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Auch im Landkreis Gießen brodelt es- Weite Teile des Vulkans Vogelsberg liegen auch im Landkreis Gießen

Gießen | Mit etwa 2500 Quadratkilometern ist der Vogelsberg das größte zusammenhängende Vulkanmassiv Mitteleuropas, dessen letzten großen Ausbrüche 14 bis 17 Millionen Jahre zurückliegen. Jedoch zeigt sich bis heute der Vulkan z.B. durch markante Felsformationen oder Steinbrüche. Diese „Schaufenster in die Erdgeschichte“ werden vielfach als Geotope ausgewiesen. Auch die Naturlandschaft mit ihrem Reichtum an Wasser und die Kulturgeschichte des Vogelsberges sind Zeugen der vulkanologischen Entstehungsgeschichte.

Dass mit der vulkanologischen Vergangenheit ein touristisches Zugpferd für die Region geschaffen werden kann, hat die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft (DVG) in der Vulkaneifel bewiesen. Die vulkanisch geprägte Landschaft mit ihren Museen zum Thema Vulkanismus lockt regelrechte Besucherstürme in die Region. Die DVG hat ca. 600 Mitglieder, die sich für dieses Thema begeistern lassen.
Seit März 2007 gibt es auch im Vogelsberg eine eigens gegründete Fachsektion der DVG.

Die Begeisterung am Vogelsberg-Vulkanismus unter den mittlerweile über 100 Mitgliedern der Fachsektion findet in zahlreichen Exkursionen und
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Fachvorträgen Ausdruck. 25 Vulkanführerinnen und –führer wurden ausgebildet, die über das Info-Zentrum Hoherodskopf zu buchen sind (hoherodskopf@tourist-schotten.de). Diese bieten für Vulkan-Interessierte jeden Alters Führungen an, die eine eindrucksvolle Reise in die feurige Vergangenheit garantieren.

Weiteres großes Ziel der Fachsektion ist die Mitarbeit bei der Errichtung eines neuen Besucherzentrums, derzeit mit dem Arbeitstitel "Vulkaneum" bedacht. Bereits in ein fortgeschrittenes Stadium eingetreten sind die Planungen zur Fortsetzung der Deutschen Vulkanstraße von der Eifel bis in den Vogelsberg.
Auch die Ausweisung der Region als „Unesco-Geopark Vulkanregion Vogelsberg“ ist anvisiert.

Im Landkreis Gießen, in dem weite Teile des Naturraums Vogelsberg liegen, befinden sich herausragende Geotope wie z.B. der Steinbruch in Londorf „Am Kahlenberg“ mit seinem Basalt, der gerne auch für künstlerische Zwecke genutzt wird. Auch der Kölner Dom wurde großenteils aus diesem Gestein erbaut. Der ehemalige Bauxittagebau „Eiserne Hose“, nahe Lich gelegen, ist ein wichtiger Klimazeuge für die Zeit vor etwa 15 Mio. Jahren. In dem damaligen feucht-warmen subtropischen Klima verwitterten die Vogelsbergbasalte zu den sogenannten Lateriten und Roterden. In Hungen-Langd gibt es einen aufgelassenen Steinbruch mit in einem Krater befindlichen Laven und Tuffen. Weitere interessante Geotope finden sich in Laubach-Gonterskirchen und Allendorf-Lumda.

Der Landkreis Gießen könnte also mit seinen vulkanologischen Pfunden wuchern und so wie die Nachbarkreise Vogelsberg und Wetterau dieses touristische Zugpferd nutzen.

Bisher wird der Landkreis Gießen vor allem mit dem Lahntourismus in Verbindung gebracht. Wieso sollte aber nicht auch ein wenig der Eruptionsenergie der angrenzenden Landkreise als zusätzliche Möglichkeit zur Wertschöpfung in der Region überschwappen? Eine aktive Beteiligung des Landkreises Gießen an der Erschaffung eines Unesco-Geoparks würde diesem Projekt ungleich mehr Schlagkraft verleihen. Der Wetterau- und der Vogelsbergkreis haben schon einiges an Vorarbeit geleistet. Möge nun auch im Landkreis Gießen das Vulkan-Bewußtsein ausbrechen!

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