Brandschaden im Innern sollen die Eigentümer beseitigen. Sie haben nun einen Monat Zeit, gegen diese Verfügung per Widerspruch vorzugehen. Um das Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen, sind nach Einschätzung des Gutachtens, das die Stadt im Sommer vorgestellt hatte, weitere rund drei Millionen Euro nötig."

Die Lieferung der Materialien zur Fassadenverkleidung fehlen aktuell aber noch und es ist kein Schutzgitter zu sehen!!
Und was dann weiter passiert, werden wir weiter kritisch beobachten und informieren.
H. Peter Herold
27.108
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 05.12.2017 um 10:20 Uhr
@Frau Barthel. Meines Wissens war damals bei Samen Hahn noch der damalige Stadtbaurat Thomas Rausch zuständig.
2.300
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 05.12.2017 um 10:29 Uhr
Erst Herr Rausch, dann Frau Weigel-Greilich. Ebenso wie bei der Sandsteintreppe.
Martina Lennartz
5.507
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 06.12.2017 um 00:29 Uhr
Heute wurden Fassadensicherungsarbeiten mit Stahlnetzen vorgenommen um Giebelteile vor dem Absturz zu sichern.
Peter Eschke war vor Ort und hat unterschiedliche aussagekräftige Bilder geschossen, die man z.T. in der Facebook Gruppe sehen kann.
Martin Wagner
2.458
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 06.12.2017 um 11:50 Uhr
Danke Frau Lennartz für die Informationen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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Interessensgebiet: Gießen
Martina Lennartz
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