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Pfandringe sind heuchlerisch und nicht zielführend

Gießen | Der Magistrat will „Pfandringe“ an Gießener Abfalleimer anbringen lassen, auf denen Pfandflaschen abgestellt werden sollen, damit die Flaschensammler sie leichter mitnehmen können, ohne den Müll durchwühlen zu müssen.

Abgesehen davon, dass die meisten der wenigen Städte, die so etwas eingeführt haben, es wieder gelassen haben oder gar nicht erst anfangen wollen, weil es unpraktikabel ist, stellt Martina Lennartz, Stadtverordnete der Gießener Linken dazu in Frage:

Gibt das Projekt den Menschen, die auf diese Almosen angewiesen sind, mehr Würde?

Wird Armut dadurch nicht zementiert und dadurch schlussendlich verwaltet?

Warum sollten die Flaschensammler von dem Projekt abgehalten werden, weiter im Müll zu wühlen? Manche suchen dort nach Essensresten!

Ist es nicht so, dass die „Pfandflaschenwegschmeißer“ damit nicht das Problem lösen, sondern nur unser Gewissen beruhigen, wenn wir unser „Active O ² orange“ getrunken haben und gönnerhaft dann die Flasche mit den paar Cent in das Modell „Banana“ stecken? Motto: Mein Müll hilft den Armen!

Den praktischen Zynismus entdeckt selbst die Süddeutsche: „Vor zwanzig Jahren hätte dieses Land vielleicht noch das Ziel gehabt, eine Gesellschaft zu entwickeln, in der niemand Flaschen sammeln muss, um über die Runden zu kommen.“

Das war, bevor mit der Agenda 2010 und Hartz IV die Grundlage für das Flaschensammeln gelegt wurde.

Wenn man armen Menschen in Gießen wirklich helfen will, sollte z. B. die Einkommensgrenze für den Gießen-Pass angehoben oder endlich eine Wärmestube eingerichtet werden. -

Ergebnis: Wir halten den Antrag zur Prüfung von sogenannten Pfandringen für heuchlerisch und nicht zielführend.

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Florian Schmidt
4.243
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 09.02.2017 um 20:24 Uhr
Ich finde Pfandringe eine klasse Idee. Sollen doch die Penner auch mal was tun für ihr Geld. Wem sein Hartz4 nicht reicht oder seine Rente verprasst kann sich so an schönen Tagen was dazu verdienen. Und man lässt ihnen die Würde weil sie ja nicht mehr in den Mülleimer rein klettern müssen. Win Win
Dieter Schulz
525
Dieter Schulz aus Gießen schrieb am 09.02.2017 um 22:33 Uhr
Hallo Herr Schmidt,
Ihren Beitrag finde nicht schlecht. Nur bitte, die Menschen zu diskrimieren, Penner etc., ist sehr unhöflich. Das sind Menschen wie Sie und ich.
In Hamburg, Jungfernstieg, ist es so ähnlich. Ich habe mit einem darüber gesprochen, er sagte mir, das Pfandgeld kann er gut gebrauchen, nicht für Schnaps etc., sondern um seinen dürftigen Lebensstandart zu verbessern.
Martin Wagner
2.331
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.02.2017 um 16:50 Uhr
Richtig Frau Lennartz; die Partei der Arbeiterverräter ist "heuchlerisch und nicht zielführend".
Jutta Skroch
12.678
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 10.02.2017 um 19:23 Uhr
Ich finde, das ist immer noch die bessere Alternative, als gar nichts zu tun. Es geht auch nicht allein darum, das Flaschensammler nun nicht mehr in den Mülleimer greifen müssen. Es geht auch darum, dass gesammelte Flaschen zur Müllvermeidung beitragen, auch wenn das sicher ein Tropfen auf den heißen Stein ist. In Frankfurt gab es Holzkisten in die man leere Flaschen legen konnte, ob es sie noch gibt, weiß ich nicht.
Ich glaube nicht, dass die Wegwerfer ihr Gewissen beruhigen wollen, dann würden sie das Leergut erst gar nicht in den Mülleimer befördern, sondern daneben stellen. Die sind schlicht und ergreifend zu bequehm, das Leergut ins Geschäft zurückzutragen. Obwohl eine leere Flasche oder Dose doch sicher einfacher zu transportieren ist, als eine volle.
Mich würde mal brennend interessieren, wieviel Pfandgeld im Laufe eines Jahres tatsächlich im Müll landet, d. h. nicht eingelöst wird. Ich schätze, da kommt eine große Summe zusammen.
Herr Schmidt, was nun ihre Ausdrucksweise betrifft, so finde ich die ebenso wenig schön, wie Herr Schulz und Rentner, die ihre Rente verprassen, sind nicht die Gleichen, die ihre karge Rente aufbessern, um sich vielleicht mal Obst oder auch mal was Süßes leisten zu können. Die meisten schämen sich und schauen versteckt, ob sich vielleicht Leergut im Papierkorb befindet.
Florian Schmidt
4.243
Florian Schmidt aus Gießen schrieb am 10.02.2017 um 20:24 Uhr
Frau Skroch, ich finde nur wer eine ganze Tüte voll Pfandflaschen noch zum Edeka tragen kann, der kann auch noch richtig arbeiten. Und die Angebote gibt es doch durch die angepeilte Erhöhung des Renteneintrittsalters.
Jutta Skroch
12.678
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 10.02.2017 um 23:49 Uhr
Das halte ich für zu kurz gedacht, sorry. Es gibt viele Faktoren, die für oder gegen etwas sprechen. Das würde aber jetzt vom Thema ablenken. Ich war dankbar, als ich mit 60 aufhören konnte zu arbeiten, und ohne Abschlag in Rente gehen konnte, wenn man mal von der Halbtagsarbeit in den Jahren zuvor, absieht. Halbtags deshalb, weil ich einen ganzen Arbeitstag einfach nicht mehr durchgestanden habe. Keine körperliche Arbeit, ich war als Sachbearbeiterin am PC beschäftigt. Im übrigen hebe ich Leergut auch auf, wenn es mir begegnet, schon allein aus Umweltschutzgründen und der Geldverschwendung.
Martin Wagner
2.331
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.02.2017 um 08:21 Uhr
Frau Skroch, Herr Schmidt und Herr Schulz inhaltlich bin ich "gespalten".

Ich halte mich öfters (wegen der Politik) in der Giessener Innenstadt auf - und ich übertreibe nicht - die Anzahl der Pfandflaschensammler ist rasant gestiegen. Alleine die Mitbürger, welche sich - auf welchem Weg auch immer - die Spezialschlüssel für die städtischen Mülleimer besorgt habe (damit öffnen diese Bürger die Türen und kommen so besser an die weggeworfenen Flaschen) dürfte inzwischen bei rund 10 liegen. Komme ich abends einmal später nach Hause (ich wohne am Rande des Kneipenviertels) so sehe ich fast garantiert Flaschensammler.

Das kapitalistische System ist offensichtlich nicht mehr in der Lage einen wachsenden Teil der Bevölkerung sozial so abzusichern, dass die Sammelei nicht als gerne genutztes Zubrot notwendig wird.

Meine Frage: Was fällt den Otto Normalverbraucher mehr auf (und regt ihn an über das Wirtschaftssystem zumindest nachzudenken).

Ein Pfandsammler der in einem Abfalleimer rumwühlt oder an jeder Mülleimer so ein Pfandring!

Ich fürchte nach drei oder vier Wochen haben sich die Mitbürger an die Pfandringe gewöhnt und denken nicht mehr über den Kapitalismus nach.

Ich denke der Giessener Magistrat (bekanntlich beherrscht von der Partei der Arbeiterverräter) war klar, dass es bei der Einführung erst einmal Ärger gibt, aber letztendlich setzt er auf den Gewöhnungseffekt. Es ist in meinen Augen deswegen Aufgabe der Systemopposition in Giessen innerhalb, aber auch ausserhalb des Parlamentes der Bevölkerung klar zu machen wer und in wessen Sinne in der BRD regiert.

Das Thema Flachensammelei - mit oder ohne Pfandringe an Mülleimern - eignet sich sehr gut dafür.
Birgit Hofmann-Scharf
10.042
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 11.02.2017 um 11:51 Uhr
Ja, auch ich kann bestätigen dass die Zahl der Flaschensammler eine Tendenz nach oben hat - ebenfalls Beobachtungen aus der Stadt, in der ich mich täglich bewegen muss.
Ich denke ebenfalls, es ist gleichgültig, ob die Flaschen IM oder AM Mülleimer zu finden sind - die Ursache, die Veranlassung...... !!!
Elke Jandrasits
551
Elke Jandrasits aus Buseck schrieb am 12.02.2017 um 16:29 Uhr
Zur Frage von Jutta, wieviel Pfand nicht eingelöst wird:
Dazu gab es letzte Woche eine Veröffentlichung des NABU:

Der Pfandschlupf bezeichnet die Summen der Einwegflaschen und Dosen, für die Pfand bezahlt wurde, die aber nach dem Verzehr nicht zurückgegeben wurden. Durch den Pfandschlupf haben Einwegabfüller und Einzelhandel 2015 circa 180 Millionen Euro eingenommen. Seit Einführung des Pfandsystems bis ins Jahr 2015 summierten sich die Einnahmen aus dem Pfandschlupf auf mindestens 3,5 Milliarden Euro.
Quelle: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/ressourcenschonung/einzelhandel-und-umwelt/mehrweg/21967.html

Ich finde nichts dabei, Flaschen und Dosen zu sammeln, und nehme die auch gerne mit, wenn ich welche liegen sehe. Die Pfandringe sind eine gute Idee zur Müllvermeidung. Und die Flaschensammler haben bei mir ein wesentlich besseres Image als diejenigen, die zu faul sind, ihren Müll mitzunehmen.
Christoph Schäfer
681
Christoph Schäfer aus Gießen schrieb am 12.02.2017 um 16:46 Uhr
Dereinst sollte ja das hohe Pfand (0.25 €) zur Vermeidung des Kaufs von Einwegflaschen führen. Der Schuss ist gewaltig nach hinten los gegangen!
Martina Lennartz
5.101
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 12.02.2017 um 19:59 Uhr
Zuerst stelle ich fest, dass die Ironie des Herrn Schmidt leider nicht erkannt wurde.

Vielen Dank Jutta und Frau Jandrasits für die Kommentare.

Meiner Meinung nach sollte man in der Tat bei diesem Thema zwei Aspekte differenzieren:

1.Das Konzept auf gekaufte Flaschen Pfand zu erheben, um den Rücklauf zu erhöhen und Müll zu reduzieren und somit die Umwelt zu entlasten.

Wenn nun Einwegabfüller und Einzelhandel pro Jahr circa 180 Millionen Euro durch nicht zurückgeführte Flaschen und Dosen einnehmen, scheint das System verbesserungswürdig. Um es effektiver zu gestalten, könnte man den Pfand erhöhen. Dies könnte die Motivation erhöhen, Flaschen und Dosen nicht in den Müll zu werfen, sondern dem System zurück zu führen. Das würde aber bedeuten, dass Einwegabfüller und Einzelhandel weniger durch Pfandschlupf verdienen würden. Dies ist aber wahrscheinlich nicht gewollt. Der Pfandschlupf hat aber mit den Pfandringen erst mal nichts zu tun. Im Antrag geht es vornehmlich um die Pfandsammler.

2. Die Ursache für die Zunahme der Verarmung von immer mehr Menschen, auch in unserer Stadt. In dem obigen Bericht wird darauf hingewiesen, dass auch in Gießen nur auftretende Symptome und nicht die Ursachen der Armut - hier das „Müllwühlproblem“ - bekämpft werden sollen.
In der ursprünglichen Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Gießen war es noch verboten in den Mülleimern zu wühlen!! - Erst ein Antrag der Linken sorgte dafür, dass dieser Passus entfernt wurde.
Auch hier schien es der Stadt Gießen nicht darum zu gehen, die Ursachen zu sehen, sondern Symptome zu bekämpfen - „Bitte nicht im Müll wühlen, wir wollen eure Armut nicht sehen.“
Wenn man sich nun die Berichte der einzelnen Städte anschaut, die sich mal für dieses Projekt interessierten, stellt man fest, dass sie die Pfandringe wieder abbauen (siehe Köln) oder gar nicht erst einsteigen wollen. Andere Städte nehmen erst seit Ende 2016 teil oder haben nur extrem wenige Pfandringe in den Städten aufgehängt, so dass sie noch keine klare Aussage hinsichtlich eines Nutzen treffen könne.

Die meisten sind sich jedoch einig, dass immer wieder die gleichen Probleme auftauchen:
* die Ringe seien oft vollgemüllt,
* um sie herum gebe es mehr Glasscherben,
* das Leeren der Tonnen wird umständlicher, dauere viel länger und werde dadurch teurer.
* es bedienen sich eher auch Leute, die es nicht nötig haben und
* die Flaschen in den Ringen werden als Wurfgeschosse verwendet.
*...

Schlussendlich: Man beobachte, dass weiter in den Mülleimern gesucht werde.
Warum wohl?
Jutta Skroch
12.678
Jutta Skroch aus Buseck schrieb am 14.02.2017 um 17:27 Uhr
@Elke, das ist eine gewaltige Summe. Ich weiß zwar nicht, wer letztendlich am meisten dran verdient, denn wenn theoretisch beim Discounter mehr Leergut zurückgegeben wird, als er ausgegeben hat, dann würde er drauflegen.

@Martina, stimmt, das Pfandsystem ist dermaßen undurchsichtig, dass die meisten nicht durchblicken. Mir erschließt sich nicht, was der Inhalt der Glas- oder Petflasche mit Pfand zu tun hat. Pet ist Pet und Glas ist Glas. Ausnahme die Mehrwegflaschen, da hapert es oft mit der Annahme am Automaten.
Beispiel: ein Hersteller verfüllt Orangensaft in der Glasflasche mit Pfand, die gleiche Flasche und evtl. gleicher Hersteller verfüllt Apfelsaft oder Apfelwein OHNE Pfand. Wer soll denn daraus noch klug werden? Das meiste Leergut finde ich beim Discounter im Papierkorb vorm Automaten. Die Leute sind ja sogar zu bequehm, mit dem nicht angenommenen Leergut an die Kasse zu gehen und dort nachzufragen. Obwohl neben dem Automaten ein entsprechender Hinweis angebracht ist.
Höher sein müsste m. E. das Pfand für Glasflaschen, aber auch dann wird sich nicht viel ändern. Das die oft mutwillig zerstört werden, hängt sicher mit dem vorausgegangen Alkohlkonsum zusammen.
Auch früher gab es Armut, da haben die Menschen eben Lumpen oder andere Sachen gesammelt, um über die Runden zu kommen.

Den einzelnen fehlt es am nötigen Umweltbewusstsein, das sieht man, wenn man durch die Stadt geht und das ist beileibe kein Gießener Problem. Jeder Blumenkübel wird zugemüllt.

Da ist mir in der letzten Zeit speziell an der Theo-Litt-Schule aufgefallen. Der Schulhof ist picobello sauber, da liegt kein Papierchen, aber schaut euch mal den gegenüberliegenden Parkplatz und die angrenzende Wiese an, das sieht schrecklich aus.

http://www.giessener-zeitung.de/buseck/?page=content%2Farticle_detail.php&docid=116919

Im Gießener Bahnhof bin ich übrigens mal von einem Bahnbediensteten angepflaumt worden, weil ich eine Dose mitgenommen habe, die sichtbar da lag. Das wäre verboten !!!
Ich habe sie trotzdem mitgenommen, ob ich damit seine Pfründe geschmälert habe, k. A.?

Jetzt bin ich vom Hölzchen aufs Stöckchen gekommen, Martina, es wird sich nichts ändern, außer in den Köpfen der Leute, Leergut dahin zu bringen, wo es hingehört. Was ich andererseits wieder schade finde, weil ich davon profitiere. ;-)

Die weitaus gravierendere Seite ist die, der Armut. Die wird weiter zunehmen, wenn die jetzigen Minijobber in Rente gehen. Auf lange Sicht hilft da sicher nur eine Grundsicherung für das Alter.
Martina Lennartz
5.101
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 15.02.2017 um 22:13 Uhr
Liebe Jutta, hast du das gewusst? : Rente kommt aus dem Französischen `reddere` und heißt ‚zurückgeben, erstatten‘.

Norbert Blüm sagte 1997, dass die Renten sicher sein und jetzt befürchtet sogar er selbst, dass das Rentenniveau in die Nähe der Sozialhilfe abgleite – Das hat er logisch geschlussfolgert, denn im Kapitalismus sind die Renten nicht sicher!!

Sicher dagegen sind sinkendes Rentenniveau, steigendes Eintrittsalter und steigende Altersarmut.
Hartz IV, die Minijobs, Leiharbeit sind nur einige wenige Gründe warum immer mehr Menschen die Rente nicht zum Leben reichen wird. Immer mehr Menschen können sich nicht entspannt zurücklegen und ihren sogenannten Ruhestand genießen. Sie haben einen Unruhestand, weil sie noch im hohen Alter nebenher arbeiten müssen. Allein im Herbst 2012 zählte selbst die Bundesagentur für Arbeit mehr als 812 000 Minijobber, die älter als 65 Jahre waren. Bereits heute erhalten 500.000 Menschen zu ihrer niedrigen Rente Grundsicherung. Diese Zahl hat sich in den letzten 11 Jahren mindestens verdoppelt.

"Pfandringe" ist das einzige was der Koalition dazu einfällt.

Bei allen politischen Entscheidungen muss man nur schauen wer im Vordergrund steht. Ist der Mensch oder der Profit??
Stefan Häbich
141
Stefan Häbich aus Gießen schrieb am 23.02.2017 um 11:34 Uhr
Hallo Martina,
Wir hatten uns ja über das Thema unterhalten weil ich es Umwelttechnisch für wichtig halte Möglichkeiten zu finden die Umwelt sauberer zu halten. Nun ist mir in den Diskussionen aufgefallen das wir alle super Ideen haben aber doch niemand sich mal mit dem Menschen auseinander gesetzt hat die es betrifft.
Aus diesem Grunde habe ich gestern die Chance genutzt und mich mit einigen unterhalten.
Die Menschen die Flaschen sammeln finden die Idee des Ringes schlecht, weil dadurch ein Größerer Wettbewerbs Druck entsteht der dadurch kommt das dann auch Leute sammeln würden die vorher durch die Mülltonnen abgeschreckt wurden. Weiter sind sie der Meinung das es eher der Stadt darum geht ein sauberes Bild zu generieren und die Sammler so aus dem Stadtbild verdrängen wollen.
Ich denke es ist wichtig weiterhin nach Möglichkeiten einer Sauberen Umwelt zu sorgen doch sollte man darauf achten das Menschen durch vermeintlich gute Ideen nicht in weitere Wettbewerbe gedrängt werden die Ihr Leben weiter erschweren.
Michael Beltz
6.919
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 23.02.2017 um 17:06 Uhr
Wie wäre es denn, wenn in einem der reichsten Länder der Welt dafür gesorgt würde, dass Menschen keine Flaschen sammeln müssten.
Peter Baier
9.678
Peter Baier aus Gießen schrieb am 04.03.2017 um 16:49 Uhr
Michael, richtig wäre: “wenn die reichsten in einem der reichsten Länder….”
ihren Beitrag leisten würden damit so was nicht nötig wäre?
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Wenn die Stadt sich durch das anbringen solche Pfandringe feiern lassen will frage ich mich ob sie den Schuss nicht gehört haben!!!!!!
Ich sah vor etwa 30 Jahren die Hand einer Frau, welche gerade aus einem Müllereimer im Seltersweg heraus kam. In der Hand hatte sie eine Eiswaffel mit noch etwas Eis daran. Nachdem sie sich ihre Beute angesehen und etwas gereinigt hatte hat sie es gegessen. Ich hätte gerade kotzen können.
Jetzt könnte man natürlich die Person loben welche das Eis in den Mülleimer geworfen hat, immerhin konnte sie dadurch das Eis essen.
Ich würde neben den Pfandringen auch noch zusätzlich ein Tablett befestigen, auf diesen Tablett könnten wir ja auch noch Essensreste ablegen.
Der Vorteil wäre es müsste der Müll nicht nach essbaren durchsucht werden.
Bei kosten von 160 - 220€ pro Pfandring bei einer Abnahme von 10 Stück, dazu kommt noch die Halterung und die Montage.
Besser wäre dieses Geld der Giessener Tafel zur Verfügung zu stellen und dafür zu sorgen das keine Lebensmittel schon in den Geschäften in den Müll landen.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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