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Wenn es beim Parken eng wird - verantwortungsvoller Umgang mit Behindertenparkplätzen

Fordern sensiblen Umgang mit Behindertenparkplätzen: Verwaltungsmitarbeiter Hannes Nette, Sven Germann, Maren Müller-Erichsen (Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen ) und Dezernent Dirk Oßwald. Bild: Landkreis Gießen
Fordern sensiblen Umgang mit Behindertenparkplätzen: Verwaltungsmitarbeiter Hannes Nette, Sven Germann, Maren Müller-Erichsen (Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen ) und Dezernent Dirk Oßwald. Bild: Landkreis Gießen
Gießen | Landkreis Gießen. „Wenn wegen Bauarbeiten etwa ein Stellplatz für einen Baucontainer gesucht wird, findet man diesen oftmals auf dem ausgewiesenen Behindertenparkplatz wieder, der ist ja breit genug“, sagt Sven Germann. Der Vorsitzende des Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderungen des Landkreises Gießen fordert einen sensiblen Umgang, wenn es beim Parken vorübergehend eng wird.

„Es ist unverständlich, dass teilweise nicht wahrgenommen wird, wie sehr Menschen mit körperlichen Einschränkungen auf diese Parkplätze angewiesen sind, um eine Einrichtung überhaupt besuchen zu können“, erläutert Sven Germann. „Es gibt oftmals einfach keine Alternative für gehandicapte Menschen.“ Ein Behindertenparkplatz ist eine spezielle Parkmöglichkeit für Menschen mit besonderen Anforderungen. Er ist nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung gesondert gekennzeichnet und dem berechtigten Personenkreis vorbehalten. Behindertenparkplätze sind ein Ausgleich von Nachteilen.

Es sei immer vorrangig zu schauen, ob ein Behindertenparkplatz nicht durchgehend erhalten werden könne. „Die Schwierigkeiten für Menschen mit Behinderungen erhöhen sich schon bei kleinen Entfernungen überproportional“, sagt Germann. „Wenn eine sorgfältige Abwägung ergibt, dass ein Behindertenparkplatz vorübergehend anderweitig verwendet werden muss, ist das grundsätzlich nicht zu kritisieren. Dann aber müsse in der unmittelbaren Nähe ein Ersatz geschaffen werden. „Dies gilt auch und gerade für den kommunalen Bereich“, so Germann weiter.

Der zuständige Gesundheitsdezernent Dirk Oßwald ergänzt: „Selbstverständlich ist ein Ersatzparkplatz bereitzustellen und zu kennzeichnen. Schon ein kleinerer Parkplatz ist für Menschen im Rollstuhl oftmals nicht mehr nutzbar, weil die Ausstiegsmöglichkeiten zu eingeschränkt sind.“ Zugleich weist er darauf hin, dass Behindertenparkplätze keine Verfügungsmasse seien, sondern eine Notwendigkeit, mit der die Gemeinschaft verantwortungsvoll umzugehen habe.

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