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Kultur gegen Armut und Ausgrenzung

Johnny DeVille Blues Gang
Johnny DeVille Blues Gang
Gießen | Mit einem Musikkonzert und einer Werkschau möchte die Arbeitsloseninitiative ein Zeichen gegen Armut und Ausgrenzung setzen. Immer mehr Menschen werden gesellschaftlich an den Rand ge­drängt und von sozialer Teilhabe ausgeschlossen, während gleichzeitig Unternehmensgewinne steigen. Die Schere zwischen arm und reich wird in Deutschland immer größer. 13 Millionen Men­schen gelten als armutsgefährdet, fast 3 Millionen sind erwerbslos und über 1 Million sind ergän­zend auf Hartz IV angewiesen, obwohl sie einen Vollzeitjob haben. Armut bedeutet nicht nur fi­nanziellen Mangel sondern auch Ausgrenzung aus vielen Lebensbereichen.

In der Initiative wird jeden Tag deutlich, was es heißt von Armut betroffen zu sein. In die Ar­beitsloseninitiative kommen täglich Menschen auf der Suche nach Arbeit und Teilhabe. Viele ha­ben mit den Folgen langjähriger Erwerbslosigkeit zu kämpfen, wie zum Beispiel Mutlosigkeit, De­pression oder Verschuldung. Hier finden sie eine Anlaufstelle, Beratung und Möglichkeiten, sich zu beteiligen und zu engagieren.

Richard Kunkel, katholischer Betriebsseelsorger und erster Vorsitzender der Initiative, weiß wie wichtig soziale Teilhabe für Erwerbslose ist: „Gerade in Zeiten, die von großen Unsicherheiten und Umbrüchen geprägt sind, ist es wichtig, Menschen zu zeigen, dass sie dazu gehören.“

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Gleichzeitig will die Initiative auf gesellschaftliche Missstände und Ungleichverteilung auf­merksam machen. Die Arbeitsloseninitiative zeigt daher an dem Abend auch einen Teil ihrer erar­beiteten Ausstellung zum Thema „Durchblicken“. Blickfang sind insbesondere zwei lebensgroße Fi­guren, die derzeit im Kunstprojekt erarbeitet werden und den Blick richten auf Armut und Ungleich­verteilung in Deutschland.

Die Musikerinnen und Musiker der Bands spielen an diesem Abend ohne Gage für alle, die Er­werbslosen und von Armut betroffenen Menschen zeigen wollen, dass auch sie dazu gehören.

Johnny DeVille Blues Gang widmen sich mit viel Herz und Seele der Musik des Südens der USA aus den 50ern und 60ern. Sie spielen handgemachten, authentischen Louisiana und Country Blues in akustischem, ungeschliffenen Roots-Sound. Johnny DeVille Blues Gang sind Hans Röth (Gitatrre, Gesang) Birgit Ebertshäuser (Gesang), Rainer Partak (Bass) und Udo (Rinn Harp)

Popsongs mal ganz anders präsentieren die Kellersurfer. Rund um Bandleader, Gitarrist und Sänger Oliver Heck erfreuen sie ihr Publikum schon seit fast zwanzig Jahren mit einem bunten Strauß aus eingängigen Liedern in eigenen Arrangements. Mit dabei sind Hanne Bruns (Gitarre), Stanislav Skorbjaschenskij (Violine), Simeon Perlov (Bass) und Matthias Schlücking (Schlagzeug).

Das Konzert findet am 27.05.2017 im Café Amélie statt. Einlass ist um 19:00 Uhr, Beginn ab 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Wer nicht kommen kann, kann die Projekte der Arbeitsloseninitiative mit einer Spende unter IBAN: DE67 5135 0025 0205 0153 10 unterstützen. Weitere Informationen unter: http://www.ali-giessen.de/2017-konzert

Johnny DeVille Blues Gang
Johnny DeVille Blues Gang 
Die Kellersurfer
Die Kellersurfer 
Figurenbau im Kunstprojekt der Arbeitsloseninitiative
Figurenbau im... 
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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.562
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 17.05.2017 um 16:25 Uhr
Danke für die Einstellung dieses insgesamt recht informativen und guten Artikels. Ins Besonders bemerkenswert halte ich die gleichzeitigeund verknüpfte Nennung von politischen Fakten und deren ganz konkreten Auswirkungen auf eine immer größeren Bevölkerungsanteil.

Nach meinem Geschmack war der Part staatliche bzw. gesellschaftlicher Repression etwas kurz, aber das macht Nichts, denn in dem langsam an Fahrt kommenden Wahlkampf zur Bundestagswahl dürften andere politische Kräfte da "die Finger in die Wunde legen".

Ich werde es nicht versäumen die angesprochenen Kunstwerke mir beim "Fluss mit Flair" (dürften dort gezeigt werden) anzuschauen. (Empfehlung an die ALIA - rechtzeitig hier bewerben).

Zum Musiktermin habe ich leider einen anderen Termin.
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von:  Martina Bodenmüller

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Martina Bodenmüller
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