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Nach dem Aus für die Gießener Umweltzone: Umweltschützer*innen fordern radikale Verkehrswende statt Plakettenschwindel!

Der Plan zur Verkehrsutopie Gießen (Zeichung aus der Projektwerkstatt)
Der Plan zur Verkehrsutopie Gießen (Zeichung aus der Projektwerkstatt)
Gießen | „Das Aus der Umweltzone bietet mehr Chancen als Nachteile“, kommentieren Öko-Aktivist*innen aus Gießen und der Projektwerkstatt in Saasen die Nachricht vom Verzicht der Gießener Regierung, weitere Beschränkungen für bestimmte Fahrzeuge in der Stadt einzuführen. Sie fordern stattdessen mutigere Schritte, um umweltfreundliche Formen der Mobilität zu fördern.
Vor einigen Monaten hatten die Aktivist*innen einen Stufenplan hin zu einer autofreien Innenstadt vorgelegt, an Parteien und Bürgerinitiativen verschickt sowie in den regionalen Prozesse „Nachhaltig leben“ eingespeist. Ihr Motto: Nicht kleckern, sondern klotzen. „Angesichts von Luftbelastung, Klimaveränderung und des enormen Lebensqualitätsverlusts, den Autos täglich in Gießen verursachen, braucht es viel mutigerer Schritte!“ Die Minimaßnahmen, die nach ihrer Auffassung mehr ablenken als voranbringen, seien zudem sozial ungerecht. Teure, PS-starke Autos hätten alle die entsprechenden Umweltplaketten, während alte oder kleine Autos die nicht aufweisen. "Am Ende fahren nur noch die Reichen in die Stadt!" Solche als Umweltpolitiken verschleierten Neukaufanreize
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für Autos müssten endlich gestoppt werden zugunsten großer Schritt in Richtung einer umwelt- und menschengerechten Mobilität. „Wer Menschen in Busse und Bahnen bringen will, sollte den Nulltarif, also den fahrscheinlichen Nahverkehr einführen“, fordern die Aktivist*innen, die gestern auf der Gießener Critical Mass ihre Vision als Flugblätter verteilten. Gießen solle wie Tallinn und andere europäische Städte auf Fahrkarten verzichten – als Vorreiter im Kreis und als Anstoßgeber im gesamten Rhein-Main-Verkehrsverbund. Die Vorschläge enthalten ebenso eine stärkere Förderung des Radverkehrs. Damit immer weniger Autos in die Stadt fahren, könnten Straßen umgewidmet werden. „Dann ist Platz für echte Fahrradstraßen aus allen Stadtteilen und der Umgebung bis in die Innenstadt – genau die wollen wir!“ Die weiteren Forderungen und den gesamten dreiteiligen Stufenplan bis 2025, der zudem bessere Fußwegverbindungen und Straßenbahnlinien für die Stadt fordert, finden sich im Internet auf www.giessen-autofrei.tk.

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.397
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 03.06.2017 um 08:45 Uhr
Ambitionierte Vorstellungen - aber genau richtig diese (wieder) in die lokale Diskussion einzubringen.

Ich hoffe die politischen Kreise in Giessen nicken die Entscheidung der BGM nicht nur ab, sondern wehren sich gegen den ökologischen Schwachsinn dieser angeblich "Grünen" weiter zu machen wie gehabt. Denn das was angedacht - nicht einmal beschlossen - wird für das nächste Jahr ist angesichts der Dramatik der sich immer mehr beschleunigenden Entwicklungen unverantwortlich. Müssen wir erst Bilder von Hunderten von Mitbürgern mit Mundschutz unter der Nase "erleben dürfen" bevor wir handeln?

Ich denke die Frau sollte einen neuen Spitznamen bekommen: Anstatt Kettensägen-Gerda wäre meines Erachtens "Gerda von der Autolobby" besser.
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von:  Jörg Bergstedt

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Interessensgebiet: Gießen
Jörg Bergstedt
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