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Zwei Widder auf der Lahninsel

Sonntagskind, 9.4. vormittags
Sonntagskind, 9.4. vormittags
Gießen | Ungewöhnlich ist es auf jeden Fall, dass ein Schwanen- und Nilganspaar praktisch auf Tuchfühlung zusammen brüten. Aber vielleicht haben sie instinktiv erfasst, dass das auch Vorteile haben kann, zumal der Schwanenganter meist durch Abwesenheit glänzt, das Nilgansmännchen aber kaum einmal seiner Partnerin von der Seite weicht und selbst wenn es mal von der Insel ans gegenüber liegende Lahnufer fliegt, lässt es das Geschehen auf der Insel nicht aus den Augen.

Zunächst hatte ich nur bemerkt, dass seit März wieder das Schwanenpaar vom letzten Jahr (vermutlich) dort brütet. Erst seit etwa 14 Tagen ist mir das brütende Nilganspaar aufgefallen, was aber auch nicht verwundern muss. Das Gelege ist so unscheinbar, dass man erst durchs Fernglas ein paar scheinbar lose zusammen gescharrte Federbüschel erkennt. Irgendwie, vielleicht mit Speichel verklebt, scheinen die aber zu halten, Wind verweht sie jedenfalls nicht so einfach. Gelegenheit dazu gab es genügend. Regelmäßig, die genauen Abstände habe ich noch nicht festgestellt, verließ nämlich die Gans bis zu 15 Minuten das Gelege, um zu fressen. Sie schien die Eier vorher
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etwas abzudecken, aber sie so lange auskühlen zu lassen, schien mir für einen Bruterfolg doch ziemlich riskant. Aber anscheinend wissen die Nilgänse, was sie tun und die Jungen werden schon im Ei abgehärtet. Seit heute hat sich der Bruterfolg gezeigt, ein erstes Küken, ein Sonntagskind, zupfte heute morgen mit den Eltern Grashalme.

Gerade musste ich den danach angefangenen Beitrag umschreiben. Meine Vermutung, dass noch Geschwister kommen müssten, da ich sicher zwei Eier im Nest hatte ausmachen können, hatte sich am Spätnachmittag bestätigt, als sich die Nilganseltern mit zwei Sprößlingen zeigten. Mehr werden es aber wohl nicht mehr.

Zwei Eier lagen schon seit längerer Zeit unversehrt außerhalb des Nestes. Wie sie dahin gekommen sind und warum, lässt sich wohl nur spekulieren. Aber selbst vier Eier wären ein recht kleines Gelege.

Die Schwänin ist von dem Ganzen unbeeindruckt und verbringt die meiste Zeit des Tages mit dem Kopf zwischen den Federn auf ihrem Nest. Bis der eigene Nachwuchs sich zeigt, kann aber auch nicht mehr lange dauern. Mal abwarten, ob die Nilgänse dann noch auf der Insel sind und wie sich die beiden Arten dann verhalten.

Sonntagskind, 9.4. vormittags
29.3., Schwanen- und Nilganspaar komplett
Ein Ei (eigentlich zwei) außerhalb des Nilgansnestes
Der Schwanenganter mal anwesend
Zwei Eier im Nest
7.4., bis zu 15 Minuten verließ die Nilgans das Nest zum Fressen
Die Schwänin lässt es kalt, was die Nilgänse um sie herum treiben
Der Ganter bei einem kurzen Ausflug ans Lahnufer
Gerade zurück
Nach der Rückkehr werden die Eier anscheinend gewendet oder ihre Lage verändert
9.4., erst sah alles noch nach normalem Brutfortgang aus  aus, sogar eine Stockente hatte sich dazu gesellt
Beim Aufstehen sah man aber dann ein Gössel zwischen den Beinen der Gans
Das folgte auch sofort dem Beispiel der Mutter und zupfte Gras
Dann ging es zurück ins Nest zum noch verpackten Geschwisterchen
Das sommerliche Wetter lockte viele Tretbootfahrer, sich das Brutgeschehen aus der Nähe anzuschauen. Zum Glück betrat aber niemand die Insel.
Am Nachmittag sah es aus, als ob weiter gebrütet würde
Am Abend wurde aber schon mit dem zweiten Küken gefuttert
Der Ganter gönnt sich noch ein Bad

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Die Höckerschwan-Jungen von der Bootshausinsel sind inzwischen ca. 5 Wochen alt und wachsen schnell (hier am 17.6.2017 am Rübsamensteg).
Lahnschwäne

Kommentare zum Beitrag

Elke Jandrasits
536
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 11.04.2017 um 18:34 Uhr
Schön, dass die Nilgänse immerhin zwei noch ausgebrütet haben.
Bei den Schwänen wird es noch dauern, wahrscheinlich bis Anfang Mai.
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von:  Bernd Zeun

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Bernd Zeun
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