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Fluthilfe aus Mittelhessen - Bangladesch-Organisation NETZ unterstützt Wiederaufbau

Foto: Aftab Hossain, GUK / NETZ Bangladesch
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Gießen | Heftige Monsunregenfälle haben ein Drittel von Bangladesch überschwemmt. Laut Angaben des dortigen Ministeriums für Katastrophenschutz ist es die schwerste Flut seit 40 Jahren. Ununterbrochen treffen Berichte und Bilder aus dem Überschwemmungsgebiet in der Geschäftsstelle von NETZ ein. Der bundesweit organisierte Bangladesch-Verein mit Sitz in Wetzlar ist mit seinem Team vor Ort und unterstützt Kleinbauern beim Wiederaufbau.

„In hunderten Dörfern stand das Wasser ein Meter hoch in den Häusern und Hütten“, fasst NETZ-Geschäftsführer Peter Dietzel die Situation zusammen, „inzwischen sind die Wasserpegel zurückgegangen. Doch auf einer Fläche zweieinhalb Mal so groß wie das Saarland ist die Ernte beschädigt“. Zugleich ist er beeindruckt vom Willen der Menschen, die Situation zu meistern: „In den Dörfern, in denen wir seit vielen Jahren Entwicklungsarbeit leisten, funktioniert die Selbsthilfe“. Die Menschen seien in Katastrophenvorsorge geschult. „Sie brachten Dorfbewohner, welche durch die Fluten eingeschlossen waren, mit Booten in Sicherheit“, gibt er Berichte aus dem Überschwemmungsgebiet wieder. Schulen, die
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mit Unterstützung von NETZ gebaut wurden, dienten als Notunterkünfte. Denn die Aufschüttung des Terrains zum Schutz vor Hochwasser sei stets Bestandteil der Baumaßnahmen. Besonders begeistert ist Dietzel von der Eigeninitiative der Frauen im Norden des Landes: „In den vergangen zehn Jahren haben wir dort 50000 Frauen unterstützt, Hunger und Armut zu überwinden. Mit ihren Selbsthilfe-Organisationen verteilen sie selbst jetzt Reis, Linsen, Kartoffeln und Medikamente gegen Durchfall an tausende Menschen in Nachbardörfern, aus eigenen Ersparnisse.“ Es ist das erste Mal seit der Gründung von NETZ 1989, dass der Verein keine Lebensmittel während einer Naturkatastrophe in Bangladesch verteilt. „Menschen, die vor wenigen Jahren noch zu den Ärmsten gehört haben, tun dies jetzt selbst“, bringt Dietzel seine neue Erfahrung auf den Punkt.

Doch in anderen Regionen, in denen die Bangladesch-Organisation bislang nicht tätig ist, sei Hilfe dringend nötig. „Deshalb werden wir in neuen Dörfern, die von der Flut besonders betroffen sind, rasch mit unserem Projekt ‚Ein Leben lang genug Reis‘ starten“, stellt der Geschäftsführer die Wiederaufbauhilfe vor. Familien, die zu den ärmsten gehören, erhalten Startkapital wie Kühe, Ziegen oder Saatgut. Dadurch können sie sich eigenes Einkommen erwirtschaften. Die Frauen nehmen an Schulungen teil und werden eigene Selbsthilfe-Organisationen in ihren Dörfern gründen. Katastrophenvorsorge ist Bestandteil des Projekts. „Die Menschen wollen ihre Existenzgrundlage aus eigener Kraft wieder aufbauen“, weiß Dietzel, der seit über 35 Jahren regelmäßig in Bangladesch ist, und fügt an: „Für jede Spende, mit der wir die Menschen jetzt unterstützen können, sind wir dankbar“.

Weitere Informationen gibt es auf www.bangladesch.org

Spendenkonto
IBAN: DE82 513 900 0000 0000 6262
NETZ e.V. Bangladesch
Volksbank Mittelhessen

Das „Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen“ hat NETZ das Spenden-Siegel verliehen. Es steht für einen sorgsamen Umgang mit Spenden.

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von:  Florian Albrecht

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