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Glänzender Jahresabschluss für MSVler

Gießen | Marburg. Zum Jahresabschluss verzeichnete der Marburger Schwimmverein bei der Austragung des 49. Weihnachtskriteriums mit 1400 Einzel- und Staffelstarts wiederum einen erfreulichen Zuwachs an Meldungen. Mit 200 m Rücken und 200 m Schmetterling wurden zwei neue Langstrecken in das Programm aufgenommen, so dass sich die 304 Teilnehmer aus 20 Vereinen im heimischen AquaMar in 30 Wettkämpfen messen konnten.

Vom Anfänger- bis hin zum Leistungsbereich präsentierte der Marburger SV mit 73 Schwimmern eine kleine Auswahl seiner Bandbreite, die insgesamt 97 Medaillen (27 Gold-, 37 Silber- und 33 Bronze) sowie 155 persönliche Rekorde errungen. Wie schon im Vorjahr ging der „Werner-Sell-Wanderpokal“ mit 1450 Punkten für das punktbeste Vereinsergebnis nach Niedersachsen zum TuS Clausthal-Zellerfeld. Der Marburger SV wurde mit 971 Punkten Zweiter, gefolgt von dem DJK Delphin Osterfeld mit 863 Punkten.

Ihren ersten Wettkampf meisterten Lysander Otto, Larissa Klein, Jona Sophie Schneider (alle Jg. 2008), Celine Boßhammer (Jg. 2007), Lisa Knieriemen Aparicio, Eda Braune, Lasse Hühn, Timo Sprenger (alle Jg. 2006) und Phyllis Mundersbach (Jg. 2004) mit Bravour. Raphael Oberwinkler und Daniil Timofeev (beide Jg. 2005) aus der Anfängergruppe von Lucas Schremb standen sogar auf dem Siegertreppchen. Raphael gewann im Brustsprint eine Goldmedaille, über die doppelte Distanz wurde er Dritter. Zwei Bronzemedaillen gab es für Daniil im Rücken- und Freistilsprint. Zwar war es für Mika Scheffler, Lilli-Marie Bremm (beide Jg. 2006) und Louis Imhof (Jg. 2003) schon der zweite Wettkampfeinsatz, dennoch war die Aufregung nicht minder groß. Mika sicherte sich auf Anhieb die Goldmedaille über 200 m Brust. Lilli-Marie überzeugte im Brustsprint als Zweite und Louis wurde über 50 m Freistil Erster, sowie über 50 m Schmetterling Dritter.

Das Geschwisterpaar Louisa und Felix Grün aus der Trainingsgruppe von Viktoria Estor in Heskem verfügt bereits über etwas mehr Wettkampferfahrung. Louisa schwamm in der Jahrgangswertung 2007 über 100 m Lagen zehn Sekunden schneller und sicherte sich Bronze. Dem stand ihr 12-jähriger Bruder Felix in Nichts nach. Er war über 100 m Brust mit einer Zeit von 01:44,90 Minuten fünfzehn Sekunden schneller im Wasser unterwegs und landete auf dem dritten Platz. Niklas Grün (Jg. 2006) freute sich über eine Silbermedaille im Schmetterlingssprint und verbesserte sich über 200 m Freistil um satte 21 Sekunden auf 03:20,53 Minuten, so dass er Rang Drei erreichte. Sebastian Kuske (Jg. 2004) lieferte einwandfrei ab und durfte über 100 m Lagen (1:34,12/1.), 50 m Rücken (41,44/2.), 50 m Freistil (35,04/2.), 50 m Brust (48,78/3.) und 200 m Freistil (3:01,43/3.) jeweils auf das Siegertreppchen.

Mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge zeigten sich sowohl Lydia und Rainer Pohl als auch Nathalie Richter, die die Leistungsgruppen im Marburger SV betreut, zufrieden. „Die meisten meiner Schwimmer sind heute zum zweiten Mal dabei und schwammen durch die Bank weg Bestleistungen!“, so das stolze Fazit von Trainerin Lydia Pohl. Der Wechsel in die 3. Mannschaft scheint für Samuel Boland (Jg. 2005) und Joshua Mengel (Jg. 2004) die richtige Entscheidung gewesen zu sein. In allen Rennen punktete Samuel mit deutlichen Leistungssteigerungen und holte am Ende über 100 m (1:59,59) und 200 m Brust (4:18,13) Silber. Joshua Mengel war über 100 m (1:28,75) und 200 m Freistil (3:09,10), sowie über 50 m (47,49) und 100 m Brust (1:46,78) viermal schneller. Sein bestes Ergebnis erreichte er mit Platz Zwei im Brustsprint. Louisa Gnau (Jg. 2004) freute sich über zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen und steckte eine Bestmarke über 100 m Brust (1:42,68), ebenso wie Paul Martin. Dieser setzte über 100 m Rücken (1:33,25) sowie 200 m Freistil (3:02,57) noch eins drauf und sicherte sich damit zweimal Silber und einmal Bronze. Nachdem Emilia Metz (Jg. 2006) über 50 m Rücken und 100 m Freistil jeweils mit dem vierten Rang Vorlieb nehmen musste, klappte es über 200 m Rücken (3:51,97) dann doch mit einer Bronzemedaille. Franka Fellenberg (Jg. 2005) steigerte sich im Rückensprint in 0:43,66 Minuten um fünf Sekunden und holte Gold.

Das Maß aller Dinge war Anne Arndt (Jg. 2003) im Schmetterlingssprint und sicherte sich souverän die Goldmedaille. Über 50 m Brust wurde sie Dritte. Ein gutes Timing bewies auch Mara Mensing (Jg. 2003) auf den Bruststrecken, so dass sie im Sprint und über 200 Meter jeweils in Bestzeit im Ziel anschlug. Über 100 m Brust (1:32,52) wurde sie Zweite, ebenso wie über 100 m Lagen (1:26,10). Im Freistilsprint setzte sich Mara in einem starken Teilnehmerfeld als Dritte durch. Amelie Wilhelm musste sich über 100 m und 200 m Brust hinter ihrer Vereinskameradin mit dem vierten Platz begnügen, steckte aber in 03:41,38 Minuten auf der Langstrecke einen persönlichen Rekord.
Im Jahrgang 2002 stellten sich Hannah Albrecht, Lina Wagner, Jacob Horn und Lea Marie Hame der Konkurrenz. Hierbei schwamm Hannah Albrecht an diesem Wochenende wie entfesselt und verbesserte ihre bisherigen Leistungen über 200 m Freistil (2:41,82/1.), sowie über 100 m (1:24,77) und 200 m Lagen (3:02,50/3.) gleich um mehrere Sekunden. Sie freute sich über Gold und Bronze. Lina Wagner war über 200 m Brust satte acht Sekunden schneller im Wasser unterwegs und landete in 03:18,81 Minuten auf Platz Zwei, ebenso wie im Brustsprint. Über 100 m Brust hatte sie das Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Mit einem Vorsprung von 32/Hundertstel rettete Lina den Sieg in 01:29,37 Minuten hauchdünn vor Melissa Schönrock von Delphin Osterfeld bis ins Ziel. Zweimal Silber gab es über 50 m und 100 m Freistil. Jacob Horn bestätigte seine gute Form und punktete auf den Freistilstrecken mit Leistungssteigerungen und im Brustsprint mit Silber, sowie über die doppelte Distanz mit Bronze. Lea Marie Hame hatte diesmal nichts mit der Medaillenvergabe zu tun, lieferte aber insbesondere über 50 m Brust eine gute Vorstellung.

Der Trainingsfleiß von Lara Hohn (Jg. 1999) und Lena Kaiser (Jg. 2001) zahlt sich aus. Vier Goldmedaillen sowie einmal Silber im Freistilsprint schlugen bei Lara zu Buche. Lena schwimmt zurzeit auf der perfekten Welle und dominierte das Teilnehmerfeld über 50 m (40,63) und 100 m Brust (1:27,74) uneinholbar. Über 200 m Brust wurde sie Zweite. Auch auf den Freistilstrecken im Sprint und über 100 Meter überzeugte Lena auf Rang Drei. Vanessa Kapski (Jg. 1999) steckte über 50 m Rücken nicht nur eine persönliche Bestmarke, sondern holte in 0:42,58 Minuten Silber hinter Vereinskameradin Zoé Dörr. Nicht das einzige Gold, welches Zoé an diesem Wochenende mit nach Hause nahm. Vier weitere Goldmedaillen erreichte sie über 50 m/100 m Freistil, 50 m Schmetterling und 100 m Rücken. Drei Bronzemedaillen errang Niklas Werner (Jg. 1999) über 100 m Schmetterling (1:14,66), 50 m und 100 m Brust. Dass mit Alva Starostzik (Jg. 2003) zu rechnen ist, bewies sie einmal mehr in der Rückenlage. Mit zwei neuen persönlichen Rekorden über 100 m (1:15,63) und 200 m Rücken (2:42,06) sicherte sie sich Silber, ebenso wie auf den Freistilstrecken. Bei seinen fünf Starts toppte Robin Wolf (Jg. 2001) seine bisherigen Zeiten über 100 m Brust (1:24,04), 50 m (29,53)/100 m Freistil (1:05,68) und über 50 m Schmetterling (33,80), die mit vier Silber- und einer Bronzemedaille veredelt wurden.

Im Jahrgang 2000 traten Anna Frank, Isabel Sonthoff und Nils Becker an. Der Vereinswechsel und das kontinuierliche Training tragen bei Anna mehr und mehr Früchte. Während sie im Freistilsprint ihre Bestzeit knapp verpasste, setzte sie über 100 m Freistil (1:04,24) und 200 m Freistil (2:25,04) klare Akzente und führte den Rest des Teilnehmerfeldes als Erste ins Ziel. Zwei dritte Plätze erreichte Anna über 50 m Rücken und 50 m Schmetterling. Hier hatte Vereinskameradin Isabel Sonthoff in 34,05 Sekunden klar die Nase vorn und landete auf Platz Zwei, ebenso wie über 100 m Rücken und 100 m Schmetterling. Über die doppelte Distanz gab es unangefochten Gold. Fast hätte Nils Becker die 01:00er-Marke über 100 m Freistil geknackt. In 01:00,15 Minuten schlug er nach einem perfekten Rennen als Vierter im Ziel an. Über die halbe Distanz bestätigte er seine gute Form als Dritter. Zwei weitere Bronzemedaillen erzielte Nils über 100 m Lagen und 100 m Brust. Silber gab es im Brustsprint.

In der Wertung 1997 älter gingen Sabrina Försterling, Zishan Ahmed (alle Jg. 1997), Felix Schneider (Jg. 1994) und Jan Prennig (Jg. 1993) an den Start. Sabrina Försterling überzeugte auf den Sprintstrecken in Rücken und Freistil. Vier Medaillen, davon zwei Gold-, eine Silber- und eine Bronzene, kann sie auf ihrem Konto verbuchen. Zishan Ahmed verbesserte sich in allen Lagen und landete über 50 m Rücken auf Rang Drei. Durch eine Verletzung in den letzten Monaten gänzlich ausgebremst, kommt Jan Prennig langsam wieder auf Touren. Über 200 m Brust (2:57,98) holte er mit neuer Bestmarke Bronze, über 200 m Freistil reichte es sogar für den 2. Platz. Neuzugang Felix Schneider schwamm über 50 m Brust zu Silber und über die doppelte Distanz zu Bronze. Mateo Pinto Quintero (Jg. 1997), Lucas Schremb (Jg. 1993) und Leonard Pohl (1990) hatten dieses Mal zwar nichts mit der Medaillenvergabe zu tun, verbesserten ihre bisherigen Leistungen dennoch.

Spannend und emotionsgeladen verliefen die Staffelwettbewerbe über 8x50-Meter-Freistil mixed und 8x50-Meter-Lagen mixed. Der Marburger SV schickte in diesem Jahr jeweils zwei Mannschaften an den Start. Die 1. Mannschaft des MSV landete in beiden Staffeln mit unterschiedlicher Besetzung auf dem 4. Platz, die 2. Mannschaft wurde Sechste.

von Ines Peters-Försterling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marburger SV 1928

Bild: Ines Peters-Försterling

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