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Der Streik der Busfahrerinnen und Busfahrer geht weiter

Gießen | Etwa 150 Demonstranten schlossen sich heute dem Aufruf an und versammelten sich um 10 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude der Stadtwerke in der Lahnstraße.

An diesem stehen seit Beginn des Streiks täglich Streikposten.

Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehörten privat angestellte Busfahrerinnen und Busfahrer aus Gießen, Marburg, Gelnhausen und dem Vogelsberg und auch Unterstützer des Streiks, die von dort in einem Protestzug durch die Innenstadt zum Sitz des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) in die Marburgerstraße zogen.

Dort begann um 11 Uhr eine Kundgebung, auf welcher die Busfahrerinnen und Busfahrer gerechte und höhere Löhne, eine verbesserten Pausenregelung und eine betriebliche Altersversorgung forderten.

Verdi Verhandlungsführer und Streikleiter Jochen Koppel aus Frankfurt kündigte unter dem Beifall der Teilnehmer an, dass die Busfahrerinnen und Busfahrer jeden Tag erneut in den Streit treten werden, bis die Arbeitgeberseite endlich ein eigenes Angebot präsentiere. Man wolle sich nicht mehr ausnutzen lassen. Da noch kein Angebot vorliegt, werden die Fahrerinnen und Fahrer auch morgen noch streiken.

 
 
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Kommentare zum Beitrag

Peter Herold
24.972
Peter Herold aus Gießen schrieb am 11.01.2017 um 21:50 Uhr
Recht haben sie. Sie werden ja regelrecht ausgebeutet.
Martina Lennartz
4.486
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 12.01.2017 um 16:56 Uhr
Die Busfahrerinnen und Busfahrer erwartet eine Rente von etwa 800.- € und müssen dann als Rentner sich was dazu verdienen. Also bedeutet das auch für die Busfahrerinnen und Busfahrer ein herzliches Willkommen in der Altersarmut. Kein Ruhestand-- sondern ein Unruhestand.
Es sind noch viele weitere Berufsgruppen betroffen, die sich alle wehren sollten.
Nebenbei werden die Reichen immer reicher. Das Geld ist da- wird nur falsch verteilt.
Von selbst wird sich jedenfalls ganz sicher nichts ändern.
Peter Herold
24.972
Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.01.2017 um 18:19 Uhr
Also sich organisieren und wehren. Gemeinsam ist man nicht nur stark, sondern stärker.
Nicole Kocaoglu Schmidt
719
Nicole Kocaoglu Schmidt aus Heuchelheim schrieb am 12.01.2017 um 19:00 Uhr
ja ja das Geld wird falsch verteilt......................
Dann soll doch mal der VERDI Chef etwas von seinem Gehalt abgeben.
Er wird bestimmt nicht von der Alterarmut betroffen sein.
Mit gutem Beispiel vorangehen, heißt es doch.
Marcus Link
382
Marcus Link aus Gießen schrieb am 12.01.2017 um 19:31 Uhr
Ich verstehe den Frust grundsätzlich. Aber bitte die Themen nicht willkürlich durchmischen. Resultat Ihres Posts ist ehr eine Diskreditierung der Aktion, der Gewerkschaft, als dass Sie an dieser Stelle etwas positives erreichen.
Peter Herold
24.972
Peter Herold aus Gießen schrieb am 12.01.2017 um 23:51 Uhr
Frau Schmidt redet einfach so daher. Hat sie wirklich eine Ahnung was der Gewerkschaftschef verdient?
Dumm daher reden kann jeder. Auch wenn er etwas abgeben würde, was würde das nützen? Wäre eine noble Geste, mehr nicht. Den Streikenden wäre damit nicht geholfen. Ja wenn sie dann noch anständig was dazu legen würde, dann vielleicht eher. Das wäre dann ein gutes Beispiel unterstützend. Nicht nur hetzen.
Stefan Häbich
89
Stefan Häbich aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 00:04 Uhr
Dieser für viele schmerzliche Steik sollte uns allen deutlich machen wie wichtig die Busfahrer/innen für unsere Gesellschaft sind. Dies ist schon Grund genug dafür das sie einen Vernünftigen Tarifvertrag bekommen der sie nicht von den Kollegen der SWG unterscheidet und ihnen zu einer einiger maßen vernünftigen Rente verhilft. Wir sollten alle die Kollegen unterstützen und die Wahre schuld bei denen suchen die auf Kosten der Mitarbeiter Gewinn Maximierung betreiben.
Martin Wagner
2.165
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 11:28 Uhr
Ich stimme Herrn Link grundsätzlich zu. Zumindest in den ersten (später lässt sich das schwer "anmahnen") Kommentaren einer Kolonne sollte direkt zum Thema eines Artikels Stellung genommen werden.

Ich weiss nicht, ob mein jetzt kommender Kurzkommentar abschweift.

Im Artikel steht: " (....) An diesem ((Verwaltungsgebäude der Stadtwerke in der Lahnstraße)) finden seit Beginn des Streiks täglich Mahnwachen statt. (....) "

Vielleicht bin ich im gewissen Sinne Nostalgiker, aber das war bis vor ein paar Jahrzehnten immer ganz anders, wenn Arbeiter in den Streik getreten sind (Was bekanntlich in der BRD im Gegensatz zu den anderen westeuropäischen Ländern selten der Fall war ...).

Da wurde nicht "gemahnt", da wurde gekämpft. Da wurden die zumeist von den Kapitalisten rasch angeheuerten Streikbrecher an dem Betreten des Betriebsgeländes gehindert. Also die Grundlage dafür geschaffen, dass ein Streik "kurz und schmerzhaft wurde" und nicht wie heutzutage tagelang gestreikt werden muss.* Oft musste das dann auch gegen die von den Kapitalisten herbei gerufenen "Ordnungskräften" handfest durchgesetzt werden.

Bevor hier das Argument kommt: Der Wagner lebt in einer Zeit vor einigen Jahrzehnten, dem möchte ich entgegnen. Warum das Rad neu erfinden. Anderswo haben Arbeiter auch gute Ideen. Hauptsächlich in Frankreich sind die Kampfformen der Arbeiter weiter entwickelt worden. Wen es interessiert einfach in die Suchmaske das englische Wort "bossnapping" eingeben.

Hier ein Link zu der "unverdächtigen" FAZ:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/bossnapping-die-revolution-in-den-betrieben-1792332.html

Es mag gute Gründe geben, dass das heute anders ist. Ich bin nicht Verdi-Mitglied (andere Baustelle .....), aber als kampfbereiter Busfahrer würde ich dieser Strategie des Gewerkschaftsapparats wiedersprechen und fordern: Wir machen den Laden dicht - dann kommen die Kapitalisten schon aus ihren Löchern und verhandeln mit uns!

* Regelmäßige Leser der Onlineausgabe der GZ wissen, dass ich mich für einen leistungskräftigen OEPNV versuche stark zu machen. "Kurz und schmerzhaft" hat für mich den Vorteil, dass einerseits die Busfahrer mehr Geld bekommen und andersseits die Kunden / Bevölkerung während längerer Streikphasen nicht auf andere Verkehrsmittel umsteigen (und eventuell daran Gefallen finden, also als OEPNV-Kunden dauerhaft ausfallen).
Peter Herold
24.972
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 11:38 Uhr
Ich bin froh nicht(noch nicht) auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen zu sein. Trotzdem leiste ich mir den Luxus einer Jahreskarte und trage somit zur Bezahlung der Busfahrerinnen und Fahrer bei.
Dies nur am Rande.
Ich gebe Martin recht. In Deutschland wird anders gestreikt (leider) als in anderen Ländern.
Geht es uns zu gut?
Peter Herold
24.972
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 11:49 Uhr
Dann seien Sie froh und tun was für die Streikenden
Peter Herold
24.972
Peter Herold aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 12:11 Uhr
Nicht nur Sprüche klopfen. Das Ticket kostet nicht nur 4 Euro. Ich fühle.mich nicht als Held. Das ist wieder so eine böswillige Formulierung wue schon so oft.
Warum können Sie das nicht einfach lassen
Peter Lenz
472
Peter Lenz aus Mücke schrieb am 13.01.2017 um 12:31 Uhr
Sie sollten ihn mal fragen, was für ein Jahresticket er sich denn leistet! Ganz sicher kein Standardtickets (er ist doch schließlich ein Schwabe), sondern eins das der Normalbenutzer mit subventioniert. Aber große Sprüche klopfen, dass gerade er zur Bezahlung der Busfahrerinnen und Fahrer beiträgt.
Martina Lennartz
4.486
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 13:03 Uhr
Wettbewerb und Ausschreibungen bedeuten im ÖPNV/SPNV ÖFFENTLICHERPERSONENNAHVERKER /SCHINENPERSONENNAHVERKEHR, dass die Linien im Ausschreibungsverfahren vergeben werden, der Billigste gewinnt. Diese Ausschreibungen der Öffentlichen Hand führen dazu, dass der gewinnt,der die Löhne am meisten kürzt. Ein Teil der privaten Busunternehmen sind noch im Arbeigeberverband, halten sich aber nicht an den Tarif.
Die Busfahrerinnen und Busfahrer die streiken, kämpfen nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Fahrerinnen und Fahrer, die in Betrieben beschäftig sind, die Gewerkschaften verhindern.
Mein Respekt gilt diesen kämpfenden Busfahrerinnen und Busfahrern.Sie halten übrigens keine Mahnwachen ab, sondern streiken und haben ihre Streikposten.
Martina Lennartz
4.486
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 13:18 Uhr
Klaus Zecher, Kreisvorsitzender des DGB Giessen, sieht das ganz genau so. Dies teilte er mir schriftlich mit.
Martin Wagner
2.165
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 13.01.2017 um 16:06 Uhr
Ergänzung meines Kommentars von heute um 11.28 Uhr:

Inzwischen wurde - von wem auch immer - der Passus von der "Mahnwache" geändert. Ich betone: Um 11.28 Uhr stand im Artikel eindeutig "Mahnwache".

Ich mag ja nicht der "Hellste sein", aber dass ich nicht richtig lesen kann (also irgendwo das Wort "Mahnwache" lese wo keines steht .....), das ist starker Tobak.
Michael Beltz
6.689
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 17.01.2017 um 18:16 Uhr
Martin, wsas willst Du uns sagen? Martina verweist doch nur auf den richtigen Begriff. Wenn verdi und die Steikenden von Streikposten sprechen, dann ist das eben so.
Martina Lennartz
4.486
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 17.01.2017 um 19:47 Uhr
http://www.rmv.de/de/Fahrkarten/Bedingungen/Befoerderungsbedingungen_und_Tarifbestimmungen/452/Befoerderungsbedingungen.html

Paragraph 9 lohnt sich zu lesen.

Die Stadtwerke selbst weigern sich aber wenigstens einen Teil der Wochen- , Monats- oder Jahreskarten zu erstatten. Siehe Gießener Anzeiger vom 13.1.2017.

Sparen die SWG nicht selbst auch Geld, weil sie keine Spritkosten haben und keine Gehälter zahlen oder ist dem nicht so?
Die SWG haben definitiv durch den Erwerb der Tickets Gelder erhalten für die sie jetzt keine Leistung erbringen müssen.

Interessant wäre auch zu erfahren, wie der Magistrat die aktuelle Situation einschätzt oder überhaupt eine Stellungnahme zu erfahren.
Bianca Schubert
10
Bianca Schubert aus Gießen schrieb am 19.01.2017 um 12:38 Uhr
Das habe ich als Antwort von Rmv Dialog (Facebook) bekommen :

Frage :Wo in den gemeinsamen Beförderungsbedingungen steht genau dass es für Zeitkarten bei Streik keine Erstattung gibt ? Habe dies nur im Paragraf 9 für Einzelfahrkarten gefunden.

Antwort : Hallo Bianca,
es stimmt, dass Einzelfahrkarten bei Streik von der Erstattung ausgeshlossen sind. Dies gilt auch für Zeitkartenbesitzer, allerdings bei der 10-Minuten-Garantie. Sie können sich gerne an unser Serviceportal wenden, wo Ihr Anliegen im Einzelfall geprüft wird. Einige Verkehrsunternehmen handeln das Ganze im Streikfall kulant.
Viele Grüße
Dörte
Martina Lennartz
4.486
Martina Lennartz aus Gießen schrieb am 19.01.2017 um 16:42 Uhr
Liebe Frau Schubert, danke für Ihre Antwort. Leider verstehe ich nicht was a) 10 Minuten - Garantie bedeutet und b) an wessen Serviceportal sich z.B. meine Schüler wenden sollen? Können Sie mir weiterhelfen? Danke!
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Martina Lennartz

von:  Martina Lennartz

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