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Wo ist das Geld, das umverteilt werden muss?

Gießen | Acht Milliardäre besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – das ist der Befund des Berichts »An Economy for the 99 Percent« (»Eine Wirtschaft für die 99 Prozent«).

Demnach ist die soziale Ungleichheit deutlich dramatischer als bisher bekannt.

Laut Report besaßen die acht reichsten Männer der Welt 2016 zusammen 426 Milliarden US-Dollar, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung bzw. 3,6 Milliarden Menschen insgesamt über 409 Milliarden US-Dollar verfügten.

Auch in Deutschland besitzen 36 Milliardäre so viel (297 Milliarden US-Dollar) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, das reichste Prozent besitzt rund ein Drittel des gesamten Vermögens.
(aus junge Welt 16.1.2017)

Woher kommt das Geld der Milliardäre?
Auf wessen Kosten erlangen die Reichsten der Reichen das Vermögen?
Warum nehmen Hunger, Armut und Verelendungen auf der anderen Seite zu?
Warum wächst in Deutschland die Armut?

Und jetzt die Masterfragen:
Was wird in Deutschland seitens der Regierenden unternommen, um der Armut entgegen zu wirken?
oder
Was wird in Deutschland seitens der Regierenden unternommen, damit die Reichen noch reicher werden und deren Reichtum weiter geschützt wird?

 
 

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Kommentare zum Beitrag

Martina Lennartz
6.217
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 17.01.2017 um 20:05 Uhr
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/oxfam-warnung-fuer-ein-prozent-hat-mehr-als-der-rest-der-welt-1.2310647

"....Um eine weitere Zunahme der Ungleichheit zu stoppen, fordert Oxfam von den Staaten eine Selbstverpflichtung zu verschiedenen Maßnahmen: die Bekämpfung von Steuervermeidung und Steuerflucht, die Besteuerung von Kapital anstelle von Arbeit, die Einführung von Mindestlöhnen - sowie die Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen. Die Regierungen müssten sich gegen Interessengruppen durchsetzen, "die einer faireren und gedeihlicheren Welt im Wege stehen", forderte Byanyima....."

Das passt auch zu den aktuell stattfindenden Streiks!
Martin Wagner
2.673
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 18.01.2017 um 10:05 Uhr
Ich möchte die Fragen der Artikeleinstellerin beantworten:

" (......) Und jetzt die Masterfragen: Was wird in Deutschland seitens der Regierenden unternommen, um der Armut entgegen zu wirken? (...) "

Nichts!

" (....) Was wird in Deutschland seitens der Regierenden unternommen, damit die Reichen noch reicher werden und deren Reichtum weiter geschützt wird? (....) "

Sehr, sehr viel - denn das ist doch die wahre Aufgabe des herrschenden Blockes / der Altparteien SoChriGrue ......!

((vielleicht etwas zu holzschnittartig - aber ich sollmich ja kurz fassen))

Solange es uns nicht gelingt den Kapitalismus zu "entsorgen" gibt es keine bessere Welt. Und das nicht nur bei uns, sondern überall. 70 Jahre BRD-Geschichte nach dem Krieg haben doch gezeigt , dass "Reform"politik letztendlich nur den herrschenden Block / den Kapitalisten genutzt haben. Oder anders formuliert: Die "Reformer" hatten ihre Chance. Sie haben sie nicht genutzt.

Der Kampf muss wegen der fortgeschrittenen Globalisierung * weltweit geführt werden, aber jeder Mensch kann in seinem überschaubaren sozialen Umfeld / vor Ort dazu beitragen.

D.h. für mich die örtlichen Marionetten des Systems (in Parlamenten, Verwaltungen und Medienlandschaft) dort angreifen, wo ich sie treffen kann. Da wir in keiner Diktatur leben kann das wirklich jeder Mensch ohne befürchten zu müssen - wie in sehr vielen anderen Ländern - wegen Systemopposition einfach zu verschwinden.

Wenn wir dafür nicht mutig sein müssen **, dann müssen wir nur unsere Trägheit überwinden. Menschen die "die Schnauze voll haben" müssen in der Öffentlichkeit sichtbar werden. Sie müssen sich organisieren. Sie müssen politische Aktionen starten. Am besten in den Betrieben, aber auch die Straße ist ein brauchbares Kampffeld. Wir brauchen auch in Parlamenten gute Leute, die sich nicht scheuen den Helfern und Helfershelfer der Kapitalisten die Wahrheit "ins Gesicht zu schleudern". (Was wir nicht brauchen sind "Linke", die den Kampf gegen die Kapitalisten für ein Butterbrot namens "mitsitzen am Gulaschtopf der Macht" aufgeben.)

Aktuell sollten die Unangepassten sich langsam überlegen, ob es Sinn macht ihre Sicht der Dinge in die Auseinandersetzungen der diesjährigen Wahl einzubringen.

((hat schon ein Bart - gilt aber immer noch))

Wer sich nicht wehrt - lebt verkehrt!

* Solange nicht weltweit dieses Wirtschaftssystem - zumindest in den führenden kapitalistischen Ländern - beseitigt ist besteht immer die Gefahr, dass ein vom kapitalstischen System befreites Land mit Hilfe von Willfährigen (von innen oder von aussen) zurück erobert wird.

** Ich bin mir recht sicher, dass die Mehrheit der Bevölkerung - wie ich - keinen Hang zum mutigen Auftreten hat ("heldenhafter Kampf" ist in der deutschen Geschichte der "Nichtangepassten" eher selten und dadurch nicht tradiert), sondern eher genau abschätzt, welches Mass an Engagement ohne schwerwiegende Sanktionen von Seiten der Kapitalisten (und deren Helfer und Helfershelfern) möglich ist. Da im Moment der herrschende Block in der Bevölkerung massiv an Akzeptanz verliert ist dieser Spielraum immens gewachsen.
Martina Lennartz
6.217
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 18.01.2017 um 18:12 Uhr
Der ehemalige VW Vorstandsvorsitzende Winterkorn bekommt täglich 3100.- € Altersversorgung. ( Abgasaffäre)
Er wurde zu keinem Untersuchungsausschuss gebeten.
Hartz IV Empfänger bekommen bei den geringsten Verstößen die Hälfte der Beiträge gekürzt.
Das las ich heute bei den Leserbriefen im Anzeiger, ein Beitrag von Herrn Sauter. Ich schließe mich seiner Empörung an. Gilt hier der gleiche Maßstab?
Herr Sauter fragt weiter : "Sitzen wir alle im selben Boot, sind am Rudern und Herr Winterkorn darf angeln??"
Herr Winterkorn ist im Vergleich trotzdem nur ein kleiner Fisch.
Wer sitzt dahinter und steckt das ganz große Geld ein?
Diese Menschen machen die Politik.
Das nennt man Kapitalismus.

Wie war das mit der Masterfrage Nr. 2?
Martina Lennartz
6.217
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 31.01.2017 um 01:26 Uhr
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
Auf www.giessener-zeitung.de kann jeder aus seinem Ort berichten. Lokaler geht's nicht!

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Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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Interessensgebiet: Gießen
Martina Lennartz
6.217
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