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Buchtipp : LEBE! – Laura Maaskant

Gießen | Inhalt :

ICH WEISS, DER KREBS WIRD SIEGEN. ABER BIS DAHIN GEHÖRT JEDER TAG MIR
ÜBERSETZT VON ELVIRA BITTNER, GABY VAN DAM

Laura ist fünfzehn, als sie erfährt, dass sie eine seltene Form von Krebs hat. Nach einer intensiven Behandlung gilt sie als geheilt und greift ihr Leben wieder auf, macht Abitur, beginnt zu studieren. Aber dann kehrt der Krebs zurück, die Prognose ist diesmal schlecht, die Ärzte geben ihr höchstens zwei Jahre. Laura lehnt eine erneute Behandlung ab, und entscheidet sich für Lebensqualität: Es gibt keine Liste von Dingen, die sie noch erleben möchte. Vielmehr ist es das Leuchten jedes einzelnen Tages, den sie bewusst mit ihren Freunden und ihrer Familie verbringen wird.

„Das Leben wurde plötzlich viel intensiver“, sagt Laura. Der Krebs hat ihr nicht nur Kummer gebracht – er lässt sie die kurze Zeit, die ihr noch bleibt, bewusst genießen, direkter, näher, wacher. Für sie strahlt die Welt in goldenen Farben.

Rezension :

Gut, es gibt Bücher, da denkt man warum gerade ich. Freunde in meinem Bekanntenkreis, wissen dass meine Familie da so ihre eigenen Erfahrungen mit dem Krebs und dem Befund unheilbar gemacht hat.

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Krebs (21)Buchtipp (416)
Also schob ich dieses Buch immer weiter von mir weg. Keine Zeit, ein anderes Buch, was vielleicht wichtiger ist etc., die Begründungen ein Buch vor sich her zuschieben gibt es viele.

Aber ich sage ja immer, jedes Buch muss gelesen werden und so fing ich an. Die ersten Seiten von der Entdeckung des Krebses und der Entscheidung für die Chemotherapie und die Operation waren echt hart und haben mir einige nachdenkliche Stunden verschafft, und verschaffen sie mir noch heute.

Man kann sich einfach sehr gut reinversetzen - zumindest wie sich die Familie der jungen Laura Maaskant fühlt. Dies ging mir zumindest des öfteren durch den Kopf und ich musste dann auch das Buch erstmal wieder weglegen.

Als sie dann die Operation gut überstanden hatte, machte Sie eine große Radtour, von Frankreich aus bis nach Holland und ich habe das erste Mal den Hut vor Laura so richtig gezogen.

Sie hatte angefangen zu kämpfen und wollte einfach nicht alles hinnehmen. Sie wollte ihren eigenen Weg gehen, um diese Krankheit endlich zu besiegen, und um ein Zeichen zu setzen.

Schön sind dann in der Mitte die Bilder, wo man eine lachende junge Frau sehen kann, die einfach das Leben genießt und lebt.

Im zweiten Teil, als sie in Amsterdam studiert und endlich ihren Weg gefunden hat, ereilt sie die schreckliche Nachricht, dass sie unheilbar krank ist und der Tumor langsam wächst. Laura entscheidet sich gegen die Chemotherapie und für einen letzten Rest von Lebensqualität.

Sie hat Freunde gefunden, kann sich zu 100% auf ihre Familie verlassen und genießt soweit sie kann ihr Leben.

Was habe ich aus diesem Buch eigentlich gelernt?

Ich denke nicht das man sagen kann, dass dies der alleinige Weg ist, jeder der einen Tumor hat, muss seinen eigenen Weg gehen um mit der Krankheit umzugehen. Die einen kämpfen mit der Medizin, die anderen entscheiden sich dagegen und sagen, ich kann nicht noch einmal die Chemo durchstehen.

Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie kämpfen - egal wie sie sich entscheiden! Gemeinsam haben alle dies eine, dass sie sich alle wünschen, noch lange und gut auf der Welt zu sein. Dieses lange bezieht sich in meinen Augen nicht auf die Dauer des Lebens, sondern wie intensiv es ist.

Es ist aber auch ein Zeichen, für uns die wir nicht schwerkrank sind, einfach das Leben in all seinen Facetten zu genießen. Nein zu sagen, zu dem was uns stört und ja zu sagen zu Dingen, die uns gut tun.

Es gibt Menschen, die sagen, ich schaffe es nicht dieses Buch zu lesen, es wühlt mich zu sehr auf, und ich kann diese Menschen völlig verstehen. Ein Mädchen, das mit 15 gesagt bekommt du hast Krebs ist schockierend.

Wir hier in Gießen haben die Station Peiper, wo man sich um krebskranke Kinder kümmert. Und ich finde solche Einrichtungen genauso wichtig wie andere Kinderkrebsstiftungen, oder auch nur Dinge, die einem einfach einmal das Lachen ins Gesicht zaubern.

Laura erfreut sich an Kleinigkeiten, wie einem guten Gespräch, einem schönen Spaziergang mit ihrem Hund. Wann haben wir uns das letzte Mal an Kleinigkeiten erfreut?

Es ist für mich eines der schönsten, aber auch schwersten Bücher, die ich je gelesen habe und ich würde euch gerne einfach zurufen LEBT euer Leben und genießt es und bleibt euch selbst treu, so wie es uns Laura Maaskant vorgemacht hat.

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 978-3-431-03936-8

http://www.literaturlounge.eu

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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
20.653
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 06.01.2017 um 09:06 Uhr
Nicht erst, wenn man krank ist, soll man sich über die "Kleinigkeiten" des Lebens erfreuen. So halte ich es.
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von:  Markus Eggert

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Als ich davon hörte wollte ich es nicht glauben. Menschen mit Krücken...

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