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Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidaten zum Antikriegstag

Gießen | Am Antikriegstag, dem 1.9.2017, folgten über 80 Interessierte der Einladung des Gießener Friedensnetzwerks zu der Podiumsveranstaltung mit den Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017 in den Saal der Evangelischen Studierenden Gemeinde in die Henselstraße in Gießen.

Angelika Körner (Friedensnetzwerk) begrüßte die Anwesenden und dankte allen Organisatoren. Durch die sehr interessante Diskussion führte Martina Lennartz, die mit Sanduhren und Stoppuhr ausgerüstet, jedem Kandidaten die Gelegenheit verschaffte, sich zum Thema „Krieg und Frieden“ kurz und knapp zu äußern.

Anwesend waren: Ali Al-Dailami (Die Linke), Eva Goldbach (Bündnis 90/Die Grünen), Matthias Körner (SPD), Wanja Lange (MLPD& int. Bündnis), Henning Mächerle (DKP), Dr. Gerhard Noeske (CDU) und Diego Semmler (FW).

Jeder Kandidat hatte vorher einen Fragebogen zu den Themen: Einsatz der Bundeswehr, Rüstungsexporte, zivile Konfliktberatung, Atomwaffen, Militärhaushalt, Entwicklungspolitik und Europäischer Friedenspolitik erhalten. Aus den Antworten waren weiterführende Fragen formuliert worden.

Zunächst ging es um die Gründe für Kriege
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auf dieser Welt. Die Linksplatzierten traten alle gegen Kriege auf und nannten ökonomische und geostrategische Gründe. Henning Mächerle erklärte, dass Kriege immer Klassenkriege sind und es sich um Klassenauseinandersetzungen handelt. Es gehe um Rohstoffe, Erschließung neuer Märkte und politischen Einfluss, was die Ungleichheit verstärke. Auch Wanja Lange argumentierte ähnlich und ergänzte, dass die antiimperialistische Einheitsfront das Ziel sei. Ali Al Dailami sagte, dass die Mächtigen sich etablieren wollen, Ressourcen und neue Märkte erkämpft werden. Um all das zu vereinfachen, versuche man aktuell wieder die Menschen zu spalten, damit es weniger Widerstand gibt. Eva Goldbach, Matthias Körner, Diego Semmler und auch Dr. Gerhard Noeske machten andere Staaten verantwortlich und waren sich einig, dass es manchmal keine andere Lösung gebe, wenn man den Ländern helfen wolle (Goldbach). Übersehen oder nicht genannt wurde, dass die BRD dritt größter Waffenexporteur ist und der Militärhaushalt auf 2% des Bruttosozialprodukts aufgestockt werden soll (Noeske), weil das Material defekt sei und man technisch mithalten müsse (Semmler). Da müsse man auch hinnehmen, dass die Bundeswehr in den Schulen Werbung mache, obwohl sich bereits über 1000 Minderjährige verpflichtet haben, denn an den Schulen könne man das im dortigen Kontext auch mit den Eltern klären. (Körner)

 
 
 
 
 
 

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von:  Martina Lennartz

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