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8. Mai 1945- Der Kampf geht weiter! 72 Jahre Befreiung vom deutschen Faschismus

Gießen | Heute fand in Gießen eine Demonstration durch Gießen statt, um an den 8.Mai 1945 zu erinnern und vor der aktuellen Kriegsgefahr zu warnen. Die Interessen des Kapitals von 1945 und von heute haben nicht verändert.
An jedem Krieg, in jedem Land,
verdient am Schluss die Deutsche Bank

Es gab verschiedene kleine Redebeiträge der VVN, der DKP Gießen, Solid, SDAJ Gießen, Internationales Bündnis und der Kurden.

Hier der Redebeitrag der DKP:

Antifaschismus ist Antikapitalismus -
72 Jahre Befreiung vom deutschen Faschismus


• Wir feiern heute am 8. Mai die Niederlage des deutschen Faschismus!
• Wir feiern heute die Befreiung Europas vor 72 Jahren vom Joch des Faschismus!
• Wir gedenken heute den Millionen Opfern des faschistischen Terrors!
• Wir danken heute den Millionen Soldaten der Alliierten, besonders den Soldaten der Roten Armee!

Aber trotz der historischen Erfahrungen ist die Gefahr des Faschismus heute so aktuell wie nie:
Le Pen in Frankreich, Trump in den USA, Orban in Ungarn und nicht zu vergessen:
die AfD in Deutschland.

Wortreich wird in den bürgerlichen Medien vor der Gefahr des Rechtspopulismus gewarnt. Da wird gefordert: Liebes Volk, wähl doch bitte Clinton oder aktuell: wählt doch bitte Macron (was ja jetzt auch funktioniert hat).

Sind mit diesen Aussagen die bürgerlichen Medien, die bürgerlichen Politiker, das Kapital – sind sie alle Antifaschisten?

Oder doch eher Antiextremisten?
Erzählen sie doch alle das alte Märchen: die Weimarer Republik wäre an den extremen von Links – der KPD – und von Rechts – der NSDAP – zugrunde gegangen.

Nur zu gerne benutzen sie den Begriff „Nationalsozialismus“, um deutlich zu machen, der Faschismus sei doch nur eine Spielart des Sozialismus.

Kein Wort davon, dass die Finanziers des Faschismus (sei es in Deutschland, Italien oder Chile) das Kapital und der Großgrundbesitz waren.
Kein Wort von der Erkenntnis Max Horkheimers, der 1939 formulierte „Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“.
War ihm doch nur zu bewusst, dass der Faschismus eine Reaktion auf die Krise des Kapitalismus ist. Eine Herrschaftsform, um den Kapitalismus mit terroristischen Mitteln aufrechtzuerhalten.


Die AfD genoss lange Zeit die Unterstützung der bürgerlichen Medien. Keine Talkshow, wo die AfD sich nicht erklären durfte, kaum eine Nachrichtensendung, wo nicht über die AfD berichtet wurde.
Die AfD verdankt ihre Existenz der Offensive des Kapitals:
Anfang der 2000er Jahre deregulierte der SPD-Kanzler Gerhard Schröder den Finanz- und Arbeitsmarkt in der BRD:
• Mit Steuersenkungsgesetz, mit Finanzmarktförderungsgesetz und nicht zu vergessen
• mit der sogenannten Agenda 2010. Das größte Enteignungsprojekt für abhängig Beschäftigte in der Geschichte der BRD.

Aber Schröder hat nur nachgemacht, was Bill Clinton in den USA oder Tony Blair in Großbritannien mit ihrer Deregulierungspolitik vormachten.
Eine direkte Folge dieser Politik ist die Armut von Millionen Menschen.

Vor allem steht dies für einen Verrat der Sozialdemokratie an ihren Wählern. Diese Wähler, die lohnabhängig Beschäftigten, tragen die Folgen dieser Politik.
Die sich letztendlich auf die Formel bringen lässt:
„Die Armen werden immer mehr und immer ärmer
und die Reichen immer reicher.“



Dies wiederum begünstigt den Aufstieg des sogenannten „Rechtspopulismus“.
Wie beim historischen Faschismus geht es hier nicht um
• die Eigentumsfrage, nicht um Solidarität aller, nicht um Klassenkampf,
• sondern es geht wieder um bekannte Begriffe wie
„Nation“, „Rasse“ und „Volk“.

Für das deutsche Kapital ist die EU, sind die internationalen Finanzmärkte die Voraussetzung für das alte und neue Ziel:
„Einen europäischen Wirtschaftsraum unter deutscher Führung“.

Somit steht eine Menge auf dem Spiel! Die Verlogenheit der aktuellen Berichterstattung ist offensichtlich:
• Die deutsche Exportwalze funktioniert nur auf Kosten von Teilen der deutschen Bevölkerung, und vor allem auf Kosten der anderen europäischen Länder.
• Die soziale und wirtschaftliche Krise in großen Teilen Europas ist eine Folge der deutschen Politik und der international deregulierten Märkte.

Die Konsequenz für uns ist klar:
• Antifaschismus ist vor allem Antikapitalismus
• Antifaschismus ist Antiimperialismus!

Darum kämpfen wir Kommunisten: für die Überwindung des Kapitalismus und die Errichtung des Sozialismus, um die Wurzeln des Faschismus auszurotten.

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von:  Martina Lennartz

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