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Demo fur eine moderne Forschung ohne Tierleid in Gießen

Gießen | Am 28.10.17 wird die Tierrechtsgruppe Gießen, mit Unterstützung weiterer Organisationen, erneut gegen die Tierversuche der Justus-Liebig-Universität demonstrieren. Die Organisator_innen wollen mit einer groß angelegten Kundgebung und einem Demonstrationszug über Tierversuche informieren und über weit verbreitete Fehlinformationen zu diesem Thema aufklären. Als Gastrednerin wird Dr. Corina Gericke, stellvertretende Geschaftsführerin der Ärzte gegen Tierversuche und ehemalige Studentin der Justus-Liebig-Universität, auf zahlreiche tierfreie Forschungsmethoden eingehen. Zudem erlautert sie die Kritik an dem von der Universität kurzlich eröffneten 3R-Zentrum. Neben weiteren Redebeiträgen und Vorführungen, bieten die Veranstalter_innen allen Interessierten die Möglichkeit, innerhalb eines öffentlichen Dialogs Fragen zu dem Thema zu stellen.

Jährlich sterben tausende Tiere an der Justus-Liebig-Universität im Namen der Forschung und Lehre. Unter den Versuchstieren finden sich Hunde, Katzen, Mäuse, Ratten, Schwäne und viele weitere Tierarten. Die Tierrechtsgruppe Gießen vertritt primär eine ethisch motivierte Kritik
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am Tierversuch. Darüber hinaus betont sie, dass es sich um eine Versuchsmethode handelt, deren wissenschaftliche Grundlage niemals überpruft wurde. Erst im vergangenen Mai übergaben die Tierrechtler_innen den Verantwortlichen der Hochschule eine Petition mit über 5.000 Unterschriften, mit der sich Einwohner_innen Gießens sowie Studierende fur ein sofortiges Ende der Tierversuche an der Universität aussprachen. Mehrfach lud die Tierrechtsgruppe die Verantwortlichen der Justus-Liebig-Universität zu einer offenen Podiumsdiskussion ein, eine Antwort blieb bisher jedoch wiederholt aus. „Es ist sehr schade, dass die Universität einer offenen Diskussion aus dem Weg geht“, sagt Maria Klein, Mitglied der Tierrechtsgruppe Gießen und fügt hinzu: „Dass sie sich bislang nicht zu einem offenen und sachlichen Diskurs bereit erklärt hat, stößt bei Studierenden,
Bürgerinnen und Bürgern auf Unverständnis und steht dem Credo einer wissenschaftlichen Einrichtung entgegen.“

Des Weiteren möchten die Organisator_innen über das erst kürzlich eröffnete 3R- Zentrum der Universität aufklären. Die drei „R“ stehen fur Replace, Reduce und Refine, also das Ersetzen, Reduzieren und „Verfeinern“ der Tierversuche. „Das Augenmerk der Universität liegt dabei auf dem Reduzieren und dem Verfeinern“, erklärt Maria Klein, „3R ist also keine prinzipielle Abkehr vom Tierversuch. Es findet weder eine Auseinandersetzung mit der Misserfolgsgeschichte der Tierversuche statt, noch mit deren mangelnden wissenschaftlichen Grundlagen.“

Die Kundgebung findet ab 11 Uhr in der Löwengasse/Ecke Seltersweg statt. Der Demonstrationszug startet dort um 13 Uhr.

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.450
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 16.10.2017 um 21:59 Uhr
Sind denn die Initiatoren auch bereit auf sämtliche medizinischen Kenntnisse bei der Behandlung eigener Krankheiten zu verzichten die auf Tierversuchen beasieren?
Peter Steiner
17
Peter Steiner aus Gießen schrieb am 02.11.2017 um 17:13 Uhr
Da die tiermisshandelnde Forschung nicht von einer Tierart auf die andere übertragbar ist und somit auch nicht auf Menschen, sterben jedes Jahr allein in Deutschland schätzungsweise 58.000 Menschen an den Folgen tierversuchserprobter Medikamente.
Hallo Lieber Leser
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von:  Christian Lachmann

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Interessensgebiet: Gießen
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