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Moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar

Gießen | Die kalte Jahreszeit hat einen unmittelbaren Einfluss auf den Arbeitsmarkt. Daher ist im Januar im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Vergleich zu Dezember um 1167 Menschen auf nun 18847 gestiegen. Die Quote stieg auf 5,2 Prozent, 0,3 Prozentpunkte mehr als einen Monat zuvor.
Im Januar des Vorjahres waren noch 1202 Arbeitslose mehr gemeldet. Die Quote lag seinerzeit bei 5,6 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit ist aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen, saisonbereinigt gab es aber erneut einen deutlichen Rückgang“, kommentiert Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen, die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt. „Zum Jahresende auslaufende Arbeitsverträge und witterungsbedingte Einschränkungen im Baugewerbe sind für den Anstieg als Hauptgründe zu nennen. Die Zahl der Flüchtlinge hat sich noch immer nicht nennenswert auf die Arbeitslosenzahlen ausgewirkt. Beim Bestand und den Zugängen von gemeldeten Arbeitsstellen ist die Entwicklung für Januar typisch rückläufig.“

Gemeldete Stellen
Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur Gießen sowie den Jobcentern des Kreises Gießen und der Wetterau im abgelaufenen Monat insgesamt 1427 neue Arbeitsstellen. Dies waren 357 Stellen weniger als im Januar 2016.
Der Stellenbestand an offenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen ist ebenfalls im Januar gesunken. Im Berichtsmonat waren 5606 Stellen gemeldet, 133 Stellen weniger als im Januar 2016.

Männer und Frauen
Im Januar ist die Arbeitslosigkeit geschlechtsspezifisch gleichermaßen angestiegen. Männer waren davon mehr betroffen als Frauen.
Die Anzahl der erwerbslos gemeldeten Männer lag jetzt bei 10804, 833 mehr im Vergleich zum Vormonat Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozent auf nun 5,7 Prozent an. Im Vorjahresmonat waren 532 Männer mehr gemeldet. Die Quote lag damals bei 6,0 Prozent.
Im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen waren im Januar 8043 Frauen arbeitslos gemeldet, 334 mehr als im Vormonat. Die Quote erhöhte sich auf 4,7 Prozent. Dies entspricht einem Anstieg um 0,2 Prozent. Im Vorjahresvergleich waren damals 670 Frauen mehr arbeitslos gemeldet. Die Quote betrug seinerzeit 5,1 Prozent.

Besondere Personengruppen
Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren wurde im Januar ein Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Die Zahl derer, die auf der Suche nach einer Ausbildungs-
Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen
Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen
oder Arbeitsstelle waren, stieg im abgelaufenen Monat um 110 Personen und lag danach bei 1876. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf nun 4,9 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 13 jüngere Arbeitnehmer weniger arbeitslos gemeldet. Damals lag die Arbeitslosenquote ebenfalls bei 4,9 Prozent.
Die Zahl der über 50-jährigen Erwerbslosen ist im Januar nennenswert gestiegen, weist aber gegenüber dem Vorjahresmonat einen deutlichen Rückgang auf. Im abgelaufenen Monat waren 6371 Ältere arbeitslos gemeldet, 346 mehr als noch einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf nun 5,4 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 618 ältere Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Damals lag die Quote bei 6,0 Prozent.

Regionale Unterschiede
Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar sind die drei Landkreise im Bezirk der Arbeitsagentur Gießen, der Landkreis Gießen, der Wetteraukreis und der Vogelsbergkreis, unterschiedlich stark betroffen. Der prozentual stärkste Anstieg wurde im Vogelsberg verzeichnet, nominal im Wetteraukreis.
Im Kreis Gießen waren im Januar insgesamt 8742 Menschen erwerbslos gemeldet, 402 Arbeitslose mehr gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozent auf nun 6,2. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 6,7 Prozent. Damals waren 654 Menschen mehr registriert.
Agentur für Arbeit Gießen
Agentur für Arbeit Gießen
Im Wetteraukreis ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar um 541 Personen auf jetzt 7505 gestiegen. Die Quote stieg auf 4,6 Prozent, 0,3 höher als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 612 Erwerbslose weniger gemeldet. Seinerzeit lag die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent.
Im Vogelsbergkreis ist die Zahl der Erwerbslosen auch im Januar weiter gestiegen. 2600 Personen waren arbeitslos gemeldet, 224 Personen mehr als noch im Dezember. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 auf nun 4,6 Prozent. Im Vorjahresmonat waren 64 Erwerbslose weniger gemeldet. Die Quote lag damals bei 4,4 Prozent.

Die beiden Rechtskreise (nach dem Sozialgesetzbuch II und III)
Im Januar hat sich die Arbeitslosigkeit bei dem Rechtskreis nach dem Sozialgesetzbuch III (Arbeitslosenversicherung) erhöht und ist zeitgleich im Zuständigkeitsbereich der Jobcenter zurückgegangen.
Bei der Arbeitsagentur Gießen (und den Geschäftsstellen in Bad Vilbel, Büdingen, Friedberg und Lauterbach) waren im Januar 6684 Personen gemeldet, 1372 mehr als im Vormonat Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Zahl derer damit heute um 337 Personen höher.
Die Zahl der in den Jobcentern geführten Erwerbslosen sank um 205 Personen auf nun 12163. Ein Jahr zuvor wurden dort noch 1539 Personen mehr geführt. Das Jobcenter Gießen betreute im Januar 6049 Arbeitslose, 181 Personen weniger gegenüber Dezember. Im Jobcenter Wetterau waren im abgelaufenen Monat 4577 Arbeitslose gemeldet, 43 Personen weniger als im Vormonat Dezember.
Im Vogelsbergkreis wurden bei der Kommunalen Vermittlungsagentur (KVA) insgesamt 1537 Arbeitslose im Januar betreut, 19 mehr als im Dezember.

 
Eckart Schäfer, Leiter der Arbeitsagentur Gießen
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Agentur für Arbeit Gießen
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von:  Agentur für Arbeit Gießen Pressesprecher Johannes Paul

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