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Offener Brief: Fracking komplett verbieten statt Klima, Natur, Trinkwasser und Gesundheit zu gefährden

Gießen | Aus Protest gegen den aktuellen Gesetzentwurf zum Fracking haben sich heute mehrere Nichtregierungsorganisationen mit einem Offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD gewendet. Darin appellieren sie an die Abgeordneten, gegen das vorliegende Gesetzespaket zu stimmen und sich im Bundestag stattdessen für ein flächendeckendes Verbot von Fracking zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffen einzusetzen. Die Fraktionsspitzen von Union und SPD hatten sich gestern im umstrittenen Gesetzgebungsverfahren zur Fracking-Technologie auf einen Kompromiss geeinigt. Bereits am kommenden Freitag soll im Bundestag über den Gesetzentwurf abgestimmt werden.

In den Offenen Brief heißt es: „Mit der gestrigen Einigung zum Fracking-Gesetzespaket gibt die Große Koalition dem Druck der Erdgas- und Erdölindustrie nach und strebt einen sicheren Rechtsrahmen für Fracking in Deutschland an. Das Gesetzespaket stellt kein komplettes und unbefristetes Verbot dar und bietet keinen ausreichenden Schutz vor den Gefahren des Fracking. Es ist daher abzulehnen.“

Zu den Unterzeichnenden des Briefes gehören der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Bürgerinitiative Lebenswertes Korbach, Food and Water Europe, PowerShift, ROBIN WOOD und das Umweltinstitut München.

Nach Ansicht von ROBIN WOOD ist es zum Schutz von Klima, Natur, Trinkwasser und Gesundheit geboten, Fracking komplett zu verbieten. Anstatt die Gasförderung in Deutschland auszuweiten, fordert die Umweltorganisation für eine Beschleunigung der Energiewende, den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien und die konsequente Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen.

Den Offenen Brief im Wortlaut finden Sie hier http://www.robinwood.de/fileadmin/Redaktion/Bilder/Energie/Fracking/2016-06-22_Fracking_Verbaendebrief.pdf

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von:  Antje Amstein

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Antje Amstein
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