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Wandgemälde verschönert das neue ServiceZentrum der Volksbank Mittelhessen

Das Wandgemälde des Künstlerkollektivs 3Steps zeigt Elemente aus der Geschichte des Bankwesens und der Volksbank.
Das Wandgemälde des Künstlerkollektivs 3Steps zeigt Elemente aus der Geschichte des Bankwesens und der Volksbank.
Gießen | Die Filiale einer Bank muss sich nicht unbedingt in einem grauen, phantasielosen Gebäude befinden. Dessen wurde die Geschäftsführung der Volksbank Mittelhessen bewusst, als sie die große Betonwand im Erweiterungsbau ihres ServiceZentrums in Schiffenberger Weg 110 sahen, der zurzeit errichtet wird. Die langweilige Oberfläche bot sich wunderbar an, bemalt zu werden, damit Farbe und Kunst der Bank eine heitere Stimmung verleihen würden.
Im Rahmen des Projekt159 unter dem Motto „Eine Region. Eine Bank. Eine Wand“ wurde über die sozialen Netzwerke das zu realisierende Motiv unter drei Entwürfen abgestimmt, das vom Künstlerkollektiv 3Steps (die Zwillingsbrüder Kai H. Krieger und Uwe H. Krieger sowie Joachim Pitt) abgebildet wurde. 159 Quadratmeter misst die Wand, 159 Jahre feiert die Volksbank, 159 Cent wurden pro Stimme gespendet.
Nach vier Wochen Arbeit der Künstler konnte Vorstandssprecher Dr. Peter Hanker zusammen mit den Autoren der Öffentlichkeit das großflächige Kunstwerk am Dienstag, 19. Januar 2016, vorstellen. Er war begeistert vom gelungenen Mural und freute sich ebenfalls über die Spende in Höhe von 1590
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Euro an das Atelier 23 der Lebenshilfe Gießen, die durch die Aktion ermöglicht wurde. Kai Krieger bedankte sich für die Anerkennung und betonte den gemeinsamen genossenschaftlichen Gedanken, der dem Künstlerkollektiv 3Step und der Volksbank zugrunde liegt.
Das wunderschöne Kunstwerk stellt Elemente der Geschichte der Volksbank und des Bankwesens mit Techniken der Street Art, der Pop Art sowie der abstrakten und der gegenständlichen Malerei dar und wird im Frühling an den Wänden der Rampe zur Tiefgarage fortgesetzt, um eine Verbindung zwischen Innen und Außen zu verwirklichen.
Zu bewundern sind Gegenstände des Alltags, die eine besondere Bedeutung tragen. So malten die Künstler in schönen kontrastreichen Farben wie Gelb, Blau und Violett eine alte Kasse, eine alte Waage und einen alten Nachtschalter. Zentrale Figuren der Komposition sind die Gründerväter des deutschen Genossenschaftswesens Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Zwischen den beiden Persönlichkeiten, in der Mitte des Murals, stehen das erste Bankgebäude und als Transparent die damalige Ausgabe des „Anzeigeblattes“ über die Gründung der Bank in Gießen. Weitere Elemente beziehen sich auf die Region Mittelhessen, wie eine alte Landkarte, und auf das Bankgeschäft, wie Geldscheine, Münzen oder Bär und Bulle als Symbole der Börse.
Anwesend war auch die Gewinnerin des Wettbewerbs „Meet & Greet“ Luana Sommer aus Buseck, die unter den zahlreichen Stimmgebern verlost wurde. Die Studentin konnte einen Tag lang den Künstlern über die Schulter schauen und wurde von ihrer Arbeit fasziniert.
Der Bereich mit dem beeindruckenden Wandgemälde ist für Büroräume, Vorstandsbüroräume und Besprechungszimmer bestimmt, so dass die Besucher zum größten Teil leider nicht in den Genuss des schönen Kunstwerks kommen werden.

Das Wandgemälde des Künstlerkollektivs 3Steps zeigt Elemente aus der Geschichte des Bankwesens und der Volksbank.
Das Wandgemälde des... 
Das Kunstwerk wurde vor geladenen Gästen vorgestellt.
Das Kunstwerk wurde vor... 
V.li.: Die Künstler Uwe H. Krieger, Kai H. Krieger und Joachim Pitt mit dem VB-Vorstandssprecher Dr. Peter Hanker freuen sich über das gelungene Kunstwerk.
V.li.: Die Künstler Uwe... 
Die Gewinnerin der Verlosung "Meet & Greet" Luana Sommer bedankte sich für die faszinierende Erfahrung bei den Künstlern.
Die Gewinnerin der... 

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Kommentare zum Beitrag

Martin Wagner
2.741
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 20.01.2016 um 20:20 Uhr
Zwei Fragen:

1.
Früher gab es im Baugesetzbuch einen Passus über "Kunst am Bau". Soweit ich mich entsinne wurde da festgeschrieben wie viele Prozent der Bausumme dafür ausgegeben werden muss. Wurden die dort geforderten Prozente eingehalten?

2.
Ausserdem 1590 Euro für vier Wochen Arbeit der drei Künstler erscheint mir eher an den Hartz-IV- Sätzen orientiert, als an eine faire Bezahlung.
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
1.234
Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion aus Gießen schrieb am 20.01.2016 um 20:28 Uhr
Guten Abend Herr Wagner,
zu Punkt 1 kann ich nicht antworten, da gestern Abend es lediglich um die Präsentation des Kunstwerks ging und das Honorar der Künstler nicht angesprochen wurde.
Zu Punkt 2: Vielleicht haben Sie nicht richtig gelesen. 1590 Euro ist eine Spende ans Atelier 23 der Lebenshilfe und nicht die Bezahlung an die Künstler von 3Step.
Viele Grüße
Alessandra Riva
Martin Wagner
2.741
Martin Wagner aus Gießen schrieb am 21.01.2016 um 08:34 Uhr
Danke Frau Riva für ihre schnelle Antwort.

Upps ..... sie haben zur zweiten Frage recht. Bei genauem nachlesen wird das auch aus dem Text klar. Duch meine Schnelligkeit habe ich da falsch geschlussfolgert. Sorry ...
Bernd Zeun
11.776
Bernd Zeun aus Gießen schrieb am 21.01.2016 um 10:17 Uhr
Das ist schade, dass "das Volk" das Kunstwerk nicht zu sehen bekommt, immerhin heißt die Bank Volksbank und bezahlt wird es schließlich vom Geld der Kunden.
Michael Beltz
7.779
Michael Beltz aus Gießen schrieb am 24.01.2016 um 18:44 Uhr
Und wo ist die Million aus der Volksbank. Mit dem verschwundenen Geld könnte man eine größere Spende machen.
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Alessandra Riva - Mitarbeiterin der GZ-Redaktion
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