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Pilotprojekt des Landkreises Gießen für mehr bezahlbaren Wohnraum

Gießen | „Der Kreisausschuss des Landkreises Gießen geht mit diesem Pilotprojekt einen entscheidenden Schritt, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, sagte Landrätin Anita Schneider. Das Gremium hat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, dem Kreistag einen Beschlussantrag vorzulegen. Danach soll eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung auf dem Gebiet des sozialen Wohnungsbaus gegründet werden.

Bereits im Dezember 2015 hatte der Kreistag beschlossen, mit anderen Kommunen sowie Bau- und Siedlungsgenossenschaften bzw. Unternehmen des sozialen Wohnungsbaus zu kooperieren, um die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum zu fördern. Zum damaligen Zeitpunkt offen geblieben, und von der rechtlichen Abstimmung mit Regierungspräsidium abhängig gemacht worden, war die konkrete Rechtsform dieser Organisation. In der Zwischenzeit habe man sich mit der Aufsichtsbehörde auf die Gründung einer GmbH verständigt und man sieht einer Zustimmung des Regierungspräsidiums positiv entgegen. Die rechtlichen Details werden derzeit abgestimmt.

Die Gesellschaft soll die Aufgabe haben, selbst bestimmtes, solidarisches, generationsübergreifendes und auch für das Älterwerden geeignetes Wohnen zu fördern und zu realisieren. Der von der Gesellschaft selbst oder über Dritte bereitgestellte Wohnraum soll dauerhaft als preisgünstiger Wohnraum zur Verfügung stehen. Die Errichtung von Wohngebäuden sowie der Betrieb der Liegenschaften sollen vorrangig von privaten Dritten erbracht werden.

Der Kreistag wird in seiner Sitzung am 6. März über den Antrag des Kreisausschusses zur Gründung dieser Gesellschaft entscheiden.

In Zusammenhang mit dieser Entscheidung hat der Kreisausschuss in der Zwischenzeit die Erstellung eines Wohnraumversorgungskonzeptes in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals 2017 zur Verfügung stehen werden. Mit dieser Studie sollen die konkreten Wohnbedarfe der einzelnen kreisangehörigen Städte und Gemeinden ermittelt werden. Diese Ergebnisse sollen die Kommunen bei Ihren Entscheidungen über einen Beitritt zur Gesellschaft durch aussagefähige Informationen im Bereich der Wohnraumversorgung unterstützen.

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