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Vandalismus in den Osterferien, Schulteich beschädigt!

Gießen | Kleinlinden, Brüder-Grimm-Schule

An den letzten beiden Schultagen vor den Osterferien öffnete die Brüder Grimm Schule (den aus Sicherheitsgründen eingezäunten Schulteich) in jeweils einer großen Pause für die Schülerschaft. Frau Oetzel und Herr Moch waren über den großen Andrang mehr als überrascht. Circa 60-70 Schülerinnen und Schüler sowie der Vertrauenslehrer Herr Paar nutzten das Angebot, um sich an diesem außergewöhnlichen Ort zu entspannen und ihre Pause zu verbringen. In zahlreichen Arbeitsstunden wurde der vor mehr als 30 Jahren angelegte Schulteich vor der Verlandung gerettet und in mehreren Schritten zu einem wieder ansprechenden Lernort umgestaltet. Nun sollte dieser auch genutzt werden, um sich in den Pausen auch einmal anders erholen zu können.


Neben einer großen Wasserfläche, einem Bachlauf, einem Outdoor-Klassenraum sowie einer Grillecke, entstanden zahlreiche Sitzgelegenheiten ein Sonnendeck, eine Hollywoodschaukel und eine Lounge-Gruppe die zum Entspannen einladen. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-10 nutzten unter Aufsicht die Gelegenheit ihr Frühstück am schuleigenen Gewässer einzunehmen, suchten nach Lebewesen im Wasser oder genossen einfach die Sonne. Das Konzept war voll aufgegangen!

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Vandalismus (22)Schulteich (1)Brüder-Grimm-Schule (49)


Leider erreichte Frau Oetzel in den Ferien ein Anruf der nichts Gutes versprach. Von Montag, 03.04.2017 auf Dienstag, 04.04.2017 hatten bislang Unbekannte auf dem Gelände randaliert und einen erheblichen Sachschaden im vierstelligen Bereich verursacht. Neben einer Glastür und einer großen Glasscheibe, in die ein Stein geschmissen wurde, warfen die Täter eine Brücke, eine Bank, mehrere Bretter sowie den Grillrost und andere Gegenstände in das Gewässer und zerstörten ein in zahlreichen Arbeitsstunden selbstgebautes Häuschen, in dem die Stromversorgung untergebracht war. Die Elektrik war tagelang der Witterung ausgesetzt und wurde dadurch ebenfalls erheblich beschädigt. Des Weiteren wurden zwei Insektenhotels umgerissen, teilweise zerstört und der Bachlauf verwüstet.

Sollte bei diesen Aktionen die Teichfolie beschädigt worden sein, so könnte der Sachschaden schnell in den fünfstelligen Bereich ansteigen. Eine Reparatur der Folie oder schlimmsten Falles ein Auswechseln dieser würde das Projekt um Jahre zurückwerfen.

Bis alle Beweise gesichert, ausgewertet und die Aufräumarbeiten beendet sind, wird es etwas dauern, da das Gelände zwar eingezäunt, aber grundsätzlich für alle Personen zugänglich ist (Schulgelände) und somit ein weiter Täterkreis infrage kommt.
Nach den Reparaturarbeiten wollen Frau Oetzel und Herr Moch den Schulteich der Schülerschaft selbstverständlich wieder zur Verfügung stellen.



Mit sachdienlichen Hinweisen, die helfen können, die Täter/-innen ausfindig zu machen, wenden Sie sich bitte an die Polizei, an Frau Oetzel, Herrn Moch oder an die Verwaltung der Brüder-Grimm-Schule. Sollte ein Täter in später Einsicht Reue zeigen und sich bei der Polizei melden, so könnte sich das nach Aussage der Polizei strafmildernd auswirken.

 
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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.04.2017 um 18:58 Uhr
Einfach nur krank. Aber leider ist da die Gesellschaft nicht ganz unschuldig. Die Strafen für solche Entgleisungen, sofern überhaupt eine Strafe verhängt wird, sind doch nur lachhaft.
Ich hoffe die Täter werden gefasst und einer angemessenen Strafe zugeführt. Selbstverständlich auch an den Kosten beteiligt. Sollte es sich um Schüler der Schule handeln, müssten sie der Schule verwiesen werden.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 21.04.2017 um 19:13 Uhr
Oh wie grausam!
Martina Lennartz
5.978
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 21.04.2017 um 19:18 Uhr
Ja, das ist es. Viele Schülerinnen und Schüler haben über einen langen Zeitraum diese Anlage mit viel Arbeit unter Anleitung der oben aufgeführten Kollegen gestaltet.
Jetzt muss wieder viel repariert werden, bis der Teich überhaupt wieder nutzbar sein kann.
Wir hoffen auf brauchbare Zeugenaussagen.

In den Osterferien ist in Gießen und Umgebung an vielen Schulen eingebrochen worden.
Stefan Häbich
172
Stefan Häbich aus Gießen schrieb am 21.04.2017 um 19:31 Uhr
Das ist echt übel. Leider kenne ich so etwas aus eigene Erfahrung. Wenn jugendliche meinten Steine bei uns in den Teich zuwerfen oder Lattenzäune kaputt treten. Ich hoffe die Täter werden gestellt.
Christiane Pausch
6.381
Christiane Pausch aus Gießen schrieb am 21.04.2017 um 20:15 Uhr
Das hoffe ich auch! Und die Strafen sollten streng sein, es ist kein Witz so etwas zu zerstören!
Christian Momberger
11.207
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 21.04.2017 um 20:50 Uhr
Nicht schön, ich drücke die Daumen, das die Täter schnell gefunden werden.
Friedel Steinmueller
3.535
Friedel Steinmueller aus Heuchelheim schrieb am 21.04.2017 um 21:30 Uhr
Es gibt offensichtlich immer mehr Menschen denen nichts mehr heilig ist. Bei solchen Bildern und den Ausführungen hier über diese Tat, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln!
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 21.04.2017 um 22:08 Uhr
Ich bin noch so erzogen worden Respekt vor anderen Menschen und fremdem Eigentum zu haben.
Diese Werte gelten heute scheinbar nicht mehr.
Nicole Freeman
10.201
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 22.04.2017 um 06:15 Uhr
liebe grüße an die schüler und lehrer, die jetzt mit dem verlust und der zerstöhrung ihrer arbeit zurecht kommen müssen. ich wünsche viel kraft für den neuanfang.
hoffen wir das die oder der täter gefasst wird.
Birgit Hofmann-Scharf
10.314
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 22.04.2017 um 10:28 Uhr
Martina, ich las in der heutigen Tageszeitung, dass der Vandalismus von 2014 an Eurer Schule noch nicht ganz ad acta gelegt ist, dann schon wieder ein neuer "Anschlag".
Was können wir für diese aggressiven Jugendlichen tun?
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.04.2017 um 10:39 Uhr
Wir gar nicht. Da ist in der ganzen Erziehung was falsch gelaufen. Jugend hat heute kein positiv besetzten Vorbilder mehr. Schau dich um. Überall nur negatives.
Ich habe keine Hoffnung mehr dass sich das bei uns bessern könnte,
Christine Weber
7.463
Christine Weber aus Mücke schrieb am 22.04.2017 um 13:09 Uhr
Wie furchtbar. Was haben diese Menschen nur davon, wenn sie etwas zerstören. Warum können sie das Eigentum der anderen nicht respektieren. Hoffentlich findet man diese hirnlosen Idioten bald und sie bekommen eine Strafe, die sie nachdenklich werden lässt.
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 22.04.2017 um 13:13 Uhr
Hirnlos ja, denn die Allgemeinheit also auch die VANDALEN zahlen letzten Endes die Zeche.
Kurt Wirth
2.235
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 22.04.2017 um 16:39 Uhr
Vandalismus wird ja bekanntlich ungerechtfertigt den Vandalen zugerechnet. Fakt ist, daß Versicherungen seit eh und je Vandalismusschäden aus der Regulierung ausgeschlossen haben, weil sie unberechenbar und unkalkulierbar sind. Die Verursacher geraten sozusagen "außer Kontrolle". Und das ist vermutlich oft deren Absicht. Mit "Blindwütigkeit" Aufmerksamkeit zu erregen. Weil sie sich vernachlässigt fühlen.

Bekannt sind ja die Exzesse in der Peripherie von Paris mit Plündereien und Autoanzünden etc. Letztlich stecken dahinter Mängel im Bildungssystem und Jugendarbeitslosigkeit, fehlende Lebensperspektiven der Jugendlichen. Eigentlich sind solche Taten Verzweiflungsschreie.

Das paßt nun wieder nicht ganz zu der gegenwärtigen Situation in Deutschland, wo angeblich Azubis gesucht werden wie seit langem nicht mehr. Insofern wäre es interessant, falls man die Verursacher der Schäden identifiziert, diese sozialen Hintergründe zu eruieren.
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 01:14 Uhr
... und sie dann straffrei zu stellen.
Kurt Wirth
2.235
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 10:46 Uhr
Im Sinne der Ursachenbekämpfung wäre die Frage der Strafe nachgeordnet.
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 11:28 Uhr
Keine Nachsicht mit den Tätern. Die Ursachen sind m. E. bekannt.
Fehlende und/oder falsche Erziehung sowie Vorbilder. Dadurch auch keine sinnvolle Selbstbeschäftigung. Frust Abbau durch sinnlose Zerstörungen. Fehlendes Eingreifen von Tatzeugen?
Wer bietet mehr?
Kurt Wirth
2.235
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 11:41 Uhr
Auch die von ihnen aufgeführten Ursachen sind keine Willensäußerungen der Täter. Warum sollen sie bestraft werden wenn falsche Erziehung, Vorbilder, Tatzeugen schuld sind? Ich habe mich ja auch nicht gegen Bestrafung ausgesprochen, sondern das als nachgeordnete Frage bezeichnet. Außerdem gibt es ja die Endlosdiskussion, ob Strafen tatsächlich Vergehen verhindern oder reduzieren. Siehe Todesstrafe in den USA. Auch in der Türkei wird es nicht weniger Verbrechen geben, wenn sie die Todesstrafe einführt (an "politischen Vergehen" vermutlich dann einiges mehr, nicht weil es mehr diesbezügliche "Taten" gäbe, sondern weil der Verfolgungseifer größer wird). Man denke auch an die Verbrechensraten in südamerikanischen Ländern trotz überfüllter Gefängnisse.
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 12:12 Uhr
Augen zu und alles laufen lassen? Ursachenforschung hilft den Geschädigten nicht weiter. Warum sollen sie den Schaden nicht ersetzen. Zumindest in einer Tätigkeit in angemessener Größe für die Allgemeinheit.
Kurt Wirth
2.235
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 13:59 Uhr
Ich wiederhole noch mal: Ich habe nichts von Augen zu und laufen lassen geschrieben und bin nicht gegen eine Bestrafung. Sondern für ein sowohl als auch. Aber erst mal muß man ja die "Täter" dingfest machen.
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 14:08 Uhr
Das hoffe ich auch.
Martina Lennartz
5.978
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 17:04 Uhr
Liebe Birgit, ich habe keine Ahnung. Da die Verursacher noch nicht bekannt sind kann ich zu deren eigenen Motivation nichts sagen. Manchmal sind es pure Langeweile und ein Hass auf das System, was viele Kinder und Jugendliche alleine lässt.

Sicher hat Kurt auch Recht, denn wenn sie eine Aufgabe hätten, mehr in der Gesellschaft integriert wären, wenn die Gesellschaft mehr das "Miteinander" statt dem "Gegeneinander" fördern würde, wenn es mehr Möglichkeiten für Jugendliche gäbe ihre Freizeit kostenfrei (wenigstens günstig) in Jugendzentren zu verbringen, wenn es mehr Chancengleichheit in der Bildung (unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern) gäbe....wenn wenn wenn....
das ist Kapitalismus.

Trotzdem müssen die Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden und für den Schaden aufkommen.
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 17:22 Uhr
Wir waren auch mal jung, aber Langeweile hatten wir nicht. Wir haben uns beschäftigt. Heute brauchen Jugendliche vorgefertigte Programme. Nichts einfaches, das wäre ja uncool.
Martina Lennartz
5.978
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 17:32 Uhr
Hallo Peter.
Ich weiß nicht ob du es mitbekommen hast, die Zeiten haben sich geändert.
Übrigens: Woher kennst du die Meinung von ALLEN Jugendlichen?
Dass du persönlich keine Langeweile hattest, freut uns alle sehr, spielt hier aber keine Rolle ;)
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 23.04.2017 um 17:40 Uhr
Ich war nicht allein. Wir hatten damals alle keine Langeweile. Wir hatten ja auch eine andere Erziehung? Vielleicht. Ich weiß es nicht, ich kann nur sagen ich verstehe es nicht. Diese Respektlosigkeit vor allem und jedem. Ich sage ja nicht es sind alle Jugendliche so, daher verstehe ich es noch weniger.
Kurt Wirth
2.235
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 24.04.2017 um 10:45 Uhr
Manches verdrängt man ja im Rückblick auch oder sieht es "gefiltert". Ich erinnere mich aus meiner Jugend an das Problem der "Halbstarken" (siehe den aufschlußreichen wikipedia-Artikel "Halbstarker"). Die Einleitung hieraus:
"Halbstarker ist ein Ausdruck aus dem deutschsprachigen Raum, der in den 1950er Jahren abwertend vor allem in den Medien für aggressiv auftretende Jugendliche - meist männlich und aus der Arbeiterklasse stammend - geprägt wurde. Mit dem Begriff wurden u.a. Rowdytum und Krawalle, aber auch ein bestimmtes, von Rock'n Roll beeinflußtes Äußeres assoziiert...."
H. Peter Herold
28.153
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 24.04.2017 um 11:00 Uhr
Ja, ich wurde nur weil ich eine schwarze Cordhose trug als Halbstarker bezeichnet.
Der Begriff Halbstarker .... siehe hierzu aus Wikipedia eine Anmerkung:
Diesen zugewiesenen Begriff bringt der Soziologe Helmut Schelsky in seinem Buch Die skeptische Generation 1957 auf den Punkt:
„in dieses aus publizistischen Gründen aufgeblasene Schlagwort ist von der Jugendkriminalität über die Jugendverwahrlosung, von Jugendstreichen und -flegeleien bis zu dem Konsumrowdytum gelegentlicher Alkoholexzesse, von den Jazzfans und Beboptänzern bis zu den Motorradrasereien und den Krawallen und Aufläufen so ziemlich alles hineingestopft worden, was den Erwachsenen als ‚Notstand‘ oder wenigstens als unerfreulich, wenn nicht nur unverständlich an der Jugend wieder einmal auffiel.“

Aber wie immer auch, es war in 1. Linie eine Auseinandersetzung der Generationen.
Peter Lenz
521
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 24.04.2017 um 14:59 Uhr
"Ja, ich wurde nur weil ich...."

kommt einem sehr bekannt vor, komisch.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

Mitmachen ist ganz einfach und alles ist kostenlos: Gleich registrieren und los geht's!

Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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