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„DenkXweb“ – ein ideales Werkzeug zur Recherche - Internetseite hilft bei der Suche nach denkmalgeschützten Gebäuden und Ensembles im Landkreis

„DenkXweb“ hilft bei der Suche nach denkmalgeschützten Gebäuden und Ensembles im Landkreis. Bild: Screenshot / Landesamt für Denkmalpflege Hessen.
„DenkXweb“ hilft bei der Suche nach denkmalgeschützten Gebäuden und Ensembles im Landkreis. Bild: Screenshot / Landesamt für Denkmalpflege Hessen.
Gießen | Rund 2200 Einzelkulturdenkmäler hat der Landkreis Gießen vorzuweisen. Neben vielen denkmalgeschützten Gebäuden befinden sich auch 92 Kirchen darunter sowie 27 Mühlen, 18 Hofgüter, 17 Burgen, 132 Gesamtanlagen und mit dem Limes sogar ein Teil eines Weltkulturerbes. Was bis vor Kurzem nur im dreibändigen, schweren Druckwerk nachgelesen werden konnte, ist bei „DenkXweb“ auch online abrufbar. Dabei handelt es sich um ein Informationssystem des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen im Internet.

„Das ,DenkXweb‘ ist ein ideales Werkzeug, mit dem sowohl Bauherren als auch einfach Interessierte mit wenigen Mausklicks recherchieren können, welche Gebäude und Ensembles unter Denkmalschutz stehen“, sagt Landrätin Anita Schneider über das Angebot, das unter denkxweb.denkmalpflege-hessen.de zu finden ist.

Dass das Thema Denkmalschutz der Landrätin wichtig ist, hat seinen Grund in aktuellen Entwicklungen der Städte und Gemeinden im ländlichen Raum: Die Ortskerne verlieren immer häufiger ihre typischen alten Häuser und Scheunen und der Leerstand nimmt zu. „Dagegen tun wir etwas, denn diese Gebäude tragen auch zur regionalen Identität hier im Gießener Land bei“, sagt Anita Schneider.

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Der Landkreis Gießen hat das älteste Fachwerkgebäude in Grünberg erworben, um es selber umbauen zu können. Das fast 600 Jahre alte Haus in der Barfüßergasse 5 wird zu einem Altbau-Beratungs- und Informationszentrum, kurz Albiz genannt, umfunktioniert. Eigentümer von historischen Gebäuden können sich hier künftig über Möglichkeiten zur Sanierung realitätsnah informieren. Das Albiz soll grundlegendes Wissen, etwa zur Bauweise alter Häuser und deren baulicher Bedürfnisse, vermitteln. Das Besondere daran: Bereits während der Sanierung können sich Interessierte informieren. Die Baustelle wird zur Schaustelle.

„Das Haus soll damit Eigentümer, Bauherren, Planer und Interessierte unterstützen“, sagt Charlotte Bairstow von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises. Das „DenkXweb“ bietet im Internet dazu eine Ergänzung. Es ist öffentlich zugänglich und hilft dabei, die Lage und Ausdehnung eines Kulturdenkmals oder einer Gesamtanlage räumlich einzuordnen. Außerdem gibt es Auskunft über die Bedeutung der ausgewiesenen Denkmäler.

Grundlage für die Rechercheplattform waren die in drei Bänden zusammengefassten 1483 Seiten des Landkreises Gießen, die zwischen 2008 und 2010 in der Reihe der hessischen Denkmaltopographien erschienen sind. Die Internetvariante hat dabei einen Vorteil: „Durch ,DenkXweb‘ können auch Veränderungen im Denkmalbuch vorgenommen und dokumentiert werden – etwa bei neuen Erkenntnissen zum Baudatum eines historischen Gebäudes“, erklärt Barbara Steuernagel von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises.

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