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Gießener Notaufnahmelager hat eine langjährige Geschichte

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz mit (v.l) Dr. Ludwig Brake (Stadtarchivar),  Vertreter des Bahnhofsmanagers, Holger Schmidt und die Initiatoren Klaus Zimmermann und Dieter Geißler
Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz mit (v.l) Dr. Ludwig Brake (Stadtarchivar), Vertreter des Bahnhofsmanagers, Holger Schmidt und die Initiatoren Klaus Zimmermann und Dieter Geißler
Gießen | Auf Gleis 1 des Gießener Hauptbahnhofs (Abgang zu den Gleisen) ragt zurzeit eine Informationstafel zur Geschichte des Notaufnahmelagers hervor, die in angemessener Weise an die besondere Bedeutung Gießens für die DDR-Flüchtlinge erinnern soll. In guter Zusammenarbeit mit dem Bahnhofsmanagement konnte der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung durchgesetzt und die Tafel an einen geeigneten Ort angebracht werden: Der Gießener Bahnhof spielte nämlich über viele Jahre eine zentrale Rolle bei der Ankunft von DDR-Flüchtlingen.
Generell ragt Gießen bei der Thematik der DDR-Flucht ganz besonders hervor: Bereits seit 1946 werden dort Vertriebene, Flüchtlinge, Um-, Über- und Aussiedler, Kriegsflüchtlinge und Asylsuchende vorübergehend aufgenommen, was das Lager über viele Jahre hinweg zu einem der zentralen Aufnahmestellen der Bundesrepublik macht. Seit dem Jahre 1963 war das Lager sogar das einzige in der BRD für DDR-Flüchtlinge, so war es in der DDR allgemein bekannt, dass der erste Weg nach Grenzübertritt nach Gießen führen würde. Hier war eine erste Unter-kunft nach der Flucht, die erste Aufnahme. Hier wurden amtliche Prozeduren durchgestanden, die auf ein Ende behördlicher Interventionen in ihr privates Leben abzielten, hier gewannen die Flüchtlinge ihre ersten eigenen Eindrücke von dem neuen Land - hier begann die Neusortierung ihres Orientierungswissens.
Die Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz hob die Bedeutung des Lagers bei der Einweihung der Informationstafel am Dienstag, den 12.1. hervor. Als Initiatoren des Projekts waren der Rödgener Ortsvorsteher Dieter Geißler und der im Wiesecker Ortsbeirat engagierte Klaus Zimmermann anwesend. Des Weiteren waren der Vertreter des Bahnhofsmanagers, Holger Schmidt und der Gießener Stadtarchivar, Dr. Ludwig Brake, bei der Einweihung.

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz mit (v.l) Dr. Ludwig Brake (Stadtarchivar),  Vertreter des Bahnhofsmanagers, Holger Schmidt und die Initiatoren Klaus Zimmermann und Dieter Geißler
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Informationstafel zum Notaufnahmelager
Informationstafel zum... 
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Informationstafel zum Notaufnahmelager
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Kommentare zum Beitrag

Nicole Freeman
11.056
Nicole Freeman aus Heuchelheim schrieb am 15.01.2016 um 08:56 Uhr
ja in gieesen gibt es eine lange geschichte der aufnahme von flüchtlingen. gut das daran erinnert wird
Hallo Lieber Leser
freut mich, dass Sie meinen Artikel lesen. Sind Sie schon Bürgerreporter der Gießener Zeitung?
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Herzlichst, Ihr(e) Magdalena Skorupinska

von:  Magdalena Skorupinska

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Interessensgebiet: Gießen
Magdalena Skorupinska
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