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Es werden jährlich weniger - Volkstrauertag und Gedenkfeier in Kloster Arnsburg

Nicht täuschen lassen. Die Mehrzahl der hier stehenden Personen gehören zu der Blaskapelle und den 2 Chören
Nicht täuschen lassen. Die Mehrzahl der hier stehenden Personen gehören zu der Blaskapelle und den 2 Chören
Gießen | Ich besuche seit ich 2004 nach Gießen gezogen bin diese Gedenkfeier. Standen am Anfang geschätzte 200 Personen auf dem Friedhof, der Gedenkstätte für Personen die im Krieg gefallen oder ermordet wurden, so werden es von Jahr zu Jahr weniger, die sich hier einfinden um den Toten der Kriege in aller Welt zu gedenken.
Nach dem 2. Weltkrieg sind nur noch wenige Zeitzeugen unter den Lebenden und so wie es aussieht, findet sich niemand (fast niemand) der jüngeren Generation, die den Weg zu solchen Veranstaltungen findet.
Dabei geht das Morden, offiziell als "Krieg führen" bezeichnet weiter. Auch das Sterben durch Gewalt und Sterben auf der Flucht, insbesondere über da Mittelmeer geht unvermindert weiter.

"Herr lehre uns bedenken, auf das wir klug werden."

Nicht täuschen lassen. Die Mehrzahl der hier stehenden Personen gehören zu der Blaskapelle und den 2 Chören
Nicht täuschen lassen.... 
das ist der Rest bis auf 15 - 20 Personen die neben oder hinter dem Fotografierenden stehen
das ist der Rest bis auf... 

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Volkstrauertag (11)Gedenkfeier im Kloster Arnsburg (1)
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Kommentare zum Beitrag

Karl-Ludwig Büttel
3.870
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 14.11.2016 um 11:08 Uhr
Ja Herr Herold, da ist was dran. Als ich bei uns Ort das erste Mal mit dem Gesangverein an der Gedenkfeier teilnahm waren es noch 150 Personen. Bis vor wenigen Jahren wurden durchaus noch zwischen 60 und 80 Teilnehmer gezählt. Gestern habe ich den Kranz am Ehrenmal allein niedergelegt. Im Gedenkgottesdienst im Nachbarort waren wir zu zweit. Wobei ich in meiner Funktion als OV dort war. Ohne diese Funktion wäre ich auch nicht anwesend gewesen sondern mit meinem Sohn zum Fußball gefahren. Vieles hat sich geändert. Richtig ist, dass die Zeitzeugen immer weniger werden und die heutigen Einsätze der Hilfsorganisationen mit dem Verlust auch dort von Menschenleben in der Öffentlichkeit so nicht ankommen. Was mir aber auffällt, dass die Möglichkeiten der Andacht und des Gedenken auf verschiedenen Seiten im Netz immer mehr zunimmt. Dort gibt es ja immer mehr Trauer- und Gedenkportale. Die Zeiten sonntags auf den Friedhof zugehen oder zum Ehrenmal sind vorbei. Das Gedenken findet heute anders statt oder gar nicht mehr. Das Bewustsein an die Grauen der Kriege und der Naziherrschaft wird heute vielfälltig anders vermittelt, dazu muss man kein Heldentum pflegen. Es gibt dazu viele Gedanken und Wege. Zeiten ändern sich, Menschen ändern sich.......
Kurt Wirth
3.239
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 14.11.2016 um 17:03 Uhr
Ich weiß es durchaus zu schätzen, daß der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für eine ansprechende Ruhestätte sowohl eines Bruders meines Vaters, als auch eines Bruders meiner Mutter gesorgt hat. Der eine wurde am Mont Cenis im französisch-italienischen Grenzgebiet von einer anglo-amerikanischen Bombe zerfetzt, der andere in seinem Jagdflugzeug über dem heutigen Libyen von den Briten abgeschossen. (Die dortige Kriegsgräberstätte bei Tobruk ist seit Jahren auf Grund der dortigen politischen Lage nicht zugänglich. Außerdem ziert sie folgender recht zweifelhafte Spruch: "Das deutsche Volk seinen in Lybien gefallenen Soldaten und ihrem Feldmarschall Rommel"). Sie, meine Onkels, hatten beide dort weiß Gott nicht das Geringste zu suchen. Ich betrachte es als eine gute Entwicklung, daß immer mehr Menschen von einem "Heldengedenktag" nichts mehr wissen wollen. In Arnsburg wohl nicht, aber in meiner Heimatstadt Kempten ist auch dieses Jahr wieder ein Ehrenzug der Bundeswehr mit präsentierten Gewehren aufmarschiert. Was soll das? Das ist kein Gedenken, sondern Verbissenheit und Verbohrtheit: Wir sind immer noch da und nicht unterzukriegen. Würden sich da die Kriegsdienstverweigerer treffen, würde ich auch hingehen.

Zu dem langjährigen Mißbrauch des Volkstrauertags in Arnsburg durch Kranzniederlegungen des SS-Traditionsverbandes HIAG für die neben ihren Opfern bestatteten SS-Leute habe mich ich bereits früher geäußert.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 14.11.2016 um 17:45 Uhr
Helden waren diejenigen, die sich in Deutschland gegen die Nazis und ihre Kriege gewehrt haben - also Widerstandskämpfer.
H. Peter Herold
29.223
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.11.2016 um 18:40 Uhr
Herr Wirth, in Kloster Arnsburg findet, zumindest habe ich es an noch Gedenkfeiern zum Volkstrauertag noch nicht erlebt, kei e Heldenverehrung, auch keine für dort beerdigte Angehörige der SS statt.
Es liegen dort neben Gefallenen der Wehrmacht auch 81 in Hirzenhain durch SS? erschossene Frauen.
Es kommt so dem Spruch "Im Tode sind wir alle gleich " die wahre Bedeutung zu.
H. Peter Herold
29.223
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 14.11.2016 um 18:45 Uhr
Lieber Michael, wie vorstehend zum Ausdruck gebracht wird m. W. außer regional, ich war dabei, z. B. In Bayern der Helden gedacht und auch der Pfarrer war dabei. Aber in Bayern gehen bekanntermaßen die Uhren anders.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 15.11.2016 um 13:31 Uhr
Kurt Wirth hat schon auf die "Heldenverehrung" ehemaliger SS-Verbrecher durch die HIAG hingewiesen. Vor jahrzehneten hat die VVN Kränze für die Opfer der Nazi-Kriege niedergelegt. Ich kenne das aus eigener Anschauung und Beteiligung.
Kurt Wirth
3.239
Kurt Wirth aus Gießen schrieb am 15.11.2016 um 13:53 Uhr
Sicher werden heute auch keine Kränze durch die HIAG mehr niedergelegt. Die hat, bedingt durch Hinscheiden ihrer inzwischen meisten Mitglieder keine Aktionsfähigkeit mehr. Mitte der 70-er-Jahre habe ich selbst an einer Protestkundgebung gegen eine ebensolche Kranzniederlegung teilgenommen. Wie lange diese danach noch stattgefunden haben, kann ich nicht sagen.
H. Peter Herold
29.223
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 15.11.2016 um 13:55 Uhr
Die Veranstaltung wird eh an Mangel von Teilnehmern sterben.
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) H. Peter Herold

von:  H. Peter Herold

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Interessensgebiet: Gießen
H. Peter Herold
29.223
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