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Ein Glaube. Eine Liebe. Eine Ehe

Gießen | Schon wieder ein Theaterstück zum Thema Martin Luther? Das könnte man zu Recht fragen im Lutherjahr 2017. Trotzdem kamen zahlreiche Besucher in die Evangelische Kirche nach Pohlheim-Hausen, denn sie wollten ihren ehemaligen Pfarrer Heinrich Meissner und seine Frau Heike in den Hauptrollen des Stückes „Ein Glaube. Eine Liebe: Eine Ehe“ von Bärbel Vienna-Garn erleben. Viel wurde in diesem Jahr schon über den Reformator und Theologen Martin Luther geschrieben, aber wer kennt ihn als Ehemann, als Vater, als Verfasser von Liebesbriefen? Diese Seite Luthers konnte man an diesem Abend kennen lernen. Wie lernten sich Martin Luther und Katharina von Bora, die entlaufene Nonne kennen und lieben? Wie beeindruckte und beeinflusste sie ihn und seine Schriften? Sie galt als tatkräftige und umsichtige Hausfrau, als fürsorgliche Mutter. Die Zuschauer sahen verschiedene Szenen ihrer Ehe, Briefe wurden vorgelesen. Im Drama der Theaterpädagogin Bärbel Vienna Garn, die die Bergbühne Wallmerod leitet, steht das Alltagsleben der Eheleute Luther im Mittelpunkt, geprägt von ihrem Glauben. Den Anfang macht eine kurze Rückblende, Katharina wird als Novizin bei den Zisterzienserinnen eingeführt. Darauf folgt das erste Gespräch zwischen ihr und Luther im Hause Lucas Cranachs, die Eheschließung der beiden, die Gründung einer Familie (Geburt und Tod einiger Kinder). Eine menschlich sehr berührende Episode zeigt das Kapitel um Katharinas Eifersucht gegenüber Lorichia von Dalberg. Am Ende steht der Tod Luthers, der Katharina in tiefer Verzweiflung zurück lässt. Martin war mehr als ihr Mann, er war ihr ganzes Leben. Mal laut und zornig, mal leise und sanft, so nehmen die Schauspieler die Zuschauer unterhaltsam und lehrreich mit auf eine Reise in die Vergangenheit, die alle begeistert und schließlich mit Applaus nicht sparen lässt.

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.292
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 22.10.2017 um 20:21 Uhr
Was schreibt denn ein Mensch in einem Liebesbrief der den Tot der Frau im Kindbett als ihre höchste Bestimmung bezeichnet?
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von:  Thekla Schulz-Nigmann

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Thekla Schulz-Nigmann
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