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Colorado in Südfrankreich?

Gießen | Eine unglaubliche farbenprächtige Landschaft bietet sich im Luberon in Südfrankreich den Besuchern. Lange Autoschlangen und überfüllte Parkplätze zeigen eine besondere Sehenswürdigkeit an.
In der Erdgeschichte hoben und senkten sich Ebenen, stiegen neue Gebirge auf und verschwanden Meere. So kommt es vor, dass man auf der Wanderung durch eine gebirgige Gegend plötzlich versteinerte Seeigel und Ammoniten finden kann.
Spannende Landschaften bietet die Gegend um Rustrel und Roussillon. In leuchtendroter, staubiger Erde, ausgewaschene Berge und Täler geformt von Regenfällen und Wind aus Jahrtausenden kann sich der Besucher frei bewegen. Stundenlang kann man in dieser unwirklich scheinenden Gegend herumklettern. Von allen Seiten ertönt: Schau mal, oh, wie schön! Meistens auf französisch, aber auch englische, spanische und einige deutsche Touristen verschlägt es hierhin.
Wenn es allerdings geregnet hat, bewegt man sich vorsichtiger, der rote Matsch ist nicht Jedermanns Sache!
Kinder sausen jauchzend und rufend durch Kraterlandschaften, klettern Berge hinauf, rutschen auf dem Hosenboden wieder herunter und stehen staunend vor sich immer wieder ändernden Farbvarianten. Leuchtendgelber Ocker, Siena, Rostrot (von Eisen stammt auch diese Farbe) bis zu kalkweiß, sogar auch grüne, olivfarbene Hänge.
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Über Generationen hinweg wurden die Farbpigmente abgebaut, gereinigt (nur 20 % der Erde sind Farbpigmente) und die Farben und deren Oxide in alle Welt verkauft. Sie werden von Malern für ihre Bilder verwendet, Häuser verputzt, Beton gefärbt. Die Pigmente eignen sich in Verbindung mit Wasser für Aquarelle, mit Ölen für Ölfarbe, mit Ei für Tempera.
Heute wird die Erde nicht mehr in dem Maße abgebaut, weil es nicht mehr lohnt. Industriell hergestellte Farben sind billiger.
Der Ort Roussillon in der Nähe von Apt ist auf dieser roten Erde erbaut. Die Farbe wird im Ort für alle Häuser verwendet. Die leuchtenden Erdfarben findet man überall wieder, in Verbindung mit dem Grün der Pflanzen ein unglaublich schöner Kontrast. Auch neu gebaute Häuser werden dem Ortskern angepasst. Kein einziger Häuslebauer tanzt aus der Reihe. Auch die alte Kirche passt sich dem Farbton an.
Ein herrlicher, imposanter Ausflug in deine farbige Welt.

 
 
 
 
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Kommentare zum Beitrag

Ingrid Wittich
12.208
Ingrid Wittich aus Mücke schrieb am 21.04.2009 um 22:10 Uhr
Die Landschaft ist ja phantastisch. Sie hat tatsächlich viel Ähnlichkeit mit den Canyons in Arizona.
Klaus Lowitz
6.144
Klaus Lowitz aus Reiskirchen schrieb am 22.04.2009 um 08:57 Uhr
Ganz tolle Landschaft. Hab von der Gegend in der diese zahlreichen Ockerfarben vorkommen schon gehört.
Hallo Lieber Leser
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von:  Angela Achenbach-Heinzerling

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