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Volle Wartezimmer: Deutsche gehen zu häufig zum Arzt

Gießen | Eigentlich herrscht Einigkeit darüber, dass eine bessere Steuerung von Arztbesuchen in Deutschland notwendig ist. Während sich Ärzte jedoch nicht über die Umsetzung neuer Regelungen einigen können, zeigen sich Krankenkassen skeptisch.

Ein hohes Einsparpotenzial von Kosten und Ressourcen von Ärzten

Niedergelassene Ärzte möchten Kosten und Ressourcen sparen, indem Konsultationen von Patienten besser gesteuert werden. Wie der Vorstandsvorsitzende der KBV, der Kassenärztlichen Vereinigung, verlauten ließ, geht jeder Patient pro Jahr in Deutschland durchschnittlich 17 Mal zum Arzt. Die traurige Bilanz: viele dieser Arztbesuche sind überhaupt nicht nötig. Damit diese Problematik besser gesteuert werden kann, ist es wichtig, dass Betroffene einen Ansprechpartner in Form einer festen Anlaufstation haben. Hierfür kommt ein Haus- oder Facharzt in Frage.

Hausärzte sind für deutsche Patienten die Ansprechpartner Nummer eins

Die Praxis sieht jedoch anders aus. Im Regelfall sind in Deutschland ansässige Hausärzte die erste und wichtigste Anlaufstelle für eine Patientensteuerung. Eine Verringerung unnötiger Krankenhausaufenthalte
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oder überflüssiger Konsultationen zwischen Arzt und Patient könnte nur mit einer flächendeckenden Umsetzung eines frei wählbaren hausärztlichen Primärarztsystems gelöst werden. Wieder werden kritische Stimmen wie die der Techniker Krankenkasse laut, die in einer derartigen Patientensteuerung eine Bevormundung der Versicherungsnehmer sieht. Vielmehr betonte Jens Baas als Chef der Krankenkasse, dass der richtige Weg ein anderer ist. Würde es gelingen, passende „Anreize zu setzen“ und Menschen zu einem besseren Bewusstsein für ihre Gesundheit zu motivieren, könnte die Häufigkeit von Arztbesuchen ebenfalls reguliert werden. Gesundheitscoaches oder Bonusprogramme, die Versicherte gezielt unterstützen, wären sicherlich eine viel versprechende Alternative.

Folgen Wahltarife für die Gesetzliche Krankenversicherung?

Insider des Gesundheitswesens sind sich einig, dass eine freie Arztwahl grundsätzlich erhalten bleiben müsste. Allerdings muss die Frage geklärt werden, wie das Gesundheitswesen zukünftig reguliert wird. Fakt ist, dass eine Steigerung der Kosten und Nachfrage an pflegerischen sowie medizinischen Serviceleistungen durch die demografische Entwicklung nicht ausbleiben wird. Aus dem Grund ziehen Experten eine Einführung mehrerer Wahltarife in der Gesetzlichen Krankenversicherung in Erwägung. Möchten Patienten von Mehrbelastungen des Gesundheitssystems Gebrauch machen, müssten auch zusätzliche Beiträge gezahlt werden.

Ein immenser Kostenaufwand für unnötige Krankenhauseinweisungen

Im Gegenzug wäre eine Rückerstattung von Krankenkassenbeiträgen bei guter Steuerung eine weitere Option. Patienten sollten somit bewusster ihre Arztbesuche auswählen. Ein fertiger Plan liege zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht vor. Im Gegensatz zu all diesen strittigen Punkten besteht Einigkeit darüber, dass mit einer besseren und effektiveren Steuerung zahlreiche Krankenhausaufenthalte vermieden werden können. Die Erhebungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung sprechen eine klare Sprache. Pro Jahr entstehen etwa sieben Milliarden Euro an Kosten für unnötige Krankenhauseinweisungen. Hierbei handelt es sich um all die Einweisungen, die grundsätzlich ambulant hätten behandelt werden können.

Quellen:
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2016/03/27/die-deutschen-gehen-zu-oft-zum-arzt
https://www.meine-krankenversicherung.de/news/sind-die-deutschen-zu-oft-beim-arzt-19011/

Kommentare zum Beitrag

Birgit Hofmann-Scharf
10.321
Birgit Hofmann-Scharf aus Gießen schrieb am 06.04.2016 um 19:03 Uhr
Diesem Artikel ist der zunehmende Hausärztemangel entgegen zu halten!
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 06.04.2016 um 23:27 Uhr
Ich gehe zum Arzt wenn ich was brauche, z.B. ein Rezept, denn ohne Verordnung zahlt mir meine Versicherung keine Medikamente. Dazu kommen gewisse Vorsorgetermine und ab und an bin ich auch mal so krank, dass ich zum Arzt muss.
Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass auch in der GKV für mitversicherte Familienangehörige ein gewisser Beitrag gezahlt werden sollte. Denn alles was nichts kostet ist doch in den Augen vieler nichts wert. Auch die Unkenntnis der Versicherten was sie wirklich so alles an Kosten verursachen, trägt nicht dazu bei etwas zu den Einsparungen beizutragen, in dem weniger zum Arzt gegangen würde.
Christine Stapf
7.663
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 07.04.2016 um 11:38 Uhr
Ja, die demografische Entwicklung. Die Menschen werden immer älter dank der Pharmazie. Ich denke auch das da die KK einen Weg finden müssen dies alles finanziell aufzufangen.
Einem Bericht zu Folge würden Menschen mit Kleinigkeiten die Notaufnahmen verstopfen, so dass für wirklich ernsthaft erkrankte die Zeit fehle.
Es ist ein schwieriges Thema die Gesundheit und KK.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.04.2016 um 15:08 Uhr
Eventuell ist es heute schwerer einen mobilen Notarzt zu bekommen, als in eine Klinik zu fahren.
Michael Beltz
7.587
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 07.04.2016 um 16:42 Uhr
Das Problem sind nicht die Menschen, sondern Pharmaindustrie, Krankenkassen und privatisierte Kliniken.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.04.2016 um 16:52 Uhr
Länder? War hier von "Bundesländern" die Rede M(
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 07.04.2016 um 16:54 Uhr
Halt Michael. Teilweise sind es die Menschen. Die werden krank wegen ungesundem Lebenswandel, was auch Ernährung einschließt.
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 07.04.2016 um 18:15 Uhr
Das Problem ist für einen Kommentar wenn man den ernstlich ohne ideolgischen Hintergrund antworten will zu lange oder zu komplex. Ich vesuche mal eine Auflistung aus meiner Sicht:
- Zuviel teure Luxusmedizin die nicht erforderlich ist (90% mehr neue Hüftgelenke als vergleichbare Länder in Europa)
- Kosten der Pharmaindustrie in Absprache mit den KK-verschiedene Hausarzt und Facharztmodelle
- Schlechte Prävention (mit Kranken lässt sich mehr verdienen als mit Gesunden)
-Einsamkeit (Soziale Kompetenz der Gesellschaft)
-Frustbesuche
-Krank machen ist wieder in
-EU Rente für viele Geringverdiener ein Ziel das nur über viele Arztbesuche zu realisieren ist.
-Alter
-Ernährug

Da mal ein Ausschnitt.
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 08.04.2016 um 08:37 Uhr
Herr Büttel ich möchte ihre sicher unvollständige Liste mit einem in meinen Augen sehr wichtigen Punkt erweitern.

- Begrenzung der Verdienste der Ärzte auf maximal 3 bis 4 faches des durchschnittlichen Arbeiterlohnes. Dabei ist darauf zu achten, dass nicht - wie im Moment zu beobachten - immer mehr Ärzte von den Reichen selber (also nicht aus deren Krankenkassenbeiträgen) bezahlt werden, sondern alle Ärzte nur über die Kassen bezahlte werden. (Denn dann ist die Klassenmedizin endgültig etabliert, denn nur noch die absoluten Idealisten unter den Ärzten werden dann ja außer Privatpatienten Kassenpatienten behandeln.)
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.04.2016 um 08:58 Uhr
Ich schreibe ja nur ein Ausschnitt.
Der Punkt Klassenmedizin oder Grundsätzlich die Bezahlung der Hausärzte spielt sicher ein sehr große Rolle dabei.
Viele niedergelassene könntern ohne die Privatpatieten schließen. In ländlichen Bereich ist es aber schwierig genügend Privatversicherte zu finden.
Grundsätzlich würde die Medizin verteuert werden oder noch weniger Ärzte bereit sein auf dem Land zu arbeiten.
Somit sind wir bei dem Punkt der Bezahlung der Ärzte ......
Übrigens wären die Ärzte froh, wenn sie das drei bis vierfache des druchschnittlichen Arbeiterlohens auf dem Land zu Verfügung hätten. Dann hätten wie kein Problem mit Ärzten auf dem Land.
Christine Stapf
7.663
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 08.04.2016 um 12:35 Uhr
Sollte der Verdienst der Ärzte begrenzt werden wie von Herrn Wagner vorgeschlagen, würde das Problem volle Arztpraxen noch größer, da sich ein Mediziner auf ins europäische Ausland macht, da dort seine Qualifikation angemessen gewürdigt wird.

" Übrigens wären die Ärzte froh, wenn sie das drei bis vierfache des druchschnittlichen Arbeiterlohens auf dem Land zu Verfügung hätten. Dann hätten wie kein Problem mit Ärzten auf dem Land. "

Diesen Zeilen von Herrn Büttel kann ich nur zustimmen.

Mittlweile gibt es viele Gemeinschaftspraxen, damit die Miet- und Personalkosten für die Mitarbeiter aufgefangen werden können.
Michael Beltz
7.587
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 08.04.2016 um 13:40 Uhr
Hausärzte verdienen wenig, vor allem wenn sie ausschließlich Kassenpatienten behandeln (s. Herr Büttel) Spezialisten wie Kieferothpäden, Kardiologen und Ärzte mit teuren Geräten (nach einigen Jahren) besser.
Christine, das sehe ich auch so.
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 08.04.2016 um 13:53 Uhr
So ist es Frau Stapf/Herr Beltz, unsere Studenten wollen alle nicht als niedergelassener Arzt arbeiten. Manchmal verirrt sich einer der ein Patienten Kontingent erbt und nicht erwerben muss, dann lohnt es sich geringfügig. Aber es ist tatsächlich einfacher in einer Klinik zu arbeiten oder in einem Anstellungsverhältnis.
Wenn heute Ärztehäuser geplant werden muss man immer Investoren suchen, weil die Ärzte Aufgrund der geringen Verdienstmöglichkeiten aber Hohen Kosten lieber als Angestellte Ärzte arbeiten um das Risiko nicht tragen zu müssen.
Christine Stapf
7.663
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 08.04.2016 um 14:09 Uhr
Unser Hausarzt ist gegenüber seinen Patienten sehr verantwortungsvoll. Seit rund 2 Jahren ist zusätzlich eine junge Ärztin (sie hat vor 16 Monaten meinen Krebs frühzeitig erkannt) an 2 Tagen in der Praxis. Ab Juli wird noch eine zweite Ärztin an verschiedenen Tagen in der Praxis sein.

Wenn unser Hausarzt im nächsten Jahr in den Ruhestand geht, hat er zwei gute Nachfolger die auch den Patientenstamm schön länger kennen.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 09.04.2016 um 09:51 Uhr
Aber Martin, was ist der Verdienst der Ärzte, wie bemisst Du ihn?
Das was er als quasi Angestellter, er ist ja auch abhängig beschäftigt erhält, oder das was er zu versteuern hat?
Dann setzte mal die Stundenanzahl eines Arbeiters gegen die Stunden eines Arztes. Von der Verantwortung für das Leben und die Gesundheit seiner Patienten ganz zu schweigen.
Ich glaube man kann das nicht so einfach vergleichen.
Ihr Kommentar Frau Keiner. Ist der ernst gemeint?
Christine Stapf
7.663
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 09.04.2016 um 11:40 Uhr
Frau Keiner Ihnen geht es bestimmt vorzüglich, ich weiß Trolle brauchen keinen Arzt zwinker.
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 10.04.2016 um 19:59 Uhr
Peter H. schrieb.

(...) "Dann setzte mal die Stundenanzahl eines Arbeiters gegen die Stunden eines Arztes. Von der Verantwortung für das Leben und die Gesundheit seiner Patienten ganz zu schweigen." (...)

Richtig, es ist nicht so einfach den durchschnittichen Stundenlohn eines Arbeiters mit dem eines Arztes zu vergleichen. Deswegen schreibe ich ja in einem Kommentar, dass ich so "Phi mal Daumen" von "3 bis 4 faches" für angebracht halte.

Ein Arbeiter - da kommt es genau genommen auf den Status an, der schwankt zwischen Angelerntem (2Std.) bis Fachkraft mit Weiterbildung (4 bis 5 Jahren) - hat in der Regel eine kürzere Ausbildungszeit. Wenn mann / frau also diesen mit dem Arzt vergleicht muss fairerweise dem Arzt zugestanden werden, dass er mehr pro Stunde verdient um im Laufe seines Lebens den Verdienst des Arbeiters in der Zeitpanne der verkürzten Ausbildung finanziell wieder "rein zu bekommen".

Das Argument mit dem "mehr Verantwortung" zieht bei mir nicht. Auch ein Arbeiter ist in der Regel in seinem Arbeitsleben mit dem Tod eines Kollegen oder durch eigenes falsches Handeln konfrontiert. (Übrigens bei mir im Alter von 18 Jahren.)

Egal, wie hoch die Verantwortung ist, jeder Mensch sollte so handeln, dass er seinen Mitmenschen nicht schädigt. Immer gelingt das nicht. Kann garnicht gelingen. (Ich erinnere an die Lokführer mit dem Selbstmördern auf den Schienen.) Wer das im Berufsleben nicht schafft - der dürfte ein echtes Problem haben. Das muss halt psychologisch bearbeitet werden, aber daraus zu fordern "für das Risiko will ich mehr Geld" halte ich für nicht vertretbar.
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.04.2016 um 20:19 Uhr
Vergleichen kann man es wirklich nicht.
Auch stimme ich Ihnen bei der Forderung nach Bezahlung des 3 bis 4 Fachen des Arbeiterlohnes zu. Dann wären auch wieder mehr Ärtzte bereit auf dem Land zu arbeiten. Für den Verdienst im Moment sicherlich nicht.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2016 um 20:22 Uhr
Und die Arbeitszeit?
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 10.04.2016 um 21:04 Uhr
Die kommt noch dazu Herr Herold. Die Ärzte müssen ja auch viel mehr Stunden machen.
H. Peter Herold
28.307
H. Peter Herold aus Gießen schrieb am 10.04.2016 um 21:20 Uhr
Warum müssen. Die Niedergelassenen ? Deren Einkünfte sind gedeckelt. Warum sollen die länger arbeiten und die angestellten Ärzte? Haben die keinen Tarifvertrag?
Ich habe einmal nach einer Nacht in einer Aufnahme in einem sehr großen Krankenhaus erlebt, dass sich der Arzt der mich als erster am Abend sah, am nächsten Morgen dafür entschuldigt hat, dass er in der Nacht keine Zeit mehr für mich hatte.
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 11.04.2016 um 15:44 Uhr
Nachtrag zu meinem letzten Kommentar; hier: Verantwortung in der Berufsausübung.

Seit ein paar Jahren wird weltweit in den Bauberufen an einem Tag im Jahr der toten Bauarbeiter gedacht. Es ist immer der 28.04..

Stichwort für die Suchmaschine: Workers Memorial Day
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 11.04.2016 um 16:00 Uhr
Was hat das denn mit dem Thema zu tun Herr Wagner.
Es geht darum, dass Deutsche zu oft zum Arzt gehen und das Gesundheitssystem aus dem Ruder läuft.
Weiter hat sich im Laufe der Diskussion herausgestellt, dass eine der Ursachen auch der Ärztemangel auf dem Land ist.
Bei der schlechten Bezahlung hat lediglich Herr Herold die Verantwortung mit angeführt.
Es geht um die Grundsätzlich viel zu schlechte Bezahlung und das ein Arzt froh wäre wenn er das Geld wie von Ihnen gefordert erhalten würde.
Weiter können Sie gerne aus einem ideolgischen Prinzip heraus Äpfel mit Birnen vergleichen, es hat aber mit dem Tatsächlichen rein gar nichts zu tun.
Es geht doch nicht um die Verantwortung gegenüber dem eigenen Leben sondern der täglichen Verantwortung gegenüber anderem Leben.
Das Bauarbeiterproblem ist Berufrisiko, dass ist wie bei mir, da ich mich in meinen Beruf an Patienten infiziert habe. Umso mehr tragen Mediziner Verantwortung gegenüber fremdem ihnen anvertauten Leben.
Würde man das in die Gehaltsschale werfen dann würde ihr Vorschlag sicherlich nicht reichen. Aber auch ohne dieses Argument wäre ein Arzt auf dem Land froh wenn ihm soviel Geld wie Sie vorgeschlagen haben nur annährend tatsächlich übrig bleiben würde.
Martin Wagner
2.576
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 12.04.2016 um 13:32 Uhr
Herr Büttel, es kann sein, dass sie andere Ärzte kennen als ich. Ich kenne nur welche, die haben so eine Dreckschleuder von Angeberauto vor der Praxis (ich glaube die heissen SUW) und die fahren zweimal im Jahr in den Urlaub (nicht Malle sondern Malediven).

Richtig, die Ärzte legen mir nicht ihren Gehaltsstreifen vor, aber wer sich das leisten kann der ist in meinen Augen ein Reicher.

Lustig finde ich, dass sie mir - zum wiederholten mal - ideologische Verblendung vorwerfen. Und das einem undogmatischen Linken. Sorry, das ist nur eine nicht funktionierende Lachnummer.

Die Zusammenhänge sind doch ganz einfach. Hätten wir keine Reichen die sich dem Solidarprinzip der Krankenkassen offiziell entziehen können und die von den Ärzten gerne als Privatpatienten genommen werden (wer will dann die schlechter bezahlte Arbeit auf dem Lande machen ...?), dann hätten wir auch genug Geld für eine Gesundheitsfürsorge für Alle.

Was bitte ist da Ideologie? Das kann doch ein Rechter genauso unterschreiben, wie ein Linker. Das ist doch einfach einmal den Hirnkasten angeschaltet und kurz nachgedacht.

Herr Büttel ich habe den Eindruck, dass sie partout den Gedanken nicht zulassen wollen, dass nur mit der gerechten Besteuerung der Reichen soziale Gerechtigkeit zu erzielen ist. Ich denke sie handeln eher nach dem Prinzip: Geht es den Reichen gut, dann geht es mir auch gut.
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 12.04.2016 um 14:02 Uhr
Es geht hier nicht um Arm und Reich es geht um die schlecht bezahlten Ärzte im ländlichen Bereich. Wir scheinen tatsächlich sehr unterschiedliche Ärzte zu kennen.


Wie immer täuscht Sie Ihr Eindruck.
Denn wenn Sie Kommentare unter anderen Beiträgern richtig gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass ich durchaus für eine Vermögens - oder Reichensteuer bin. Auch ich bin für eine gerechte Besteuerung nach Einkommen. Wer mehr hat kann auch mehr bezahlen. Aber es muss gerecht sein. Leistung muss sich lohnen....... es kann keine Gleichheit geben und das ist auch gut so. Das es Menschen gibt die mehr zu leisten Vermögen als andere, also müssen sie unter dem Strich auch mehr bekommen.

Nur ein kleiner Hinweis es heißt SUV. Ich habe auch einen als Arbeiter nur auf den Malediven war ich noch nicht. Meine SUV neu kostet wenniger als ein Golf gebraucht. Dreckschleuder ja im Vergleich zu anderen aber es gibt schlimmers.
Michael Beltz
7.587
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 12.04.2016 um 19:17 Uhr
Jemand sollte den verbliebenen Landärzten und den jungen Studenten, die Arzt werden wollen, vom schönen Urlaub als Landarzt auf den Malediven erzählen.
Christine Stapf
7.663
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 12.04.2016 um 19:30 Uhr
" Hätten wir keine Reichen die sich dem Solidarprinzip der Krankenkassen offiziell entziehen"

Herr Wagner es gibt Berufsgruppen die von einer gesetzlichen KK nicht genommen werden. Aber da sie ja wie Herr Büttel richtig festgestellt hat verblendet sind, können Sie nicht alles erfasst haben.

Selbst wenn ein Mediziner auf den Malediven Urlaub macht, sei es ihm gegönnt. Denn im Gegensatz zu Ihnen und mir hat er eine sehr lange Berufsausbildung vor sich.


Es gibt Erwerbslose die auf den Balearen und den Kanaren Urlaub machen, wie geht das denn ? :-)
Christine Stapf
7.663
Christine Stapf aus Gießen schrieb am 12.04.2016 um 21:41 Uhr
Frau Back, da hebe ich doch beide Däumchen * zwinker*
Karl-Ludwig Büttel
3.753
Karl-Ludwig Büttel aus Hungen schrieb am 13.04.2016 um 08:33 Uhr
Danke für den Rat Herr Beltz , ich werde es unseren Studenten berichten wie Toll es doch als Landarzt ist. Ich habe nur ein Problem.....ich weiß nicht in welchem Land da so ist, dass hat uns Herr Wagner noch nicht verraten.

Frau Stapf und Frau Back ja beide Däumchen na ja bei mir sind es eher Daumen hoch.
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Herzlichst, Ihr(e) Doris Stöppler

von:  Doris Stöppler

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