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Marburger Mastersschwimmer gewinnen dreifach Deutsches Gold

v.l. Fabian Grün, Dr. Peter Böhm, Steffen Dommermuth und Christian Meißner
v.l. Fabian Grün, Dr. Peter Böhm, Steffen Dommermuth und Christian Meißner
Gießen | Hannover. Nach 2011 und 2014 fanden die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften der Masters (DKMM) bereits zum dritten Mal in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. Obwohl die Ausrichtung eines solchen Großevents für die Wasserfreunde 1898 Hannover kein Neuland ist, sprengten die Massenmeldungen von 1230 Teilnehmern mit 4076 Einzel- und 394 Staffelstarts gänzlich den Rahmen des nach umfangreichen Renovierungsarbeiten noch nicht fertiggestellten Stadionbades. Waren es im letzten Jahr noch 232 Vereine, die ihre Aktiven im deutschlandweiten Altersklassenvergleich auf die Schwimmbühne schickten, meldeten in diesem Jahr 330 Vereine, davon 22 aus Hessen. Neben einer Vielzahl von deutschen Rekorden, wurden zwei Welt- und fünf Europarekorde bei den Masters neu aufgestellt. Für den Marburger SV starteten mit Dr. Peter Böhm (AK 40), Fabian Grün, Steffen Dommermuth (beide AK 35) und Christian Meißner (AK 30) vier Aktive, die mit drei Deutschen Meistertiteln, sowie vier Deutschen Vizemeistertiteln im Gepäck zufrieden die Heimreise antraten.

Trotz optimaler Vorbereitung des Marburger Teams, kochten die Emotionen insbesondere bei den Staffelwettbewerben hoch. In der 4x50-Meter-Freistilstaffel (120-159 Jahre) ließen Startschwimmer Christian Meißner (25,16), Steffen Dommermuth (24,20), Peter Böhm (24,30) und Fabian Grün (23,94) in 1:37,60 Minuten keinem Moment einen Zweifel an ihrer Favoritenrolle. Mit knapp zwei Sekunden Vorsprung vor dem SC Hürth (1:39,11) und dem TSV Quakenbrück (1:39,40) gewannen sie deutsches Mannschaftsgold. Hochkarätig ging es in der 4x50-Meter-Lagenstaffel (120-159 Jahre) zur Sache, bei der die ersten drei Mannschaften in einer Zeit unter 01:50,00 Minuten im Ziel anschlugen. Nach einem heißen Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Konkurrenz, mussten sich Christian Meißner (Rücken/29,07), Steffen Dommermuth (Brust/31,26), Peter Böhm (Schmetterling/25,76) und Schlussschwimmer Fabian Grün (Freistil/23,72) in 01:49,81 Minuten hinter dem Post SV Leipzig (1:49,73) auf Rang Zwei einordnen. Dritter wurde SC Hürth in 01:49,85 Minuten.

In den Einzelwettbewerben trumpfte Dr. Peter Böhm auf, der erstmals in der Altersklasse 40 schwamm. Über 50 m (26,16) und 100 m Schmetterling (58,06) durfte er sich zweimal die „Deutsche Krone“ aufsetzen. Im Freistilsprint reichte es mit 25,27 Sekunden zum Vizemeistertitel. In einem Wimpernschlagfinish trennten Christian Meißner (AK 30) über 50 m Rücken in 29,07 Sekunden lediglich 2/Hundertstel vom Sieg, den Eliseo Ibañez Mieles vom SV Aegir Arnsberg in 29,05 Sekunden nach Hause schwamm. Über die doppelte Distanz wurde Christian Meißner ebenso Zweiter und über 50 m Freistil Fünfter.

Im Altersklassenvergleich AK 35 stellte sich die Konkurrenz für Steffen Dommermuth und Fabian Grün in diesem Jahr als bretthart heraus. Im Freistil- und Schmetterlingssprint war Topfavorit Stephan Kunzelmann von der SG HT 16 Hamburg mit zwei neuen Deutschen Rekorden das Maß aller Dinge. In Freistil schwamm er mit einer Zeit von 23,00 Sekunden zum Sieg. Fabian Grün wurde in 24,49 Sekunden vor Steffen Dommermuth (24,55) Fünfter. Über 50 m Schmetterling stoppten die Uhren für Kunzelmann bei 24,88 Sekunden, Steffen Dommermuth erreichte Rang Fünf in 27,11 Sekunden und Fabian Grün Rang Acht in 27,62 Sekunden. Auf der doppelten Distanz holte Steffen Dommermuth den fünften Platz (1:01,06).

von Ines Peters-Försterling
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Marburger Schwimmverein 1928

Foto: Fabian Grün

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