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„Summa, es ist faul Ding – Denn sie wissen nicht, was sie lallen“

Das hebräische Tetragramm steht für den Gottesnamen, der über 7.000mal im Urtext der Bibel vorkommt. Dieses kann man auch auf einer Thorarolle im Heuson-Museum in Büdingen sehen.
Das hebräische Tetragramm steht für den Gottesnamen, der über 7.000mal im Urtext der Bibel vorkommt. Dieses kann man auch auf einer Thorarolle im Heuson-Museum in Büdingen sehen.
Gießen | -Was Dr. Martin Luther über den Gottesnamen schrieb-

Im Hinblick auf das Lutherjahr und die bevorstehenden Feierlichkeiten zum 500jährigen Jubiläum am 31. Oktober 2017 wurden schon zahlreiche Publikationen zum Wirken Martin Luthers herausgebracht. Die umfangreichste Veröffentlichung ist die revidierte Übersetzung der Luther-Bibel. Weniger bekannt ist, wie Dr. Martin Luther über den Gottesnamen dachte. Dieser erscheint über 7.000mal im Urtext der Bibel und ist als Tetragramm oder Tetragrammaton bekannt.

Die Buchstaben JHWH stehen für den göttlichen Namen, der als Jahwe oder Jehova wiedergegeben wird. Da die Juden nur Konsonanten aber keine Vokale schrieben, weiß man nicht genau, wie die Juden den Gottesnamen ausgesprochen haben und welche Ausdrucksform die richtige ist. Die Form von Jehova ist bereits seit dem Jahre 1278 bekannt und wurde von dem römischen Mönch Raymund Martini in dem Werk „Pugio Fidei“ (Dolch des Glaubens) benutzt. Zuerst in der Form von Yehoua, später als Jehova. Auch Dr. Martin Luther kannte den Gottesnamen. In der revidier-ten Luther-Bibel von 2017 heißt es in einer Fußnote zu 2. Mose, Kapitel 3, Vers 20: „Im Hebräischen steht hier der Gottesname JHWH.“

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Tetragrammaton (2)Tetragramm (3)Martin Luther (5)Büdinger Schloß (1)
Im Jahre 1526 sagte er in einer Predigt über Jeremia 23, Vers 1 bis 8: „Es hat die hebräische Sprache fast bei zehn Namen, damit sie GOTT nennt, unter welchen ihrer viel sind, damit sie GOTT von seinen Werken nennt. Aber dieser Name „Jehova“, „HErr“, bedeutet allein Gott, wie er ist in seinem göttlichen Wesen. Diesen Unterschied können wir in unserer Sprache nicht halten; wir Deutschen heißen’s alles Herr, und können das Wort „Herr“ nicht zwingen, dass es GOTT allein heiße; denn wir heißen einen Fürsten Herr, einen Hausvater heißt man auch einen Herrn; ist uns Deutschen fast gemein…Die andern Namen im Hebräischen werden nicht allein GOTT zugeschrieben, sondern (werden) auch zu (andern) Leuten gesagt; aber dieser Name „Jehova“, „HErr“, gehört allein dem wahren Gott….Aber dies Wort „Jehova“, wirst du nirgend finden einem andern, denn der göttlichen Majestät alleine zugeeignet“.
Im Jahre 1543 schrieb Luther in seiner charakteristischen Offenheit über die Juden:
„Daß sie nun vorgeben, der Name Jehovah solle unaussprechlich sein, wissen sie nicht, was sie lallen; meinen sie die Buchstaben, so kann’s nicht wahr sein, denn er heißt Jehovah. Und so kann er mit Federn
Ein Wandteller im Büdinger Schloß enthielt den Gottesnamen in Form des Tetragramms.
Ein Wandteller im Büdinger Schloß enthielt den Gottesnamen in Form des Tetragramms.
und Tinte geschrieben werden, warum sollte er nicht auch mit dem Munde, der viel besser denn Federn und Tinte geschrie-ben ist, genannt werden? Oder warum heißen sie ihn nicht auch unschreiblich, unleserlich, undenkerlich? Summa, es ist faul Ding.“
Schade, dass Luther trotz seines Wissens die Sache in seiner Bibelübersetzung nicht in Ordnung gebracht hat.
Auch in Büdingen und Umgebung gibt es Zeugnisse für den Gottesnamen. So kann man diesen auf einer Thorarolle in Form des Tetragrammatons im Heuson-Museum sehen. Auch im Büdinger Schloß gab es jahrelang ein Relikt, das den Gottesnamen in Form von Jehova enthielt. Leider wurde dieses vorsätzlich aus der Wand gebrochen und dann gestohlen. Im Kaisersaal im Romanischen Haus von Gelnhausen gibt es zwei Bilder mit dem Tetragrammaton und dem Namen Jehova, ebenfalls auf einer Grabplatte in der evangelischen Kirche in Friedberg-Fauerbach. In einer Publikation „Ueber die Glocken von Friedberg und Bad=Nauheim und Ockstadt“ von Prof. Dr. Karl Schmidt, erschienen im Jahre 1930 in der Bindernagelschen Buchhandlung, heißt es über die Inschrift der ersten Sonntagsglocke, auch Predigtglocke genannt: „Jehova wird in denen all, die hören werden meinen schal, das sie laufen an den ort, wo man höret gottes wort, alda zu wirken in der zeit, was sie bringt zur seligkeit“.

Das hebräische Tetragramm steht für den Gottesnamen, der über 7.000mal im Urtext der Bibel vorkommt. Dieses kann man auch auf einer Thorarolle im Heuson-Museum in Büdingen sehen.
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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
8.033
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 11.08.2017 um 08:52 Uhr
war der bericht nicht schonmal drin?
Nicole Freeman
8.033
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 11.08.2017 um 08:52 Uhr
war der bericht nicht schonmal drin?
Günther Labuda
27
Günther Labuda aus Laubach schrieb am 11.08.2017 um 13:56 Uhr
Es ist schade, dass man unserem Gott den Namen JEHOVAH nicht gönnt. Jeder Mensch hat einen Namen. Selbst unsere Haustiere werden mit Namen gerufen. Warum sollte Gott keinen Namen haben?
Florian Schmidt
4.121
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.08.2017 um 14:49 Uhr
Welchen Namen hat denn die Zahnfee?
Kurt Wirth
1.340
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 11.08.2017 um 18:55 Uhr
Also: Die Juden schreiben im Hebräischen grundsätzlich keine Vokale. Daher weiß man nicht, wie Jahwe eigentlich gesprochen wird. Aber bei allen anderen Worten im Hebräischen, die auch ohne Vokale geschrieben werden, weiß man das? Da werde ich nicht schlau. Die Juden sprechen doch, seit sie dieses Wort schreiben, von Gott. Es gab doch nie eine Lücke in der Anwendung der jüdischen Sprache. Nicht mal nach Auschwitz. man braucht doch nur einen gläubigen Juden zu fragen, wie das gesprochen wird. Mag sein, daß Luther sich zu fein dazu war.
Florian Schmidt
4.121
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.08.2017 um 19:27 Uhr
Ginge es nach Luther sollte es keine Juden mehr geben.
Günther Labuda
27
Günther Labuda aus Laubach schrieb am 11.08.2017 um 19:49 Uhr
Hallo Florian,
die Zahnfee und der Klapperstorch haben noch keine Namen. Schlage doch welche vor!
Gruß Günther
Florian Schmidt
4.121
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 11.08.2017 um 20:29 Uhr
Ich werde meine Energie nicht darauf verschwenden die infantilen Realitätsalternativen die man Kindern einredet noch zu benennen.
Nicole Freeman
8.033
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 11.08.2017 um 20:50 Uhr
wer sagt denn das ich ihm den namen nicht gönne? ich habe festgestellt das mir der bericht bekannt vorkommt.
Rainer Arnheiter
41
Rainer Arnheiter aus Gießen schrieb am 11.08.2017 um 21:43 Uhr
Wahrlich - eine Fleißarbeit...
Bliebe jetzt allenfalls die Frage: Wem soll das Ganze nutzen?
;-)
Bernd Zeun
10.223
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 11.08.2017 um 22:40 Uhr
JaH WeH m? ;-)
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Hans-Joachim Schalies

von:  Hans-Joachim Schalies

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