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Eine Million Bäume in Bangladesch gepflanzt

Schülerinnen und Schüler der Mostafa-Kamal-Schule auf der Schwemmlandinsel Binbina im Tiesta-Fluss pflanzen den millionsten Baum gemeinsam mit ihren Lehrkräften, dem Deutschen Botschafter, Dr. Thomas Prinz und NETZ-Geschäftsführer Peter Dietzel.
Schülerinnen und Schüler der Mostafa-Kamal-Schule auf der Schwemmlandinsel Binbina im Tiesta-Fluss pflanzen den millionsten Baum gemeinsam mit ihren Lehrkräften, dem Deutschen Botschafter, Dr. Thomas Prinz und NETZ-Geschäftsführer Peter Dietzel.
Gießen | Wetzlar – Das millionste Exemplar hat Peter Dietzel selbst mitgepflanzt. Der Geschäftsführer des Wetzlarer Vereins NETZ setzte in Bangladesch zusammen mit Dr. Thomas Prinz, dortiger Deutscher Botschafter, und den Schulkindern der Mostafa-Kamal-Schule die Baumwurzeln in den Boden. Damit sind im Zuge der Entwicklungsarbeit von NETZ e.V. nun schon #EineMillionBäume in Bangladesch gepflanzt worden. Durch verschiedene Projekte unterstützt der Verein Armutsbekämpfung, Schulbildung und Menschenrechte in dem südasiatischen Land.
Der millionste Baum, ein Bakul, soll den Kindern der Mostafa-Kamal-Schule bald beim Spielen auf dem Schulhof Schatten spenden. Gepflanzt wurde er anlässlich des Besuches von Botschafter Dr. Thomas Prinz. Der gebürtige Wetzlarer hat sich die Schule angesehen, die NETZ gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Jagorani Chakra auf einer Schwemmlandinsel inmitten des Tiesta-Flusses errichtet hat. 150 Mädchen und Jungen aus Familien in Armut gehen hierher zum Unterricht.

Die Bäume, die durch die Projekte gepflanzt werden, sind jedoch nicht nur Schattenspender, sondern wichtige „Klimaschützer“. Geschäftsführer Peter Dietzel erklärt: „In den vergangenen 25 Jahren haben zehntausende Frauen und Familien in unseren Projekten Obst- und Nutzholzbäume gepflanzt. Im Süden Bangladeschs tragen die Bäume und ihr Wurzelwerk zum Sturm- und Küstenschutz bei. Im Norden festigen sie das Land, das die Bewohner zum Schutz vor Überschwemmungen in ihren Siedlungen aufschütten“. Mit den Früchten ihrer Mango-, Guaven-, oder Litschi-Bäume verbesserten die Menschen ihre Ernährung, erläutert Dietzel, der selbst regelmäßig vor Ort ist und Menschen in den Projekten trifft.

„Obwohl Bangladesch mit seinem vergleichsweise geringen CO‚-Ausstoß sehr wenig zum Klimawandel beiträgt, sind die Folgen für diese Leute drastisch spürbar“, so Dietzel. „Unberechenbare Regenfälle und Überschwemmungen, verheerende Wirbelstürme, lange Trockenheit im Sommer und starke Temperaturschwankungen im Winter“, zählt er auf. Diese Auswirkungen der Erderwärmung häuften sich deutlich. Aus hunderten Gesprächen mit der Lokalbevölkerung weiß der NETZ-Geschäftsführer, was es für die Menschen bedeutet, wenn dadurch Ernten und ganze Dörfer zerstört werden. „Es ist deshalb notwendig, die Leute bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen“, sagt Dietzel und fügt hinzu: "Das Pflanzen von Bäumen gehört ganz gewiss dazu.“

Einladung: Der Wetzlarer Verein NETZ lädt am Samstag, 20. Mai 2017, zur öffentlichen Tagung zum Thema Klimawandel nach Frankfurt ein. Experten und Aktivisten aus Deutschland, Österreich und Bangladesch kommen mit dem Publikum zusammen, um sich zu Ursachen und Folgen des Klimawandels auszutauschen und aktiv zu werden. Die Tagung beginnt um 9 Uhr und endet gegen 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist das Haus der Jugend in Frankfurt, Deutschherrnufer 12. Weitere Infos unter www.bangladesch.org.

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