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liegt keine Wanze. So gesehen an der Wieseck am Schwanenteich, wo sie nicht sein sollte
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Kommentare zum Beitrag

Andrea Mey
10.751
Andrea Mey aus Lollar schrieb am 17.01.2017 um 11:44 Uhr
Und was ist mit den vielen freilaufenden Hunden???
Die sollten erst recht nicht dort sein!
Dietmar Jürgens
1.252
Dietmar Jürgens aus Gießen schrieb am 17.01.2017 um 15:55 Uhr
Wohl wahr. Es wäre ein Traum für die Vogelwelt gäbe weder die Einen noch die Anderen. Doch noch besser ginge es den Vögeln, gäbe es den Homo sapiens nicht.....

Schwieriges Thema, denn es fehlt oft an Einsicht bei den Tierhaltern. Leider. Und was die Opferzahlen unter der Vögeln betrifft, sind Katzen definitiv die effizienteren Jäger und somit insbesondere für Singvögel die größere Bedrohung. Bedrohlich ist vor allem die Dimension, die das Ganze angenommen hat, da sich diese Haustiere immer größerer Beliebtheit erfeuen. Bei entsprechender Rücksichtnahme und auch Schulung der Halter, wäre schon viel gewonnen. Freilaufende Hunde lassen sich einfach verhindern: mit der Leine, bei freilaufenden Katzen sieht es da schon schlechter aus: da hilft auch kein Glöckchen. Es gibt jede Menge Möglichkeiten (Zuchtverbot, Kastration etc.) das Ausmaß einzudämmen, doch da fühlt sich Homo sapiens in seiner individuellen Freiheit 'bedroht' bzw. fürchtet um die Milliarden, die man mit den Tierchen verdienen kann.
Ilse Toth
37.049
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 17.01.2017 um 23:11 Uhr
Wenn man immer wieder diese Geschichten über die Gefahr der Katzen erzählt, werden sie auch nicht wahrer. Warum glaubt man den vielen Untersuchungen nicht, wo der Mageninhalt überfahrener und erschossener Katzen untersucht wurde? Der Anteil an Vögeln war verschwindend gering! Warum immer die Schuld bei den Tieren suchen? Greife sich der Mensch an die eigene Nase! Wir vernichten , was die Vögel benötigen! Brutplätze, Minderung des Nahrungsangebotes durch Monokulturen und Unmengen von schädlichen Einsätzen der Landwirtschaft! In einem stimme ich Ihnen zu, Herr Jürgens! Die Gedankenlosigkeit der Menschen, ihre Katzen nicht kastrieren zu lassen! Wir vom Tierschutz wissen, dass die Tausende und Abertausende von herrenlosen Katzen ein jämmerliches Dasein führen. Wäre der Tisch für sie in Feld und Wald gedeckt, böten sie nicht einen so erschreckenden Anblick! Skeletthaft abgemagert sind die meisten Katzen, wenn sie aufgegriffen werden. Hauskatzen sind keine Wildkatzen, die von klein an lernen, sich selbst zu ernähren. Aber auch die Rückkehr der Wildkatzen wird von vielen Menschen verurteilt. Besonders von denen, die Natur für sich beanspruchen. Zum Abschluss möchte ich erwähnen, dass wir seit Jahrzehnten immer mehrere Katzen haben. In unserem naturbelassenen Garten bieten sich viele Möglichkeiten für die Vögel zu brüten. Wir haben eine Vielzahl von Vögeln- nur leider vermissen wir an unserem Futterplatz in diesem Jahr die Piepmätze. Und das liegt mit Sicherheit nicht an unseren Katzen.
Dietmar Jürgens
1.252
Dietmar Jürgens aus Gießen schrieb am 21.01.2017 um 22:30 Uhr
Liebe Frau Toth, in einem Sie haben völlig recht: der 'böse Bube' ist der Mensch. Die Veränderungen in der Landwirtschaft, die Zersiedelung der Landschaften u.a. durch den Straßenverkehr gehen auf sein Konto: aber eben auch die Haltung von Unmengen an Haustieren. Und die Masse macht das Problem. Es gibt seriöse Untersuchungen, die gehen, konservativ geschätzt, von ca. 5 getöteten Jungvögeln pro Katze und Brutsaison aus. Das entspricht im Durchschnitt dem Verlust von 1-2 Bruten. Bei geschätzten 10 Millionen freilaufenden Hauskatzen (und auch hier wird von der kleinsten Zahl ausgegangen) macht das mindestens 50 Millionen Opfer unter den Vögeln allein durch Katzen aus, andere Berechnungen gehen von bis zu 350 Millionen getöteten Vögeln aus (alle Zahlen beziehen sich auf Deutschland). Ein Verlust, der bei unverändert guten Reproduktionsbedingungen sehr wahrscheinlich ohne Folgen bliebe. Leider haben sich die Bedingungen in den letzten Jahrzehnten massiv verschlechtert. Da davon ausgegangen werden kann, dass gleichzeitig die Zahl der Katzen gestiegen ist, ist leicht auszurechnen, welche Konsequenzen das nach sich zieht. Und Sie haben auch Recht, dass Vögel nur einen geringen Anteil am Beutespektrum freilaufender Katze haben. Den größten Anteil daran dürften Mäuse und andere Kleinnager haben. Mäuse sind aber nun mal essentiell für andere Prädatoren. Hauskatzen müssen diese nicht töten, um zu überleben, denn sie werden zuhause gefüttert, andere Tiere schon. Also, Hauskatzen töten nicht nur Vögel, sie sind auch Nahrungskonkurrenten und greifen somit massiv in das Ökosystem ein. Würden sie nicht vom Menschen gefüttert, wären es deutlich weniger und somit hätten sie auch einen geringeren Einfluss auf die Vogelwelt und Kleinnager.
Doch das ‚Katzenproblem‘ ist nur eines von den zahlreichen Problemen, die 8 Mrd. Homo sapiens mittlerweile global verursachen. Und wenn der Mensch eines ist, dann ist es inkonsequent.
Ilse Toth
37.049
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 22.01.2017 um 13:52 Uhr
Lieber Herr Jürgens, die Katzen leben seit Jahrtausenden mit den Menschen. Sie wurden in früheren Zeiten nicht so gepflegt und gehegt wie heute. Früher weit mehr, aber auch heute noch, leben auf Bauernhöfen Katzen, um die sich wenig bis gar nicht gekümmert wird. Gibt es deshalb rund um die Bauernhöfe weniger Vögel? Auch Vögel gehören zum Beutegreifverhalten von Katzen. Man kann nicht sagen: gute Katze, sie fängt fleißig Mäuse! Schlechte Katze, sie hat einen Vogel gefangen. Wieviele verwilderte Katzen es in Deutschland oder weltweit gibt, das weiß kein Mensch. Das ist auch nicht zu schätzen, denn diese scheuen Katzen (ich rede nicht von Wildkatzen), sieht kaum jemand. Sie sind nachtaktiv. Andere verwilderten Hauskatzen, die von ausgesetzten Hauskatzen abstammen, sind in der Nähe von Häusern anzutreffen. Wenn dem Tierschutz von solchen Katzen berichtet wird, werden sie eingefangen, kastriert und an einen Futterplatz gebunden.
All diese Maßnahmen sind notwendig, verhindern aber nicht, dass eine Katze- und sei es die teuerste Rassekatze, auch einmal einen Vogel fängt.
Man schätzt die Zahl der versorgten Hauskatzen auf ca. 3 Millionen. Geschätzt aufgrund des Umsatzes an Katzennahrung. Von diesen Katzen leben etwa 50 % in reiner Wohnungshaltung. Unter den anderen 50 % gibt es wenig Streuner, das Revier dieser Katzen ist im Regelfall nicht groß.
Wir halten seit ca. 40 Jahren Katzen. In Heuchelheim leben wir über 30 Jahre. In dieser Zeit hat sich das Brutverhaltung und die Zahl der Vögel in unserem Garten nicht verändert. Nur in diesem Jahr fällt es mir und vielen anderen Menschen auf, dass die Population an den Futterhäusern sehr gering ist. Es wäre wünschenswert , wenn der Grund über diesen Rückgang durch wissenschaftliche Untersuchungen gefunden würde.
Als letzte Anmerkung! Nach meinen Informationen ist die Zerstöung einiger wichtigen Rast- und Ruheplätze der Zugvögel ein Grund, dass die Population schrumpft. Ein weiterer Grund ist der grausame Fang unserer Zugvögel in einigen Ländern ebenfalls mit verantwortlich! Es ist meines Erachtens an der Zeit aufzuhören, die Katzen verantwortlich zu machen für Bestandsveränderungen unserer einheimischen Vögel.
In einem stimme ich zu- dass Katzen in Australien einen großen Schaden anrichten an der dortigen Tierwelt. Aber wer hat Katzen, Kaninchen, Kamele, Wildschweine und Füchse dorthin gebracht? Ja, so wären wir wieder mal beim Menschen, der die Natur nach seinem Wunsch verändert.
Dietmar Jürgens
1.252
Dietmar Jürgens aus Gießen schrieb am 23.01.2017 um 16:03 Uhr
Liebe Frau Toth, mir ging es bei den Zahlenbeispielen darum, die Dimension zu beleuchten. Es geht darum, dass die große Zahl der Katzen einen Anteil am Rückgang hat. Und wenn wir nicht konsequent die Ausbreitung und Zunahme ‚streunender‘ und verwilderter Hauskatzen eindämmen, dann wird deren ‚Eingriff‘ in die Ökosysteme zu einem gravierenden Problem, eben weil sich die Umweltbedingungen so dramatisch verschlechtern/verschlechtert haben. Mit Traditionen zu kommen hilft da nicht weiter, dann dürfte man den Menschen im Mittelmeerraum den Vogelfangfang nicht verbieten, denn vor allem die Menschen in Nordafrika bereichern damit seit ewigen Zeiten ihren Speiseplan. Und viele davon tatsächlich, weil sie keine Alternativen haben. Blöd ist nur, dass es mittlerweile eine Dimension angenommen hat, die von den überlebenden Vögeln nicht mehr ausgeglichen werden kann. Wenn auf mehreren hundert Kilometern Stellnetze entlang der Küste aufgestellt sind oder wenn Mitgliedsstaaten der EU die Jagd und den Vogelfang (trotz Verbot) auch auf geschützte Arten dulden, dann hat das verheerende Auswirkungen auf die Vogelpopulationen. Der enorme Fleischkonsum in den reichen Ländern hat aber mindestens genauso große, wenn nicht sogar verheerendere Auswirkungen auf die Vogelwelt (und nicht nur Vögel sind davon betroffen). Hier wäre weniger mehr, doch die allermeisten von uns, denken nicht daran, ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Das Futter für Katzen und Hunde trägt auch dazu bei (sollte mann/frau im Hinterkopf haben).
Wissenschaftliche Untersuchungen werden immer gern gefordert und sind mit Sicherheit notwendig, doch werden nur sehr wenig Mittel zur Verfügung gestellt, um die Auswirkungen des menschlichen Handelns zu dokumentieren und zu analysieren, um daraus entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Und selbst wenn gesicherte Erkenntnisse vorliegen, werden diese von Lobbyisten bekämpft, negiert oder kleingeredet. Interessant ist, dass immer dann, wenn ‚Schuldige‘ beim Namen genannt werden, deren ‚Schuld‘ sofort reflexartig zurückgewiesen wird. Ob das nun die Veränderungen in der Landwirtschaft, die Auswirkungen des CO2-Austoßes auf den Klimawandel sind oder die Zersiedelung der Landschaft durch den Autoverkehr, da fühlt sich niemand verantwortlich.
Dass Katzen nicht ‚das Problem‘ sind, da sind wir uns einig. Doch es würde helfen, zu begreifen, dass noch mehr Katzen und Hunde nicht die Lösung sind, sondern die bedrohliche Situation von Teilen unserer einheimischen Fauna verschärfen würden.
Ilse Toth
37.049
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 23.01.2017 um 16:49 Uhr
Herr Jürgens, wir liegen auf einer Wellenlänge! Für die Nahrung von Hunden und Katzen werden allerdings keine Tiere geschlachtet. Verarbeitet werden Schlachtabfälle! Und diese gibt es in riesigen Mengen- denn der Mensch sorgt dafür, dass viel zu viel geschlachtet wird. Weniger ist mehr- und das auch beim Verzehr von Fleisch! Heute hat mir mein Kater ein lebendes Mäuschen gebracht. Ich habe es "aufgewärmt" und wieder in die Kälte entlassen! ;-)
Dietmar Jürgens
1.252
Dietmar Jürgens aus Gießen schrieb am 25.01.2017 um 14:16 Uhr
Vorbildlich, so sollte es sein - nicht Benötigtes wieder in den Stoffkreislauf einzubringen :-). Ein kleiner Einwand dennoch - dass gar keine Tiere für Hund und Katze geschlachtet werden, stimmt so nicht ganz. Der Zusatz überwiegend trifft es eher. Wenn wir die ökologische Vielfalt bewahren wollen, dann muss die Fleischproduktion drastisch gesenkt werden, denn das sollte jeder/jede im Kopf haben: für das Futter der 'Fleischproduzenten' werden Regenwälder gerodet und die Fäkalienentsorgung bei der Massentierhaltung hat zu einer ungesunden Anreicherung von Stickstoff in unserem Grundwasser geführt. Nicht umsonst hat die EU ein Verfahren gegen Deutschland wegen des Verstoßes gegen das Reinhaltungsgebot von Wasser eingeleitet. Einige Wissenschaftler halten die Schädigung von Wasser und Boden bereits für irreversibel. Das sollte uns zu denken geben!
Ilse Toth
37.049
Ilse Toth aus Heuchelheim schrieb am 25.01.2017 um 15:02 Uhr
Ich stimme Ihnen zu, Herr Jürgens! Die Umweltzerstörungen nehmen bedrohliche Ausmaße an- und jetzt noch Trump, der des abstreitet. Leider verarbeitet die Futtermittelindustrie das Fleisch von Kängeruh und anderen Exoten. Schuldig sind diejenigen, die es für ihre Tiere kaufen.
So sind wir wieder am Beginn der interessanten und sachlichen Diskussion- der Zerstörer heißt Mensch- Zerstörung aus wirtschaftlichen Gründen.
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