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Aliceschule informiert über Gefahren im Internet

Gießen | Wie können Kindern und Jugendlichen Risiken bewusst gemacht werden?

Gießen, 23.4.09

„Wir wollen keine Panik bei den Eltern hervorrufen, vielmehr wollen wir sensibilisieren, aufklären und Prävention betreiben, damit das Internet Spaß macht,“ hebt Kriminaloberkommissar Kai Aust von der Kriminalpolizei Gießen bei einem Vortrag an der Aliceschule in Gießen hervor. Um die 80 Studierende der Fachschulen für Sozial- und Heilpädagogik der Aliceschule sowie deren Lehrer waren gekommen um sich aus erster Hand über Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch im Internet informieren zu lassen, einem Bereich, der für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer wichtiger wird.

Bereits die juristische Definition der Tatbestände Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie sowie des sexuellen Missbrauchs von Kindern gab den Zuhörern eine Vorstellung von der Bandbreite aber auch der Häufigkeit solcher Delikte. Eindeutig kinderpornografische Websites würden in Deutschland inzwischen sehr schnell aufgefunden, gemeldet und in Zusammenarbeit von Polizei und Internetprovidern rasch aus dem Verkehr gezogen, so Aust. Sehr oft würden strafbare Inhalte allerdings im Ausland online gestellt, was die Strafverfolgung zum Teil erheblich erschwere.
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Für die Erzieher und Heilpädagogen in Ausbildung war es besonders interessant, wie Eltern, aber auch sie selber in ihrer künftigen Arbeit, verhindern können, dass sich Kinder und Jugendliche im Internet unnötigen Gefahren aussetzen. Denn oft ergeben deren Offenheit, Neugier und Gutgläubigkeit zusammen mit den technischen Möglichkeiten des Internet genau den Mix, der die Kinder zu leichten Opfern für pädophile Täter macht. Diese suchen häufig in Chatforen, die speziell für Kinder und Jugendliche konzipiert sind, nach ihren Opfern und nehmen dort ersten Kontakt auf. Den Heranwachsenden ist es zum Teil überhaupt nicht bewusst, welche Gefahren sich allein durch die Preisgabe persönlicher Daten und Bilder ergeben. Eltern wissen oft gar nicht genau, was ihre Kinder im Internet alles tun.

Der Vortrag von Kriminaloberkommissar Aust machte deutlich, dass die Präventionsarbeit Kinder und Eltern, aber auch Erzieher und Lehrer einbeziehen muss, um wirksam zu werden. Die zahlreichen Fragen aus dem Publikum sowie die anschließenden Gespräche zeigten, dass die Veranstaltung ein wichtiges und aktuelles Thema gewählt hat. Die Teilnehmer werden auch ihren eigenen Umgang mit dem Internet überdenken. Fazit: Wer gewisse Regeln beachtet, kann im Netz viel Spaß haben.

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