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OB Grabe-Bolz will sich nicht nehmen lassen über ein Grußwort für das Jubiläumsheft des Traditionskreis einer Gießener Bundeswehr-Einheit nachzudenken

Gießen | Zum Artikel „Grabe-Bolz möchte Traditionskreis kennenlernen“ im Gießener Anzeiger vom 13.05.2017 (siehe auch http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/stadt-giessen/nachrichten-giessen/grabe-bolz-moechte-traditionskreis-kennenlernen_17884969.htm):

Zusammenfassung der Situation: Frau Grabe-Bolz wird gebeten ein Grußwort für den Traditionskreis zu schreiben. Sie lehnt es ab, weil ihre Vorgänger dies auch nie gemacht hätten. Dies wird besonders von Seiten des Traditionskreises und deren Befürworter heftig kritisiert. Nun stellt sie klar, dass sie grundsätzlich nichts gegen diesen Traditionskreis hat, aber kein Grußwort schreiben kann, weil sie diesen nicht persönlich kennt. Deshalb möchte sie sie nun persönlich kennenlernen.

Ist dies wieder ein vorgeschobenes Argument? Vielleicht sogar eine Ausrede? Hat Frau Grabe-Bolz nicht eine grundsätzliche Meinung und/oder Einstellung gegenüber der Bundeswehr und ihren Traditionskreisen? Oder hat sie eine Meinung, traut sie aber nicht öffentlich zu äußern? Und wurde sie vielleicht sogar von ihren Parteifreunden aufgrund ihrer Unklarheit zu diesem Thema „zurückgepfiffen“?

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Ist die Bewertung eines solchen Traditionskreises davon abhängig, ob man (frau) deren Mitglieder persönlich kennt? Und was bedeutet übrigens in diesem Zusammenhang „persönlich“? Welchen Erkenntniszuwachs erwartet Frau Grabe-Bolz von einem persönlichen Kennenlernen? Wird sie in einem Treffen mehr über den Sinn und Zweck und deren Ziele erfahren? Mehr als sie jetzt schon weiß? Wird sie alle persönlich kennenlernen, sie sogar zu Hause besuchen? Oder reicht ein Smalltalk mit ein oder zwei Mitgliedern, um ihre Einstellung zum diesem Kreis anders zu bewerten? Oder ist ihre Bewertung von den einzelnen Personen in diesem Traditionskreis abhängig, ist also abhängig von Sympathie oder ggf. auch Antipathie gegenüber einigen Vertretern dieses Kreises?

Ich lehne einen solchen Traditionskreis einer ehemaligen Bundeswehreinheit aufgrund der schon in meinem anderen Artikel geschriebenen Argumente grundsätzlich ab (siehe: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/118449/ob-grabe-bolz-verweigert-grusswort-fuer-das-jubilaeumsheft-des-traditionskreis-einer-giessener-bundeswehr-einheit/).
Eine damit verbundene Verherrlichung und/oder Ehrenerweisung halte ich für völlig deplatziert. Eine eindeutige Stellungnahme diesbezüglich von unserer OB würde ihr ganz bestimmt mehr Respekt und Anerkennung einbringen als diese unklaren Äußerungen von ihr.

 
 

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Kommentare zum Beitrag

2.367
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 15.05.2017 um 14:05 Uhr
Mit ihrer Weigerung hatte die OB grundsätzlich Recht, meine ich.
Anlässlich des Skandals um einen rechtsextremen Soldaten wird gerade jetzt
wieder deutlich, wie sehr die Bundeswehrtradition immer noch an früheren,
aus der Zeit der Wehrmacht stammenden, Ideen orientiert ist.
Wenn sie überhaupt ein Grußwort schreibt, sollte sie kritisch dazu Stellung nehmen!
Christian Momberger
11.197
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 15.05.2017 um 23:14 Uhr
Dem mag ich nur zustimmen.
Martin Wagner
2.539
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 16.05.2017 um 21:45 Uhr
Meine Einschätzung: Sie wurde (...) .... von ihren Parteifreunden aufgrund ihrer Unklarheit zu diesem Thema „zurückgepfiffen“? (...)

Wir Giessener kennen sie doch - es ist doch erst ein paar Jahre her, da hatte sie bei einer entscheidente Sitzung kurz vor der Abstimmung andere Termine.
Hallo Lieber Leser
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von:  Uwe Lennartz

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