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Die Waffen nieder- Aufruf zur Teilnahme an den Ostermärschen

Gießen | Die Waffen nieder!

Wir bleiben dabei: Krieg schafft keinen Frieden.

Mehr Waffen und mehr Militär verschärfen die weltweiten politischen und humanitären Probleme. Die mit deutschen Waffen angeheizten Kriege treiben Menschen in die Flucht, verursachen zunehmend Armut, Arbeitslosigkeit und Umweltzerstörung. Auf die Spitze getrieben wird diese Politik durch die Sammelabschiebungen von Asylbewerbern in Bundeswehr-Kriegsgebiete wie Afghanistan.

Unser türkischer NATO- und „Flüchtlings-Deal-“Partner unterdrückt zunehmend jede oppositionelle Regung und führt Krieg im eigenen Land und in Syrien. Der sog. „Kampf gegen den Terror“ heizt den Terror weiter an. Das neuerliche Säbelrasseln zwischen Russland und der NATO löst keines der Sicherheitsprobleme der Staaten vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer. Zu Verhandlungen und Ausgleich der Interessen gibt es keine vernünftige Alternative.

Doch die Bundeswehr wird grundgesetzwidrig in immer mehr Staaten geschickt. Bis 2030 sollen 130 Milliarden Euro zusätzlich für Rüstung ausgegeben werden. Gleichzeitig fehlen überall Gelder für Bildung, Soziales und ökologischen Umbau. Die in Büchel stationierten US-Atomwaffen werden modernisiert, anstatt dass die Bundesregierung auf eine „atomare Teilhabe“ verzichtet und deren Abzug durchsetzt.

Die innere Militarisierung schreitet voran durch Schüren von Terrorangst, Gerede über einen Bundeswehreinsatz im Inneren und die Werbeoffensive der Bundeswehr zur Rekrutierung junger Menschen.

Wir wollen
›das Ende der Kriege und der deutschen Kriegsbeteiligung
›den Stopp aller Rüstungsexporte aus Deutschland und Konversion der Rüstungsindustrie
›Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Sexismus und Rechtspopulismus bekämpfen
›eine EU-Politik für den Schutz und die Entwicklung lokaler Wirtschaft in Entwicklungsländern
›Solidarität mit Migrant_innen und eine humane Flüchtlingspolitik
›Solidarität mit dem türkischen gewaltfreien Widerstand gegen eine neue Diktatur
›internationale Kooperation, z.B. im Rahmen der OSZE, statt militärischer und wirtschaftlicher Drohungen.


Deshalb demonstrieren wir beim Ostermarsch am 17. April gemeinsam für eine Welt ohne Terror, Hass und Unterdrückung, für Frieden, Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Tragen wir diese Forderungen auch als Messlatte in den anstehenden Bundestagswahlkampf.

Frieden schaffen ohne Waffen

TERMINE:

In Gießen findet deshalb zum Ostermarsch
am Samstag, 15.4.2017
von 10 - 14 Uhr
in der Löwengasse

ein Infostand mit spannenden Redebeiträgen, Events und Musik statt.

Frankfurt a.M. :
10:30 Uhr Rödelheim, Bahnhof - 11.30 Uhr Bockenheimer Depot
11:00 Uhr Bornheim, Gießener Str./Marbachweg (US-Generalkonsulat)
11:30 Uhr Niederrad, Bruchfeldplatz
Von dort aus demonstrieren die Friedensinitiativen auf verschiedenen Routen zum Römerberg. Hier findet ab 13.00 Uhr die Antikriegskundgebung statt. Auf der Kundgebung werden Christine Buchholz (MDB .- Die LINKE), Daniel Cirera (Mouvement de la Paix, Frankreich, ein/e Vertreter/in der afghanischen Migration und Andrea Ypsilanti (MdL, SPD) sprechen. Kulturbeiträge u. a. von „Harald Pons & Nah Dran“.

Wer von Gießen nach Frankfurt möchte:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Gießen treffen sich um 9.00 im Bahnhof Gießen, um gemeinsam mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren.
Die Gießener Ostermarschierer nehmen ab 11.00 am Sternmarsch teil, der von vom Amerikanischen Generalkonsulat (Bornheim, Gießener Straße) zum Römerberg führt. Dort beginnt um 13.00 Uhr die Abschlusskundgebung.

Gießener Friedensnetzwerk

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Kommentare zum Beitrag

H. Peter Herold
28.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 17:03 Uhr
"Wir bleiben dabei: Krieg schafft keinen Frieden."

Kann er gar nicht. Krieg ist nur die Möglichkeit gelieferte Waffen einzusetzen und dann neue zu produzieren und zu exportieren. Da stecken den Arbeitsplätze die heilige Kuh für Unternehmen und Politik dahinter.
Martina Lennartz
6.216
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 17:05 Uhr
Da steckt primär Profit dahinter, Peter. Sonst nichts!
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 17:08 Uhr
Krieg finanziert Krieg.
H. Peter Herold
28.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 17:08 Uhr
Ich weiß. Es ist immer wieder das gleiche Spiel. Solange Waffen produziert werden wird es Krieg geben.
H. Peter Herold
28.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 17:11 Uhr
Liebe Frau Barthel, Einspruch. Krieg ist nur der Zweck produzierte Waffen einzusetzen und samit Platz für die Produktion neuer zu schaffen.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 17:26 Uhr
Was im Prinzip kein Widerspruch wäre, oder?
Der Krieg, oder die Möglichkeit des Kriegs schafft die Nachfrage nach Waffen.
Der Rest ist so, wie Sie es gesagt haben.
H. Peter Herold
28.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 18:17 Uhr
Ich wollte nur sagen nicht der Krieg als solcher finanziert. Er wird finanziert um Waffen zu verkaufen und durch diese ewige Angst unserer Politiker, die uns einreden es dient nur unserer Verteidigung und unserem Wohlergehen und damit die Reichen immer noch reicher werden.
Martina Lennartz
6.216
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 19:09 Uhr
Richtig, Peter.
Aber wir müssen nicht verwundert und tatenlos zuschauen oder gar den Politikern, die nicht der Interessen der Arbeiter, sondern die der Kapitalisten vertreten, vetrauen, wenn sie etwas " versprechen ".
Kurt Wirth
2.830
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 19:15 Uhr
Laut Veröffentlichung der Bundeswehr vom 18.01.2017 starben seit Gründung der Bundeswehr anno 1955 insgesamt 3.200 Personen in Ausübung ihres Dienstes (incl. Selbsttötungen). Davon bislang 106 im Rahmen von Auslandseinsätzen von 1992 bis Okt. 2015. Nicht berücksichtigt hierbei sind die infolge von Strahlung beim Einsatz an Radarstationen verstorbenen Bundeswehrangehörigen,und die noch lebenden, die immer noch um ihre Rechte kämpfen müssen.

In Vergessenheit geraten sind inzwischen auch die 116 bei Abstürzen getöteten Starfighterpiloten. Der damals umlaufende makabre Witz: "Wie kommt ein Bundesbürger am leichtesten zu einem Starfighter?"- "Man kaufe sich ein Grundstück und warte ab." macht einiges deutlich. Heute vor 40 Jahren riß ein abgestürzter Starfighter bei Wildpoldsried im Allgäu einen 8 m tiefen Krater in eine Wiese. 1968 raste ein Starfighter bei einem Nachtübungsflug 50 m unterhalb des Gipfels in den Hochgrat, dem höchsten Berg der Nagelfluhkette im Allgäu.

Die Ursache der Abstürze (insgesamt 269) lag meist in der nicht ausgereiften Technik des von Boeing produzierten Todesbringers. Er wurde auf Wunsch des damaligen Verteidigungsministers Strauß angeschafft, weil er gegenüber anderen Angeboten, wie der technisch ausgereifteren französischen MIrage den Vorteil hatte, auch Atomwaffen bis nach Moskau zu tragen. Es gab zwar Hinweise auf Korruption bei der Beschaffung, aber ein Bundestagsuntersuchungsausschuß konnte Strauß keine Unregelmäßigkeiten nachweisen. Hingegen konnte die bayerische Rüstungsindustrie durch Lizenzfabrikation usw. enorm profitieren.

Jeder vernünftige Mensch wird sich fragen, warum die Todesserie der Starfighterpiloten ohne jeden Widerstand über längeren Zeitraum laufen gelassen wurde.

Die hier genannten Zahlen an verlorenen Menschenleben sollten auch mal in Relation gesehen werden, zu dem heute in Schlagzeilen verarbeiteten, noch völlig ungeklärten Anschlag auf den Dortmunder BVB-Bus, der letztlich wieder nur den Millionen ausländischer Malochern in Deutschland Schaden zufügt.
Christian Momberger
11.260
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 13.04.2017 um 21:01 Uhr
Sehr richtig Eure Kommentare. Daher ist es mehr als wichtig, dass am Wochenende möglichst viele Menschen auf die Straße gehen und für Frieden und gegen Kapitalismus und Krieg einstehen.
Christian Momberger
11.260
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 14.04.2017 um 13:17 Uhr
Passend dazu ein Lied von Hannes Wader:
https://www.youtube.com/watch?v=37XMKMdhTkc
Hermann Menger
2.365
Hermann Menger aus Gießen schrieb am 15.04.2017 um 19:15 Uhr
Mit Ihrem Satz "Der sog. „Kampf gegen den Terror“ heizt den Terror weiter an." haben Sie sicherlich recht, Frau Lennartz. Aber was kann man gegen den Terror machen? Die einzelnen Terroranschläge in Europa lassen sich im Grunde gar nicht bekämpfen. Und die Gemengelage im syrischen Bürgerkrieg ist mittlerweile so kompliziert geworden, dass es da auch keine einfachen Lösungen mehr gibt. Ich hoffe nur, dass sich die Bundeswehr da raus hält und dass unser Staat endlich aufhört, weiter Waffen in diese Krisengebiete bzw. an die Hintermänner (Saudis) zu verkaufen.
Martin Wagner
2.651
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 15.04.2017 um 19:48 Uhr
Die Veranstaltung heute in der Löwengasse war (wie seit vielen Jahren) gut organsiert. An dieser Stelle einmal ein herzlichen Dank an alle fleissigen Kräften im Vorder- bzw. Hintergrund.

Leider war die Beteiligung meiner Einschätzung nach etwas mäßig. Trotzdem ist es richtig, dass die Friedenskräfte nicht in ihrem Engagement nachlassen. International gehen Friedensleute seit über 50 Jahre und national seit knapp 50 Jahren für den Frieden auf die Straße. *

Am Ostermontag, ab 9 Uhr bei den Fahrscheinkartenautomaten im Giessener Bahnhof ist dann die nächste Chance sich einzubringen.

* Als Pessimist und mit Blick auf die weltweite politische Lage befüchte ich, dass ich bis kurz vor meinem "Sprung in die Kiste" - notfalls mit Rollator - immer an diesen Feiertagen Termine in meinen Kalender habe.
Christian Momberger
11.260
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 15.04.2017 um 19:52 Uhr
Ich kann mich dem Lob und der Einschätzung von Martin nur anschließen. Ebenso der Forderungen von Hermann Menger in seinem letzten Satz. Da wäre eine gute bzw. die einzige Lösung um eben sowohl das Leid in Syrien als auch Terror in D und Europa zu verhindern.

Denn wie heißt eine leider völlig zutreffende Parole so schön: "Deutsche Waffen, Deutsches Geld, Morden mit in aller Welt."
Christian Momberger
11.260
Christian Momberger aus Gießen schrieb am 15.04.2017 um 19:54 Uhr
Übrigens: Heute haben wir nicht nur für den Frieden demonstriert, im Anschluss mussten wir uns auch noch gegen die Faschisten von der NPD versammeln um zu verhindern, dass diese mit Ihrer Propaganda durchdringen und Unterschriften für Ihre Bundestageswahlliste sammeln konnten. Die ist uns aber erfolgreich gelungen. Danke an alle die friedlich protestiert haben.
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 15.04.2017 um 20:23 Uhr
Ja gegen Militarismus und Kriege muss man aktiv werden...
Aber = wieder mal ein ( pazifistischer ) Aufruf voller Illusionen, z.B. die Forderungen:
- ›das Ende der Kriege und der deutschen Kriegsbeteiligung
- ›eine EU-Politik für den Schutz und die Entwicklung lokaler Wirtschaft in Entwicklungsländern

So lange es den Imperialismus gibt, so lange wird es auch ( imperialistische ) Kriege geben...
Die EU - als ein imperialistisches Bündnis - wird sich niemals für die Entwicklung lokaler Wirtschaft in Entwicklungsländern einsetzen, es sei denn dies dient im Einzelfall ihren eigenen imperialistischen Bestrebungen

Nur der aktive Widerstand der internationalen Volksmassen und die Überwindung des imperialistischen Systems wird dazu führen, dass es keine Kriege mehr geben wird, alles andere sind zwar schöne Träumereien, aber es sind halt auch nur Träumereien...
Und was den angeblichen "gewaltlosen Widerstand in der Türkei" betrifft, darüber allein könnte man eine eigene lange Diskussion führen...
Martina Lennartz
6.216
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 15.04.2017 um 21:43 Uhr
Herr Menger, so ist es. Deutschland verkauft Waffen an Saudi Arabien, die diese an den IS weiterreichen. Und die Deutschen kämpfen dann gegen den IS.
Stefan hat recht- nur der aktive Widerstand kann helfen.
Herr Menger, sehen wir uns beim Ostermarsch am Montag in Frankfurt??
Kurt Wirth
2.830
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 17.04.2017 um 09:19 Uhr
@Stefan Walther: Ich halte die aufgeführten Forderungen nicht mehr und nicht weniger illusionär als die Forderung "Weg mit dem Imperialismus". Das eine sind die konkreten Tagesaufgaben, das andere ist die abstrakte Formel für das Lehrbuch. Letztlich hängt beides zusammen. Aber im Lauf der Geschichte ließen sich durchaus auch einzelne Tagesforderungen durchsetzen (ich nenne nur die berühmte Kinderarbeit in Bergwerken, zumindest im europäischen Bereich), bevor die Komplettlösung realisiert ist. Wieso soll sich eine deutsche Kriegsbeteiligung nicht beenden lassen, die Rüstungsexporte nicht reduzieren lassen? Da würde schon der Druck der deutschen "Volksmassen" (ein Begriff, den ich bekanntermassen nicht verstehe) ausreichen.
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 17.04.2017 um 11:50 Uhr
@ Kurt Wirth: das sehe ich ganz anders, diese angeblichen Tagesforderungen sind teilweise illusionär und daher führen sie in eine Sackgasse. Ja, Tagesforderungen, oder auch anders ausgedrückt "Reformen innerhalb des Systems", sind absolut notwendig. Strategie und Taktik ( die Taktik muss sich immer an der Strategie ausrichten ) sind beide keineswegs abstrakt, auch diese Behauptung ist falsch, beides ist konkret, Politik und politische Forderungen müssen immer konkret sein.
Ja, man kann Tagesforderungen durchsetzen, wozu sollte man sie sonst aufstellen? Aber sie dürfen keine Illusionen verbreiten, nie die Machtfrage ignorieren usw.
Und bitte genau lesen: "(wir fordern) das Ende der Kriege...", das ist innerhalb des imperialistischen Systems keine durchsetzbare Tagesforderung, das ist eine Illusion ( genauso wie der Blödsinn von der angeblichen Möglichkeit der Zurückdrängung der Macht der Monopole und einiges meht ). Sicher konnte und kann man durch aktiven Widerstand einzelne Kriege verhindern, das ist kein Widerspruch...
Noch deutlicher wird es bei der Forderung Richtung EU, das ist völliger Nonsens...

gut, dass du nicht nochmal die Diskussion um die "Volksmassen" neu aufleben lassen willst Kurt... auch bekannter Maßen mein Hinweis = einfach mal sich die Mühe machen und u.a. bei Lenin nachlesen...
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 17.04.2017 um 22:42 Uhr
Bei Lenin nachlesen? Das sagt ja schon alles! Warum nicht gleich in der Bibel?
H. Peter Herold
28.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 17.04.2017 um 22:45 Uhr
Wäre keine schlechte Wahl. Aber nicht das slge Testament.
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.04.2017 um 06:24 Uhr
Frau Barthel, es ist nicht weiter tragisch wenn Sie nicht wissen worum es bei der Diskussion zwischen mir und Kurt Wirth geht, aber dass Sie sich dann dazu äußern, dass ist wieder mal nur nervig.... ja, das sagt nicht "alles", aber einiges... manchmal sollte man sich evt. einfach mal raushalten, Sie sind doch gar nicht angesprochen!?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.04.2017 um 09:15 Uhr
Ist das ein Portal für Insiderdiskussionen unter Kommunisten?
Kurt Wirth
2.830
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 18.04.2017 um 10:27 Uhr
Wie immer, wenn es hier darum geht, was denn nun rein soll und was nicht: wens nicht interessiert, brauchts ja nicht lesen. Eine Zensur findet nicht statt.
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.04.2017 um 10:42 Uhr
Nö Frau Barthel, Sie können tun und lassen was Sie wollen... ich verfahre persönlich nach dem Motto "wenn ich keine Ahnung von etwas habe - und davon gibt es ne Menge Dinge - dann halte ich meine Klappe..." Und wie Herr Wirth schon schreibt, interessiert Sie es nicht was z.B. Lenin alles geschrieben hat, dann brauchen Sie es ja nicht zu lesen...
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.04.2017 um 10:43 Uhr
Tun Sie das?
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.04.2017 um 11:20 Uhr
Wenn Sie meinen, dass mich nicht interessiert, was Lenin geschrieben hat, so ist das ein Missverständnis.
Aber: Ich setze das in Beziehung zu dem, was Lenin getan hat. Und ich sehe auch in Lenin, nicht nur in Stalin, einen Verbrecher.
Außerdem glaube ich nicht, dass diese von der Geschichte überholte und im Prinzip gescheiterte Ideologie etwas zur Lösung heutiger Probleme beitragen kann? Ich denke, zu keinem, und schon gar nicht zu einer Reduzierung der Aufrüstung.
War denn nicht die Sowjetunion einer der beiden Protagonisten der weltweiten Aufrüstung und des kalten Krieges?
H. Peter Herold
28.739
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 18.04.2017 um 11:31 Uhr
... und ist wieder oder immer noch.
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.04.2017 um 11:51 Uhr
Sie meinen Russland, das aber kein kommunistischer Staat mehr ist.
Russlands Waffenarsenal ist allerdings dem der USA weit unterlegen.
Es schürt aber Konflikte, wo immer es davon profitieren kann.
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.04.2017 um 11:51 Uhr
Frau Barthel, immer das gleiche "Spiel" = Sie stellen Fragen und wollen Antworten, gehen aber selbst auf so gut wie nichts ein.
Okay, einmal noch ne konkrete Antwort = Lenin und Stalin waren Protagonisten des sogenannten "Kalten Krieges"? Soll das ein Scherz sein, wann war dieser "Kalte Krieg"? Wann wandelte die Sowjetunion ihre Politik und ging zum Wettstreit mit den USA über? Unter Lenin oder Stalin???
Auf Ihre wiederholte anmaßende Behauptung von der angeblichen gescheiterten Ideologie und von der Geschichte überholt gehe ich jetzt nicht schon wieder ein, ich denke dazu ist wirklich schon - auch hier in der GZ - genug geschrieben und sich ausgetauscht worden!? Oder soll ich die Argumente wieder aufwärmen und Ihnen aufzeigen wie und wo, bis heute, alle Versuche den Kapitalismus zu reformieren gescheitert sind und scheitern werden? Da werden Sie mir wahrscheinlich auch antworten = schon wieder das Gleiche....
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 18.04.2017 um 13:18 Uhr
Ich habe eigentlich keine Frage gestellt. Ich erwarte von Ihnen eigentlich auch keine Antwort.
Ich habe auch nicht gesagt, Lenin und Stalin wären Protagonisten des Kalten Kriegs gewesen. Ich habe gesagt, die Sowjetunion. Da gab es nach Stalin noch einige Oberhäupter wie Chruschtschow, Breschnew, usw.....bis Gorbatschow.
Lenin war derjenige, der die Voraussetzungen für den totalitären Überwachungsstaat geschaffen hat.
Derjenige, der seltsame Fragen stellt, sind übrigens Sie. Oder was soll das, mich zu fragen, wann der Kalte Krieg war? Das kann doch wirklich nur eine Scherzfrage sein!
Dafür will ich Ihnen jetzt eine Frage stellen (die erste innnerhalb dieser Diskussion, die von mir kommt!), die ernst gemeint ist: Der einzige noch wirklich kommunistische Staat ist Nordkorea.
Warum weigern Sie sich angesichts dieser Tatsache, anzuerkennen, dass
das kommunistische Ideal nirgends verwirklicht wurde und letzten Endes gescheitert ist.
Und das sage ich ohne Schadenfreude. Ich hätte es mir anders gewünscht!
Und da mit dem Wegfall des Antagonismus zwischen Kapitalismus und Kommunismus das Ende der Geschichte nicht eingetreten ist, haben sich die Dinge seitdem in einer Weise entwickelt, die nur Wenige voraus gesehen haben, und mit der Digitalisierung treten immer neue Probleme auf, die man sich vor einigen Jahrzehnten noch nicht einmal vorstellen konnte!
Und Ihnen fallen dazu nur ihre alten Erzählungen von vorgestern ein?
Zum Glück sind nicht alle Linken so borniert, sonst müsste man wirklich total schwarz sehen!
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 18.04.2017 um 16:20 Uhr
In einem Punkt haben Sie Recht Frau Barthel, die Frage "war denn nicht die Sowjetunion einer der beiden Protagonisten....?" habe ich falsch gelesen! Dafür sorry! Ändert aber nichts daran, dass die Sowjetunion zum damaligen Zeitpunkt kein sozialistisches Land mehr war, ändert auch nichts daran, dass Sie sehr wohl verschiedene Fragen stellten ( wenn ich Sie nicht beantworten soll, dann sind wir uns ja einig ), ändert auch nichts daran, dass es heute keinen einzigen sozialistischen Staat mehr gibt ( schon gar nicht Nordkorea! )... die wiederholte Bitte = Sie brauchen nicht persönlich werden "Und Ihnen fallen dazu nur ihre alten Erzählungen von vorgestern ein?" nur weil ich eine andere Meinung vertrete.

Mal grundsätzlich, was zeichnet einen Staat aus, woran kann man messen was für ein Staat es ist? Welche Technik eingesetzt wird, welche Auswirkungen z,B. die Industriealisierung hat...? = nein, entscheidend ist in welchen Händen sie sich befindet.
Ob es ein "Überwachungsstaat" ist? - nein, denn da wäre die Frage "wer überwacht wen", ansonsten sagt das rein gar nichts aus.
Oder muss man die Frage nicht doch ganz anders stellen = wer hat die Macht?
Alles das brauchen auch Sie nicht beantworten, auch wenn es keine Scherzfragen sind, worüber Sie sich jedoch aus meiner Sicht Gedanken machen sollten, ist, warum weigern Sie sich damit zu beschäftigen wie sich wirklich die sozialistischen Staaten entwickelten, welche Errungenschaften es dort gab, auch welche Fehler gemacht wurden... und zu guter Letzt wie sie - von innen - zerstört wurden und welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind. Alles "Erzählungen von vorgestern?", na ja wenn Sie meinen....

Eine von vielen Untersuchungen ( und nicht von "vorgestern" ), sehr zu empfehlen:
http://www.amazon.de/Lehren-sozialistischen-Aufbau-Sowjetunion-ideologisch-politischen/dp/3880213690
2.463
Gertraud Barthel aus Gießen schrieb am 19.04.2017 um 10:06 Uhr
Zunächst ist es bestimmt nicht gleichgültig, ob Bürger in großem Maßstab überwacht werden, und von Wem.
Wissen ist Macht, und dabei handelt es sich vor Allem um Wissen dieser Art.
Von wem dieser ohne Zweifel zutreffende Ausspruch stammt, weiß ich leider nicht, aber der Folgende ist ganz sicher von Lenin: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Und in allen sozialistischen Staaten hat eine übermäßige Kontrolle die Menschen entmündigt und unterdrückt. Das und die Manipulation des Denkens, die fehlende Freiheit in allen Bereichen des kulturellen Lebens, das waren neben wirtschaftlichen Gründen die Ursachen für das Scheitern der kommunistischen Staaten. Und dieses Scheitern bedaure ich auch nicht!
Anders ist es mit der Idee des Sozialismus. Sie hat leider nie funktioniert und konnte es vielleicht auch nicht. In keinem Land der Welt hat wirklich das Volk, oder meinetwegen das Proletariat, die Macht oder die Kontrolle über die Produktionsmittel übernommen, wie es Lenin in seinen Aprilthesen proklamiert hat. Eine Diktatur des Proletariat wäre übrigens auch eine Diktatur und als solche abzulehnen.
Das Volk als Inhaber der Macht- ein schönes Ideal, dem bis jetzt die repräsentative Demokratie am nächsten kommt. Aber sie ist gefährdet, und muss dringend reformiert und weiter entwickelt werden!
Darin sehe ich die Aufgabe der Linken: Dafür zu sorgen, dass nicht wirtschaftliche Interessen in allen Bereichen, auch gegenüber den Rechten und Bedürfnissen der Bevölkerung , Vorrang haben, und dafür zu sorgen, dass die Bürger mehr Möglichkeiten bekommen, selbst für ihre Interessen einzutreten. Und wie wird sich die Politik in Zukunft gegenüber den wirtschaftlichen Imperien behaupten können? Will sie das überhaupt,oder will sie sich weiter selbst entmachten?
Solche Fragen sind die Fragen von heute, Herr Walther.
Die Idee des Kommunismus ist wie die Idee des Christentums ein Beispiel dafür, wie aus einer menschenfreundlichen Botschaft ein menschenfeindliches Unterdrückungssystem entstehen kann.
Übrigens: Den angegebenen Link habe ich nicht gelesen. Amazon ist eines der modernen Imperien, die ich nicht unterstützen möchte!
Stefan Walther
4.744
Stefan Walther aus Linden schrieb am 19.04.2017 um 11:38 Uhr
Ich werde nicht mehr darauf eingehen Frau Barthel, warum? Ihre Antwort zeigt mir deutlich, dass Sie keinerlei Kenntnisse davon haben "warum und wie" der Sozialismus zerstört wurde, das was Sie anführen, ( z.B. Vetrauen ist gut - Kontrolle ist besser ) hat damit nicht im Geringsten etwas mit dem vorübergehenden Scheitern zu tun und ist sogar falsch, denn dies ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen und für dieses Vorgehen gab es sehr gute Gründe...
Diese von Ihnen verdammte Diktatur des Proletariats ist 100x demokratischer als die demokratischste bürgerliche Demokratie...
Vielleicht ein Schrecken für den Kleinbürger, mit Sicherheit aber die Befreiung für die davor zu Millionen Unterdrückten und Ausgebeuteten...

Gern wenn Sie wollen haben Sie das letzte Wort, mir nicht wichtig, ich habe alles gesagt...
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