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Premiere am 23. September: WILLKOMMEN regt Diskussion über Toleranzgrenzen an

Intendantin Cathérine Miville (3. Reihe, Mitte) und die ganze Besetzung freuen sich auf die Premiere von WILLKOMMEN.
Intendantin Cathérine Miville (3. Reihe, Mitte) und die ganze Besetzung freuen sich auf die Premiere von WILLKOMMEN.
Gießen | Das Stadttheater Gießen lädt zur zweiten Schauspielpremiere der Spielzeit am Samstag, den 23. September um 19.30 Uhr im Großen Haus ein. Präsentiert wird die Komödie „Willkommen“ von dem Autorenduo Lutz Hübner und Sarah Nemitz in der Inszenierung der Intendantin und Regisseurin Cathérine Miville und Dramaturgin Monika Kosik.
Dieses Theaterstück beschäftigt sich auf humorvolle Weise mit der Frage der Willkommenskultur in unserer Gesellschaft.
Die Ausgangssituation ist ein Gespräch unter den fünf Mitbewohnern einer wohlhabenden Gießener WG nach ihrem monatlichen gemeinsamen Abendessen an einem Sommerabend auf dem Hinterhof des Hauses (Bühnenbild von Lukas Noll). Anglistikdozent Benny (Christian Fries, Gastschauspieler) kündigt den Mitbewohnern an, dass er für ein Jahr nach New York zieht und in diesem Zeitraum sein Zimmer gerne Flüchtlingen zur Verfügung stellen möchte. Das wird zum Anlass für eine animierte Diskussion, in der jede Figur ganz unterschiedlich reagiert. So ist der pragmatische Bankkaufmann Jonas (Karsten Morschett, Gastschauspieler), der seine Ruhe nach der Arbeit will, gegen einen Flüchtling als
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WG-Mitbewohner, während die Fotografin und Hauptmieterin Sophie (Paula Schrötter, neues Ensemblemitglied) begeistert ist. Strikt dagegen ist aber auch Doro (Ewa Rataj), die schon lange in der WG lebt. Die Sozialpädagogikstudentin Anna (Lotta Hackbeil, neues Ensemblemitglied) hätte gerne das Zimmer für ihren türkischstämmigen Freund Achmed (Stephan Hirschpointner, neues Ensemblemitglied), von dem sie schwanger ist. Das Gespräch wird noch lebhafter, wenn Achmed persönlich in die WG vorbeikommt und dazu noch für das Thema der Menschen mit Migrationshintergrund stellvertretend steht.
In „Willkommen“ gibt es keine positiven und negativen Figuren und keine endgültigen Antworten. In dieser Komödie ergibt sich die Komik aus der Hilflosigkeit der Figuren und aus ihrem Versuch, sich zu positionieren.
Die sechs Personen sind in verschiedener Weise miteinander verbunden. Sie sind oft alle gleichzeitig auf der Bühne. Deswegen sind die Schauspieler in diesem Stück noch mehr in den eigenen Rollen involviert. Sie sind keine Milieukarikaturen, sondern authentische Figuren, die man im Alltag trifft.
Das kommt auch durch die Kostüme von Teresa Rinn heraus, die diese Menschen als ganz normale Personen zu Hause nach Feierabend gekleidet hat.
Auch die Zuschauer werden sich Fragen stellen: Wie nah dürfen die Flüchtlinge laut unserer Willkommenskultur kommen? Wo liegt unsere Toleranzgrenze?

Weitere Vorstellungen dieses amüsanten Theaterstücks, das sich mit einem wichtigen aktuellen Thema auseinandersetzt, finden am 6., 20. Oktober, 10. November, 3., 30. Dezember 2017, sowie am 27. Januar und 16. März 2018 jeweils 19.30 Uhr und am 22. April 2018 um 15 Uhr statt.

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von:  Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion

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