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Rettet die Alte Post!!

Gießen | Für den Erhalt und Ankauf der alten Post in Gießen durch die Stadt Gießen

Die BI „Rettet die Alte Post“ gibt nicht auf.

Geplant sind weitere Aktionen. Da wir am 16.11.2017 die bis dahin gesammelten Unterschriften zum Erhalt vor der Stadtverordneten Sitzung der Oberbürgermeisterin übergeben wollen, sammeln wir weiter Unterschriften.
Dazu gibt es noch einige Gelegenheiten:

1. Am 10.11. kommt der Sender RTL nach Gießen, um sich den "Streitpunkt" genauer anzuschauen. Treffpunkt für alle Interessierte ist 14.45 Uhr an der alten Post. Dort werden wir auch weiter sammeln.

2. Am14.11.lädt die Stadt selbst zu einer Informationsveranstaltung ein.
„Das Thema "Alte Post" macht derzeit die Runde. Der Magistrat der Universitätsstadt Gießen begrüßt das anhaltende öffentliche Interesse ausdrücklich und möchte die Bürgerinnen und Bürger daher über aktuelle Entwicklungen informieren und die Möglichkeit geben, Fragen an den Magistrat zu richten.

Die Veranstaltung findet statt am 14. November 2017 um 18.00 Uhr im Hermann-Levi-Saal des Rathauses (Berliner Platz 1, 35390 Gießen). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
Mehr über...
vergammeln (1)Samen-Hahn (28)Gründerzeit (1)Denkmalschutz (69)Alte Post (8)
Anwesend sein werden:
• Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin
• Gerda Weigel-Greilich, Bürgermeisterin
• Astrid Eibelshäuser, Stadträtin
• Peter Neidel, Stadtrat
• Joachim Rauch, Abteilungsleiter Untere Denkmalschutzbehörde
• Dietrich Metz, Amtsleiter Rechtsamt
• Dr. Holger Hölscher, Amtsleiter Stadtplanungsamt
• Stefan Schäfer, Amtsleiter Bauordnungsamt
• Horst-Friedhelm Skib, Referent für Stadtentwicklung.“
( http://www.giessen.de/index.phtml?object=tx%7C1894.232&FID=684.15267.1&mNavID=1894.6&sNavID=1894.87&La=1 )
Wir sind sehr gespant, welche neuen Erkenntnisse uns die Stadtregierung vortragen wird (oder eben auch nicht). Wir sind da und sammeln Unterschriften.

3. Am 16.11. 2017, um 17 Uhr vor der StVV, findet vor dem Rathaus dazu eine DEMO statt. Mitzubringen sind Lampen, Kerzen, Teelichter, Grablichter (wobei wir den Gedanken noch nicht begraben wollen) und auch andere Ideen für Licht sind willkommen, damit dieses der Stadtregierung aufgehe. Bitte keine Fackeln. Auch hier sammeln wir noch Unterschriften.
Um 18 Uhr werden dann alle Unterschriften von Peter Eschke (Vorstand der BI) öffentlich überreicht.

4. Es gibt bei Facebook eine Petition, die noch weiter laufen wird, mit folgendem Text:

Seit mehr als 20 Jahren steht die Alte Post am Gießener Bahnhof leer und "dümpelt" vor sich hin. Der Eigentümer hat es seit Ankauf des Gebäudes 1998 nicht geschafft, das Gebäude zu sanieren und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Ein spürbarer Wille, dass die Eigentümer an dieser Vorgehensweise etwas ändern möchten, war und ist nicht zu erwarten. Dies bestätigt sich auch bei anderen Objekten, welche in der Hand der Eigentümer waren/sind (Samen Hahn, Gebäude Westanlage).

Die Stadt Gießen wird daher aufgefordert, das Gebäude anzukaufen und vor dem weitergehenden Verfall und einem eventuellen Abriss zu bewahren. Nach einer erfolgten Sanierung soll die Alte Post einer gemeinnützigen Nutzung (evtl. Museum) zugeführt werden.
Bei diesem Vorhaben kann die Stadt Gießen auf Hilfe bzw. Initiative der zu gründenden Bürgerinitiative bauen.

Begründung:

Die Alte Post ist einer der ältesten Gebäude der Stadt Gießen, älter sogar noch als das Bahnhofsgebäude. Sie hat den Feuersturm 1944, sowie die Abrisswellen der 1960er/1970er Jahre überstanden und eignet sich aufgrund ihrer Lage optimal als Museum/öffentliches Gebäude. Weiterhin verbinden die Gießener mit diesem Gebäude ein Stück Heimat und Erinnerungen.

http://www.openpetition.de/petition/online/fuer-den-erhalt-und-ankauf-der-alten-post-in-giessen-durch-die-stadt-giessen

Diese Petition läuft noch 28 Tage.

Dies ist ein Apell sich dem Protest anzuschließen.

Wir wollen nicht, dass die Stadt schweigend zuschaut wie nach und nach die schönen alten Häuser vergammeln, nicht renoviert und saniert werden und dadurch zerstört werden. Eigentum verpflichtet?

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.11.2017 um 22:10 Uhr
Meiner Meinung nach ist es zu spät. Es ist einfavh zu teuer. Die Stadt hat kein Geld und viel zu lange tatenlos zugesehen. Parallele zu Samem Hahn sind nicht zu übersehen.
Martina Lennartz
5.397
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 07.11.2017 um 22:15 Uhr
Zu spät ist es nie.
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft hat schon verloren.

Peter, es gilt auch die Devise:
Willste nur motzen oder was verändern?? Vom Motzen alleine ändert sich nämlich nichts. Definitiv!
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.11.2017 um 22:35 Uhr
Ich habe beim Samen Hahn erlebt wie groß dss Interesse der Stadt war bzw. heute noch mit der Bebauung ist. Ich motze nicht, nur habe ich kein Interesse bei dieser für.mich aussichtslosen Sache mitzumachen. Für mich besteht keine Veranlassung
zu Kämpfen, also kann ich auch nicht verlieren.
Es stehen hier Beträge im Raum die anderweitig sicher besser angelegt werden könnten.
Um das Gebäude sanieren zu können muss es ja zusätzlich erst erworben werden
Ilse Toth
35.753
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 07.11.2017 um 23:15 Uhr
Wieso ist es nicht möglich, die Verantwortlichen der Stadt Giessen zur Rechenschaft zu ziehen? Wie kann man tatenlos zuschauen, wie ein Kulturgebäude dem Verfall preis gegeben wird? Giessen wurde im Dezember 1944 fast zu 100 % zerstört. Und nun sind die wenigen Gebäude, die den Krieg unbeschadet überstanden haben, der Untätigkeit der zuständigen Behörden schutzlos ausgeliefert! Die alte Post ist nach meiner Auffassung nur dann zu retten, wenn Juristen das Recht ausschöpfen, die Eigentümer zum Handeln zu zwingen. Und diese haben außer Rechten auch Pflichten!
Christian Momberger
11.051
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.11.2017 um 23:18 Uhr
Sehr gut Martina. Danke für die Infos. Schade, dass die Links nicht als Links dargestellt werden.
Martina Lennartz
5.397
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 07.11.2017 um 23:27 Uhr
Lieber Christian, Fehler gesucht, gefunden und geändert. Danke für den Hinweis.
Martina Lennartz
5.397
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 07.11.2017 um 23:28 Uhr
Liebe Ilse Toth, das sehe ich genauso!
Christian Momberger
11.051
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 07.11.2017 um 23:28 Uhr
Bitte, gerne. Und Ilse kann ich ebenfalls nur zustimmen.
Nicole Freeman
9.160
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 08.11.2017 um 06:16 Uhr
danke für die termine. die alte post muss gerettet werden. wegschauen und heimlich schnell den abbruch organisieren wird so nicht möglich sein.
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.11.2017 um 09:45 Uhr
Kurz zu Peter H. Auch wenn ich deine Einschätzung (da ist Nichts mehr zu machen ....) nicht teile, so respektiere ich sie. Sicherlich liegt der Hauptfehler bei der damaligen Entscheidung des herrschenden Blockes im Giessener Rathaus (irgendwann in den 90ern) bei der Veräußerung der Alten Post nicht selber aktiv zu werden. Egal ob die Stadt selber gekauft oder von dem Vorverkaufsrecht gebrauch gemacht (was bis heute strittig ist, ob sie damals Eines hatte ....) hätte - für die Erhaltung sähe es tausend mal besser aus. Ganz ohne Erfolgsaussichten sehe ich die emsigen Bemühungen der Bürgerinitiative generell nicht, denn das deutsche Recht ist ja so gestrickt, dass - wenn nur genug politische Macht dahinter steht - irgendetwas "immer geht". Wenn der herrschende Block das Gefühl bekommt, dass mit der Alten Post bei der nächsten Kommunalwahl (so lange "zieht" sich das Thema sicher ...) weitere bürgerliche Kreise die Parteien / Wählergemeinschaften aus welchen "sie schöpfen können" nicht wählen gehen (eventuell sogar Wählergemeinschaften wählen, welche niemals zum herrschenden Block zählten oder zählen werden ...) wird es bei der nächsten Regierungsbildung "eng". Es darf nicht vergessen werden, dass bei der Bildung der jetzigen Regierung schon - trotz faktischer Pleite der Stadt - drei Fraktionen mit Hauptamtlichenstellen "bedacht" werden mussten. Für dann eventuell vier (oder mehr) zu "sponsornenden" Absahnergruppen dürfte kein Geld aufzutreiben sein.

Das mag "etwas um die Ecke gedacht sein", aber ich bin mir sicher, so funktioniert in Giessen die Lokalpolitik.

Wem erzähle ich das. Du hast dich bei anderer Gelegenheit sicher schon genug über das "Giessener Rathaus" und dessen Verhalten / Nichtverhalten "die Krätze an den Hals" geärgert. (Darum ist dein "dieses mal nicht" menschlich nachvollziehbar.) Aber die BI "Rettet die Alte Post" ist bekanntlich aus einer Gruppe innerhalb der so genannten Sozialen Medien hervorgegangen. Es sind neben vielen jungen Leuten auch Menschen, welche bisher nicht in den politischen Auseinandersetzungen hier in Giessen gesehen worden sind. (Oder anders rum, in der BI ist Martina als "alte Kämpferin" eine absolute Ausnahme.)

Ich halte es für zielführend, wenn weitere Kreise der Giessener Bevölkerung ganz praktisch erfahren von welchen "Persönlichkeiten" sie in Giessen regiert werden. Irgendwann - und da bin ich mir sicher - wird der herrschende Block "abserviert". Mir ist es dabei egal, ob das aus politischen Gründen erfolgt oder weil viel Mitbürger erkannt haben, dass das Personal des hiesigen herrschenden Blockes aus Personen besteht, welche oft / manchmal / immer .... (bitte das für sie Zutreffende unterstreichen .....) den auf sie zukommenden Problemen nicht gewachsen sind*.

Kurzfassung: Ein Engagement innerhalb der Bürgerinitiative "Rettet die Alte Post" ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll.


* Ha, ha, habe ich das nicht sehr freundlich ausgedrückt? ..... ;-)
Ilse Toth
35.753
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 08.11.2017 um 11:29 Uhr
Immer wieder erfahren die Büreger/Innen, dass die vollmundigen Worte der Politiker aller Parteien vor einer Wahl sehr laut sind. Jeder will das Beste und die Anliegen des "Fußvolkes" liegt ihm am Herzen! Wenn man die Politiker vor der letzen Wahl im Fernsehen gehört hat, dann hatte man den Eindruck, alle Probleme seien ihnen neu und werden gelöst, wenn sie die Wahl gewonnen haben. Mal ehrlich, welche Versprechen wurden nach einer Wahl denn jemals gehalten? So ist es mit der Alten Post auch. Von Worten, Versprechungen und Gutachten wird das ehrwürdige Gebäude nicht erhalten. Es verfällt mehr und mehr, wie das Samenhaus Hesemann auch! Für mich ist dieses Zeitschinden gewollt! Deshalb bin ich sehr pessimistisch! Es werden Millionen und aber Millionen für unsinnigen Kram verplämpert. Hier ist nicht nur Giessen gefordert, sondern auch das Land Hessen! Wir helfen beim Aufbau in Syrien, das ist auch richtig. Aber verdammt noch mal, ist denn für unsere alten Kulturgüter kein Geld da? Hier spreche ich alle Parteien der Bundesregierung an! In vielen deutschen Städten gibt es erhaltenswerte Gebäude! Ihr Damen und Herren da oben, tut was!
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 08.11.2017 um 17:58 Uhr
Ich möchte mich dem Thema aus einer anderen Richtung nähern: Die Stadt hat kürzlich damit begonnen, eine neue Präsentation des Oberhessischen Museums erarbeiten zu lassen. Grund ist die unzureichende Ausstellung der Exponate in Umfang und Art. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel bei der Universität einen umfangreichen Exponateschatz, der auf eine Hebung wartet. Dies teilte uns der aus Gießen stammende Ministerpräsident Volker Bouffier mit. Er war sehr angetan von der Museumsidee. Die kürzlich ausgezeichnete Papyriesammlung in der Universitätsbilbliothek ist nur nach Voranmeldung zu besichtigen. Möglicherweise haben die Stadtwerke Gießen zur Geschichte der Gießener Wasserversorgung Exponate zu bieten. Bei dem Mittelhessischen Wasserbetrieben gibt es seit Jahren ebenfalls Überlegungen zu einem Abwassermuseum. Nach meiner Einschätzung kommt die Geschichte der Stadtentwicklung im derzeitigen Museum zu kurz. Jedenfalls ist für mich klar, dass die drei Gebäude des derzeitigen Museums vom Raumangebot und von der Gebäudestruktur nicht ausreichend sind. Die jeweiligen Liegenschaften ermöglichen keine bauliche Erweiterung. Daher schlagen wir von der Bürgerinitative "Rettet die Alte Post" vor, das neu konzipierte, erweiterte Museum in Nachbarschaft zu Liebigmuseum und Mathematikum einzurichten. Mit der Hinzunahme weiterer Träger wäre auch eine Finanzierung leichter zu bewerkstelligen.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 08.11.2017 um 18:35 Uhr
Gute Idee und wenn aus Wiesbaden eine Beteiligung kommen würde das wäre schön.
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 09.11.2017 um 23:48 Uhr
Es ist einfach ganz fürchterlich dass man da nichts machen kann. Ich habe durchaus die Befürchtung, dass die OB wieder versuch mit "aber wir haben...." , und "aber wir wollen...", und "aber wir können nicht....." und " wir versprechen........." die Bevölkerung übergeht um weiter den Weg ohne Widerstand zu gehen. Es ist mehr als bedauerlich, dass kein Aufschrei durch die Bevölkerung zieht um die Stadtregierung zu zwingen, zu reagieren. Eine Schande ist das.
Ilse Toth
35.753
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 10.11.2017 um 10:40 Uhr
Ganz Ihrer Meinung Frau Martens! Man könnte Meinung, dass die Politik dieses ständig wieder kehrenden Floskeln "gepachtet" hat. Ich bin unterwegs und hoffe, dass ich heute zur Demo kommen kann.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 12:59 Uhr
Der Magistrat will notfalls die Sanierung von Dach und Fassade in Ersatzvornahme ausführen lassen, Frau Toth und Frau Martens. Es gibt also keinen Grund, wieder mal "leeres Stroh zu dreschen".
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 13:07 Uhr
und wer bezahlt es? Der Bürger. Also Aufschrei. Nur zur Erinnerung:
Die Bürger hatten bei der letzten Wahl die Möglichkeit Änderungen zu erreichen. Da dies nicht geschah, nehme ich an sie sind zufrieden mit den Leistungen der sie verwaltenden.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 13:17 Uhr
Die Kosten für die Ersatzvornahme wird die Stadt bei den Eigentümern notfalls einklagen. Das Recht ist hier auf Seiten der Stadt. Den Weg, den der Magistrat hier eingeschlagen hat, ist aus meiner Sicht nicht zu beanstanden. Bei der Bürgerversammlung am kommenden Dienstag besteht die Möglichkeit, genau dieses Thema und Anderers z. B. mit der OB und dem Rechtsamtsleiter zu diskutieren.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 13:21 Uhr
Und ? Wer bezahlt die Kosten des Verfahrens?
Ich nehme an es gibt einen längeren Rechtsstreit und das nur weil die Stadt jahrelang untätig zusah wie das Gebäude verfiel.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 14:16 Uhr
Fragen Sie am Dienstag.
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 14:21 Uhr
Kurz zur allgemeinen Information.

Herr Peter Eschke ist zweiter Vorsitzender der BI "Rettet die Alte Post". Ich gehe davon aus, dass er seine Statements hier in dieser Onlineausgabe in enger Absprache mit der Mehrheit / dem ganzen Vorstand abgibt.

Sie sind offensichtlich getragen von einer erst einmal postiven Grundstimmung gegenüber den Verantwortlichen unserer Stadt. Das sehen viele Mitbürger ganz anders. Sie halten - mehr oder weniger - wenig bis nichts von diesem Personenkreis. Diese andere Einschätzung erfolgt nicht, weil "die Frisur eines Hautptamtlichen einem nicht gefällt", sondern sich aus jahrelangen - auch persönlichen - Erfahrungen mit diesen Personen gebildet* hat.

Herr Eschke (und auch der 1.Vorsitzende) sind in der politschen "Arena" noch unbekannt. Ich gehe davon aus, dass sie erst ihre eigenen Erfahrungen mit den Verantwortlichen sammeln müssen.

Sie setzen offensichtlich auf einen Art Schmusekurs. Meiner Meinung nach werden sie dabei grandios scheitern. Nur "klare Kante" hilft wirklich. Ich hoffe nur, dass zu dem Zeitpunkt, wenn das Scheitern diese Ansatzes nicht mehr wegzudiskutieren ist, das Gebäude der Alten Post noch steht und dann die BI mit anderer Schwerpunktsetzung neuen Schwung entwickelt.

Ich finde der Erhalt des Gebäudes lohnt das Engagement vieler Mitbürger.

* Herr Neidel möchte ich von dieser Einschätzung ausnehmen - er ist zu jung dabei und seine ersten Aktivitäten deuten an, dass er das Pontential hat im Hauptamtlichenmagistrat gegen die "Damenriege" neue Akzente zu setzen.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 16:28 Uhr
Meine Abneigung gründet sich aus den Erfahrungen mit Samen Hahn, einem Gebäude das ach der Familie S. gehörte und trotz Denkmalschutz(wo war der) zugrunde gerichtet wurde. Damals gab die Stadt schon ein Beispiel von Untätigkeit das sich nun bei der Alten Post parallel und weiter gezeigt hat. Erst nachdem hier der Unwillen der Bevölkerung immer lauter wurde erfolgten Maßnahmen ,die aber m. E. keine Änderung im Verhalten der Besitzer zeitigten. Dort wird einfach ausgesessen.

Das Angebot von Herrn Eschke mit Dienstag werde ich nicht annehmen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade. Ist ein Ergebnis zu einem ähnlichen Thema der historischen Treppe am Bahnhof. Da wurden Bürger zu Beteiligung aufgefordert und was war ....!
Genau nichts. Erst jetzt Jahre später erfolgen Maßnahmen. Sieht aus wie in letzter Minute, denn die Substanz hat doch sehr gelitten.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 18:07 Uhr
Der Di ist eine nicht so häufig wiederkehrende Möglichkeit, alle Fragen zum Thema von den Fachleuten der Verwaltung beantwortet zu bekommen. Aber diese Chance kann man natürlich auslassen.... Das von der Stadt verfolgte Konzept bei der Alten Post ist nach meiner Einschätzung als Bauingenieur zielführend um das Denkmal langfristig zu erhalten. Diese Erkenntnis hat nichts mit "Schmusekurs" zu tun.
Wenn die Sanierung von Dach und Fassade erfolgt sein wird, ist erst einmal der der Bestand des Denkmals gesichert.

Wenn die 2-Mio.-Rechnung bei dem Eigentümer auf dem Tisch liegt, könnte durchaus dort ein Umdenken einsetzten. Daher werden wir als BI die Umsetzung des Konzeptes genau verfolgen und mit unseren Aktionen den "Eigentümern auf den Füßen stehen".
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 10.11.2017 um 20:37 Uhr
Ich denke leider auch dass die Stadt keinen Cent in die alte Post steckt, um es anschließend einzuklagen. Niemals.
Ich gehe sehr stark davon aus dass alle Stadtverordnete ebenso davon ausgehen, dass Herr Shoberei nicht zurück zahlen würde.
Wir alle kennen sein mangelndes Interesse Zeit oder Geld in das Gebäude zu stecken.
Das zu glauben halte ich in der Tat für sehr naiv. Herr Eschke, dann fragen Sie doch die OB genau das am Dienstag. Wir werden alle sehr gespannt lauschen.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 20:47 Uhr
In allen Gesprächen mit Magistratsmitgliedern und mit Herr Rauch von der Unteren Denkmalschutzbehörde wurde das immer wieder bekräftigt.... Und hier steht es auch:
https://www.giessen.de/Rathaus_und_Service/B%C3%BCrgerservice/FAQ_Alte_Post/#altepost9
Meine Auffassung hat also nix mit Naivität sondern mit dem gegeben Wort des Magistrats zu tun.
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 10.11.2017 um 21:34 Uhr
Wenn ich von Haus aus nicht schreckliche Abneigung gegen das Wetten als solches hätte, würde ich an dieser Stelle einen nicht unerheblichen Geldbeitrag investieren. Herr Eschke, am Dienstag werden Sie keine Zusage seitens der Stadt hören. Höchstens: wenn...dann könnte man....aber wir müssen erst warten...sind im Gespräch...bla bla.

Gießen ist unter dem Rettungsschirm . Solch ein " Risiko " wird Gießen nicht eingehen.
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 10.11.2017 um 21:35 Uhr
Der Magistrat kann !! Kein Wort geben!!
Christian Momberger
11.051
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 10.11.2017 um 22:47 Uhr
Also ich muss sagen, ich bin auch eher bei Martin Wagner als bei Ihnen Herr Eschke. Ich weiß, Sie kennen sich in der Gießener Verwaltung und auch der Politik aus, aber Skepsis ist schon angebracht, was am Ende rauskommt und wie schnell das alles geht und wie weit es wirklich zum Umdenken kommt. Aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben und vielleicht hilft es ja wirklich weiter.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.11.2017 um 15:22 Uhr
Seit ich die Machenschaften der Familie S beobachte hat sie nur einmal nachgegeben. Bei dem Projekt an der Südanlage. Da hat m. W. der damalige Stadtbaurat T. Rausch mit Erfolg mit Enteignung gedroht.
39
Nina Martens aus Allendorf (Lumda) schrieb am 11.11.2017 um 20:10 Uhr
Man kann enteignen- wenn man es denn möchte und sich traut. Da haben Sie vollkommen Recht, Herr Herold.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 11.11.2017 um 21:23 Uhr
Wer ist "man"? Nach welcher Rechtsgrundlage? Ich empfehle Ihnen das Studium des einschlägigen Rechts. Ich habe micht informiert. Dann bin ich gerne bereit, mit Ihnen weiter zu diskutieren
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.11.2017 um 22:07 Uhr
Das wäre Aufgabe der Stadtverwaltung gewesen. Gilt nicht "Eigentum verpflichtet" gilt sicher auch für die Familie S bzw. für den Eigentümer. Wie sieht es mit Denkmalschutz aus?
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 11.11.2017 um 22:11 Uhr
Herr Herold, einfach mal das Gesetz lesen und dann sich eine Meinung bilden...
Das ist auch nicht schlecht:
https://www.giessen.de/Rathaus_und_Service/B%C3%BCrgerservice/FAQ_Alte_Post/#altepost14
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.11.2017 um 01:26 Uhr
Grundgesetz Meinung
Peter Baier
9.981
Peter Baier aus Gießen schrieb am 13.11.2017 um 01:10 Uhr
Hallo Peter, zun Deinen Kommentar vom 11.11 15:23.Uhr.
Drohen mit einer Enteignung hätte an der Südanlage nichts gebracht.
Es wurde gedroht die Baugrube, an welcher lange Zeit nicht gearbeitet wurde, wieder zu verfüllen und es dem Eigentümer in Rechnung zu stellen.
Innerhalb kurze Zeit wurde das Grundstück verkauft und gebaut.
Nicole Freeman
9.160
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.11.2017 um 08:48 Uhr
ich denke auch, wenn das objekt geld kostet wird es von der ,,Investorfamilie,, verkauft. ich hoffe es. die kosten der zwangsmasnahme zur sicherung des gebäudes ist unter dem grundsatz eigentum verpflichtet beim eigentümer ein zu klagen. aufgrund des zustandes der stadtkasse wird dies auch geschehen.
man kann es sich nicht leisten noch mehr geschenke an diese Investoren zu richten. Sie sollten jetzt auch mal investieren!
Der kampf um den erhalt eines für giessen doch emotionsbehafteten gebäudes lohnt.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.11.2017 um 09:14 Uhr
Na ja, aber die Drohung hatt gewirkt. Aber bei der Alten Post? Ob da die In Rechnung stellen der getroffenen Maßnahmen was bewirkt?
Nicole Freeman
9.160
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.11.2017 um 09:23 Uhr
die kosten machen das objekt unbequem. dazu kommt, es wird noch länger dauern bis das baugrundstück in zentraler lage verkauft werden kann. die sanierung hilft dem haus zu überleben.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.11.2017 um 09:51 Uhr
.... beim Gelände Samen Hahn steht kein Gebäude mehr und trotzdem, trotz zentraler Lage passiert nichts. Ein Trauerspiel, eines Oberzentrums unwürdig.
Nicole Freeman
9.160
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 13.11.2017 um 10:12 Uhr
es muss vom besitzer neu bebaut werden. die geschichte samen hahn ist noch nicht zuende peter
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.11.2017 um 10:31 Uhr
... fragt sich nur wann. Ich dachte er hätte von der Stadt eine Auflage zu bauen :-(
Martina Lennartz
5.397
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 13.11.2017 um 16:49 Uhr
Wir werden morgen Abend sehen, was die OB und der Rest des Magistrats erzählen werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen Fragen zu stellen. Peter H, dann komm doch vorbei und frage sie alles selbst. Ich werde natürlich kommen und bin selbst sehr gespannt.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.11.2017 um 20:33 Uhr
Ich habe keine Zeit. Aber sicher erfahre ich es aus den Medien. Wie sagt D. Trump zu denen :-)
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 11:57 Uhr
Kurz zu Nina Martens aus Allendorf (Lumda) (Kommentar am 10.11.2017 um 20:37 Uhr) ...... "Ich denke leider auch, dass die Stadt keinen Cent in die alte Post steckt, um es anschließend einzuklagen. Niemals." .......

Nach den aktuellen Berichten der Lokalzeitungen von der Informationsveranstaltung vom 16.11. ist die Verwaltung bereit eine Summe von rund 25 Tsd. Euro für die Sicherung der Fassade (Montage von Stahlnetzen, damit keine Mitbürger auf dem Bürgersteig von herabstürzende Fassadensteine bzw. -teile erschlagen werden) in Form einer Ersatzmassnahme zu finanzieren. Laut Aussagen aus dem Kreis der Hauptamtlichen des Magistrats besteht schon länger rein rechtlich gesehen (das ist sehr wichtig, denn die Eigentümer haben sehr gute Anwälte und die nutzen jede kleine Rechtsunsicherheit ....) dazu berechtig. Dass erst (neueste Angabe zum Start der Massnahme: Montag den 4. Dez.) jetzt die Durchführung der Sicherung ansteht hätte damit zu tun, dass einerseits es schwer gewesen wäre eine Firma zu finden, welche die geforderten Netze vorrätig hätte und anderseits diese "Bau"vorhaben europaweit hätte ausgeschrieben werden müssen.

Ich persönlich habe was die Begründung betrifft so meine Bedenken. Die hatten einfach es schwer den Betrag aus derleeren Stadtkasse zusammen "zu kratzen". Ob die Stadt den Betrag bei den Eigentümer einklagen können - einmal davon abgesehen, dass das Monate wenn nicht Jahre dauert - bezweifele ich.

Frau Martens, ich will noch darauf hinweisen, dass es bei den 25 Tsd. Euro um die aktuelle Sicherheit geht. Die Sicherung des Gebäudes gegen den Verfall wurde in einem aktuellen Gutachten der Stadt mit cirka 1.9 Mill. Euro angegeben. Nach Ende eines zur zeit laufenden Rechtsweges könnte das auch von Seiten der Behörden im Rahmen von Ersatzmassnahmen erfolgen. Ich glaube nicht dran - solche Summen sind niemals in der Stadtkasse.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 12:00 Uhr
Samen Hahn lässt grüßen.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 14:20 Uhr
Leider ist schon der erste Absatz, Martin Wagner, substanzlos. Die Fassadenabsicherung ist durch das Bauordnungsamt beauftragt worden und wird ausgeführt werden. Herr Metz hat bei der Bürgerversammlung dargelegt, wie ein Beitreiben der Forderung möglich ist.

Nochmal, die Stadt selbst hat durch Ihre Dezernenten und die OB immer wieder erklären lassen, dass auch bei der Dach- und Fassadensanierung ggf. eine Ersatzvornahme erfolgen wird. Daher ist es gegenstandslos, über andere Abläufe zu spekulieren.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 14:30 Uhr
Man wird doch schon noch spekulieren dürfen und dies nach den Erfahrungen der Vergangenheit.
Peter Eschke
47
Peter Eschke aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 15:32 Uhr
Wenn man dabei Tatsachen ausblendet, ist das für mich unverständlich....
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 16:23 Uhr
Jeder macht sich seine Welt und ich will Ihnen die Hoffnungen nicht nehmen. Wird schon kommen wie es kommt.
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 20:33 Uhr
Herr Eschke, was ihr bzw. mein Vertrauen in das im Moment herrschende Personal im Giessener Rathaus betrifft, so werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zu einer auch annähernd gleiche Einschätzung kommen. Kleiner Tipp meinerseits: Lassen sie sich Herr Eschke die Zusagen aus dem Rathaus rund um die Alte Post schriftlich geben. Ich denke später werden sie dieses "schwarz auf weiss" bitter nötig haben.
Christian Momberger
11.051
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 21:36 Uhr
Also wir als BI müssen da sehr am Ball bleiben, denn auch wenn die Stadt es mehrfach öffentlich verkündet hat, etwas Skepsis habe ich schon noch, ob die Stadt wirklich die 1,9 Mio. vorschießt. Aber wenn der öffentliche Druck hoch genug ist, wird sie das schon irgendwie versuchen zu tun.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.11.2017 um 21:40 Uhr
Wo hat sie das Geld her? Und wie geht es dann weiter?
Martin Wagner
2.416
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 19.11.2017 um 11:59 Uhr
Peter H. - deine Frage vom 17.11. ("Wo hat sie das Geld her?") finde ich voll berechtigt.

Die Antwort ist nicht einfach, denn die momentan herrschende Clique im Rathaus versteht es gut den wahren Kassenstand nicht publik werden zu lassen.

Dabei hilft ihr das geltende Recht, denn der (Ehrenamtlichen)magistrat ist zur Geheimhaltung verpflichtet. Das Kontrollrecht des Parlamentes wird zwar gewahrt, aber kaum ein Stadtverordnete ist in der Lage (einmal davon abgesehen, ob er willig ist die jeweils über mehreren Hundert Seiten durchzuarbeiten) die Haushaltsentwürfe und Berichte (das sind übers Jahr mehrere ....) durchzuarbeiten. Im begrenzten Rahmen kann ich die Unwilligkeit bzw. das Unvermögen auch nachvollziehen. Die wirklich "brenzligen" Zahlen sind in der Regel sehr gut versteckt und die sind deswegen nur mit großem Arbeitsaufwand zu finden.

Was allseits bekannt ist, ist die Tatsache, dass - im Gegensatz zu einigen Kommunen in der unmittelbaren Nachbarschaft - die Stadt in der Vergangenheit so schlecht gehaushaltet hat, dass sie in den Rettungsschirm rein musst (und nicht die Wahl dazu hatte) und dass sie Schwierigkeiten hat vor dem Zeitpunkt der neuen Gesetzeslage (ab 2021 gilt die Schuldenbremse der revidierten hessischen Verfassung) den Schirm wieder zu verlassen. (In dieser Zwischenzeit hat die Kommune die Macht eigene Schwerpunkte zu setzen. Dessen Spielraum liegt irgendwo zwischen 5 und 10 Prozent des Gesamthaushaltes - die "restlichen" Prozente werden für "Festgeschriebenes" ** gebraucht )

Zwar steht vor irgendwelchen Wahlen in der Lokalzeitung, dass Giessen das demnächst schafft, ich persönlich habe aber da meine Bedenken.

Warum schreibe ich das so ausführlich, weil nur bei einem Zustand "frei von dem Kuratel des Schirmes (Aufpasser bzw. Kommisar ist der RP)" es denkbar ist, dass die Summe von 1,9 Milionen Euro bereit gestellt werden kann. Schlaumeier sagen dann, dass ist doch dann nur eine vorüber gehende Verpflichtung, das ist doch eine Ersatzvornahme, das Geld kommt doch durch eine Klage gegen die Eigentümerfamilie wieder rein.* Die Stadt braucht doch nur einen kurzfristigen zusätzlichen Kredit aufnehmen. Prima gedacht, aber die Realität sieht anders aus: die Stadt ist so stark verschuldet, der RP (laut Rettungsschirm die Aufsichtsbehörde) dürfte diese Kreditaufnahme meiner Einschätzung nach nicht genehmigen.

Ich wiederhole mich, ich gebe überhaupt nichts auf die öffentlichen Aussagen des jetzigen Hauptamtlichenmagistrats. Wenn es "nichts wird", dann finden die immer eine Ausrede. Ist halt bei denen so, aber dann sind wieder viele Monate der Nichtabsicherung des denkmalgeschützten Gebäudes ohne Sicherungsmassnahmen verstrichen.

* Einmal davon abgesehen, dass ich bei der besagten Eigentümerfamilie davon ausgehe, dass die die Zahlung durch langwierige Gerichtsprozesse versuchen werden abzuwenden.

** Z.B. Gehälter aller Art, Unterhaltskosten für eigene Gebäude und solche Dinge, aber auch Investitionen, welche über mehrere Jahre festgelegt wurden ....
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 19.11.2017 um 12:11 Uhr
Uns Haus- und Grundbesitzer haben sie bereits kräftig zu Zahlungen über Erhöhung der Grundsteuer B gebeten. Durch diese Maßnahme sind die Nebenkosten für.die Mieter gestiegen.
Peter Baier
9.981
Peter Baier aus Gießen schrieb am 24.11.2017 um 22:57 Uhr
Peter H, Deine Aussage es wird sich nichts ändern kann ich nicht nachvollziehen.
Obwohl wir nicht wussten ob wir den den Schwanenteich retten können hat die BI, mit Erfolg, darum gekämpft.
Wenn jeder so Denkt "es ändert sich eh nichts" und nichts macht dann wird sich auch nichts ändern.
Ich bin noch nicht so alt um mich damit zufrieden zu geben.
Für den Samen-Hahn ist die Geschichte gelaufen aber für die Alte Post noch nicht.
Ich glaube nicht das die Stadt noch einmal so untätig zuschaut bei der Alten Post.
Eigentum verpflichtet alles schön und gut aber auch Eigentum ist geschützt.
Enteignung und so geht nicht so einfach.
Zum Samen-Hahn:
Hier hat die Stadt eindeutig versagt, was sie auch nicht mehr gut machen kann.
2012 hat uns die Stadt, meiner Meinung nach, ein so schönes Theaterstück vorgespielt.
Das hätte man auch in der Alten Oper in Frankfurt aufführen können.

Um die Alte Post zu retten muss dieses Thema ständig präsent sein und bleiben.
Fazit: Die Zeiten von "es ändert sich nichts" sind vorbei.
Christian Momberger
11.051
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 24.11.2017 um 22:59 Uhr
Sehr gut Peter B. Mag Dir da nur zustimmen.
H. Peter Herold
26.835
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.11.2017 um 23:51 Uhr
Wir werden sehen.
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