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Herzlicher Applaus zur Musikalischen Andacht in St. Thomas Morus

von Jakob Handrackam 30.10.20171211 mal gelesen1 Kommentar
Mit viel Spielfreude: das Kammerensemble des Musikfördervereins Gießen e.V.
Mit viel Spielfreude: das Kammerensemble des Musikfördervereins Gießen e.V.
Gießen | Am vergangenen Sonntag fand in der St. Thomas Morus Kirche in Gießen eine Musikalische Andacht statt. Durch die Andacht führte Frau Dr. Birgitta Meinhardt, stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende. Musikalisch wurde sie begleitet vom Kammerensemble des Musikfördervereins Gießen e.V. unter Leitung von Frau Burga Seidel-Ulrich. Als Solisten spielten Annerose Peil und Karen Spenler (Flöte), Rainer Sykora (Violine) und Jakob Handrack (Orgel).
Jakob Handrack, seit zehn Jahren Organist von St. Thomas Morus, eröffnete die musikalische Andacht mit einer Improvisation über den Introitus zur Vesper, dem liturgischen Abendgebet der Kirche. Die anschließende Rezitation aus Psalm 46 „Gott ist uns Zuflucht und Stärke“ sowie die dazugehörige Lesung atmeten den Geist des 500jährigen Reformationsjubiläums, das in diesem Jahr gefeiert wurde. Schon Martin Luther und Johann Sebastian Bach inspirierte dieser Psalm zu ihren Chorälen und Kantaten.
Als erstes von zwei Konzerten folgte das vierte aus den Brandenburgischen Konzerten von Johann Sebastian Bach (1685-1750) in G-Dur, BWV 1049. Den fünfzehn Musikerinnen und Musiker, die sich alle 14 Tage zu gemeinsamen Proben in der St. Thomas Morus Kirche treffen, merkte man die Freude am gemeinsamen Musizieren an. Burga Seidel-Ulrich führte das Orchester straff durch das Werk und sicher zum Finale des dritten Satzes.
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Sykora (1)St. Thomas Morus (64)Spenler (1)Seidel-Ulrich (3)Peil (1)Orchester (49)Musik (974)Konzert (810)Kirche (725)Kammermusik (10)Händel (4)Handrack (25)Förderverein (143)Bach (70)Andacht (10)
Nach der Lesung durch Dr. Birgitta Meinhardt hörte das Publikum das Orgelkonzert in F-Dur, op. 4 Nr. 4 von Georg Friedrich Händel (1685-1759). Der Umstand, dass die Orgel in der St. Thomas Morus Kirche nicht wie sonst üblich auf einer Empore steht, sondern im Chorraum, ermöglichte eine enge und direkte Abstimmung mit dem Orchester. Die Orgelkonzerte Händels können mithin als Repräsentanten ihrer Gattung verstanden werden. Ihre Popularität zeigt sich schlicht darin, dass sie allein bis 1770 nicht weniger als mindestens 13 mal neu aufgelegt wurden. Ihre eigentliche Bedeutung verdanken sie jedoch dem Niedergang der italienischen „Opera seria“ seit 1732 und der zunehmenden Beliebtheit des Händelschen Oratoriums. Hier fanden die Orgelkonzerte ihren Platz als Zwischenaktmusiken und boten dem Organisten Händel die Möglichkeit sich solistisch herauszustellen, quasi als direktes Pendant zu den gefeierten Arien der Kastraten.
Zum Ausklang der Andacht erklang als gemeinsames Schlusslied anlässlich der Verehrung des Marienmonats Oktober der Innsbrucker Choral „Maria, breit den Mantel aus“ von 1640.
Das Publikum der gut besuchten Andacht bedankte sich mit einem herzlichen Applaus. Mit der großzügigen Kollekte am Ausgang konnte die Unterhaltung und Renovierung des pfarrei-eigenen Klaviers unterstützt werden.

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Kommentare zum Beitrag

Birgitta Dr.phil.  Meinhardt
408
Birgitta Dr.phil. Meinhardt aus Gießen schrieb am 31.10.2017 um 19:21 Uhr
Hallo Jakob, das ist ein toller Beitrag über einen wunderbaren Nachmittag.
Viele Grüße
Birgitta
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von:  Jakob Handrack

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Interessensgebiet: Gießen
Jakob Handrack
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