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Kooperationsprojekt „Bewegung macht stark“ zwischen TV 1860 Lich und Alba Berlin – Landrätin Schneider übernimmt Schirmherrschaft

Stellen das Kooperationsprojekt von TV 1860 Lich und Alba Berlin vor (v.l.): David Lauer, Anita Schneider, Annette Gümbel, Paul Gänger und Henning Harnisch. Bild: Landkreis Gießen
Stellen das Kooperationsprojekt von TV 1860 Lich und Alba Berlin vor (v.l.): David Lauer, Anita Schneider, Annette Gümbel, Paul Gänger und Henning Harnisch. Bild: Landkreis Gießen
Gießen | Von den Großen lernen: Das gilt nicht nur im Basketballsport, sondern auch für Vereine. Der TV 1860 Lich wird ab August zum kommenden Schuljahr in der Erich-Kästner-Schule und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich sowie in den Licher Kindergärten, die mitmachen möchten, das Projekt „Bewegung macht stark“ in Kooperation mit Alba Berlin starten. Ziel ist es, Kinder von klein auf Zugang zum Sport zu ermöglichen. Federführend dahinter stehen Annette Gümbel (Abteilungsleiterin beim TV 1860 Lich) und der frühere Nationalspieler Henning Harnisch (Vizepräsident Alba Berlin). Als Schirmherrin begrüßte Landrätin Anita Schneider die Beteiligten, um das Projekt vorzustellen.

„Wer in frühen Jahren mit dem Sport beginnt, kommt davon auch nicht mehr so leicht weg“, erklärt Landrätin Schneider, selbst seit ihrer Kindheit sportlich aktiv. „Schön ist es, wenn der Einstieg in den Sport bereits im Kindergarten und der Schule beginnt und hierdurch eine besondere Zusammenarbeit zwischen Schule und Vereinen wächst.“ Zumal auch soziales Verhalten durch den Sport eingeübt werde. „So beeinflusst der Sport auch die Persönlichkeitsentwicklung positiv“. Genau darum dreht sich auch die Idee hinter „Bewegung dreht stark“, die von Annette Gümbel, Henning Harnisch sowie Jugendtrainer David Lauer und FSJ-ler Paul Gänger vorgestellt wird.

Der Verein engagiert sich demnach als Partner in Schulen und Kindertagesstätten. Einmal wöchentlich wird in kleinen Gruppen Sport getrieben. Das soll die Lust an der Bewegung fördern und bestenfalls Lust machen, in einem Verein weiterzumachen. „Jedes Kind soll Sport machen können, unabhängig von der sozialen Herkunft“, sagt Annette Gümbel. Der Sport kommt sozusagen von selbst zu den Kindern.

Eine wichtige Aufgabe haben dabei die Trainer. Sie werden zusammen mit den Erzieherinnen oder Lehrkräften ein Sportprogramm gemeinsam anbieten. Auch der Übergang nach der vierten Klasse könne durch eine AG „Sport in der Region“ im Nachmittagsprogramm der weiterführenden Schulen erleichtert werden. In dieser AG werden die Jugendlichen das Grundschulturnier organisieren und zu Schulschiedsrichtern angelernt. So ausgebildet, sollen sie selbst in der Lage sein, Trainer zu werden und Kinder zu unterstützen.

„Das Kind wird dadurch nicht nur möglichst früh zum Sport motiviert und gefördert, vor allem schafft das Vertrauen in die eigenen, sportlichen Fähigkeiten“, sagt die TV-Abteilungsleiterin. Besonders wichtig ist ihr die Botschaft, dass die Kinder nicht auf Basketball festgelegt sind. Annette Gümbel dazu: „Hat es andere Talente, im Schwimmen, der Leichtathletik oder beim Tischtennis, dann finden wir den passenden Platz.“

Das Projekt „Bewegung macht stark“ hat Alba-Vizepräsident Henning Harnisch selbst gestartet. Durch den Kontakt zu Annette Gümbel kommt es nun ins Gießener Land. Der Kooperation mit dem TV 1860 Lich sieht er sehr positiv entgegen: „Die Region hier im Landkreis Gießen ist sehr sportlich unterwegs, war sie immer schon.“ Sein persönlicher Wunsch ist, dass möglichst viele Kinder in den Sport einsteigen können, „und da ist es ganz egal, ob das nun Basketball oder Fechten ist“, sagt er.

In Berlin läuft „Bewegung macht stark“ mit großem Erfolg. „Wir haben 50 Kitas von insgesamt 2250 und 100 von 450 Grundschulen, die mitmachen.“ Das heißt: 100 Trainer sind für das Alba-Projekt in Berlin unterwegs, 40 davon sogar hauptamtlich. „Es darf auch nicht vergessen werden, dass 170 Tage im Jahr keine Schule ist, auch dann ist sportliche Aktivität ein Thema“.

Gestartet wird das Projekt in Lich, Hungen und Pohlheim, denn dort ist der TV bereits mit Basketball-AGs aktiv. „Das Projekt denkt regional und im besten Falle wird es sich irgendwann über den Landkreis ziehen“, berichtet Landrätin Schneider, die auf eine Ausweitung nach den entsprechenden ersten Erfahrungen setzt. Das Know-how kommt von Alba Berlin, der TV 1860 Lich trägt das Wissen in die Region.

Im August startet „Bewegung macht stark“ mit zwei Trainern, so der Plan, die sich die Bereiche Kita sowie Kinder- und Jugend aufteilen. Eine weitere Stelle für einen FSJ-ler ist geplant. Finanziert werden soll das ganze Projekt über Sponsoren und Fördermittel. Angelegt ist es über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren, in dem sich die beiden Basketballvereine regelmäßig austauschen.

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