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Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert: Zwischen 6 Uhr und 8 Uhr keine Direktverbindung mehr von Linden und Langgöns mit dem Zug nach Frankfurt. Kritik an Verein "Pro Bahn&Bus"

Der Bahnhof Lang-Göns im Kernort der Gemeinde Langgöns. Es fährt ein Talent 2-Triebwagen ein, welcher auf dem Mittelhessen-Express eingesetzt wird.
Der Bahnhof Lang-Göns im Kernort der Gemeinde Langgöns. Es fährt ein Talent 2-Triebwagen ein, welcher auf dem Mittelhessen-Express eingesetzt wird.
Gießen | Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert erneut die Fahrplangestaltung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) für die Unterwegshalte der Main-Weser-Bahn Frankfurt-Gießen-Marburg-Kassel. Seit Dezember 2015 trifft es nun die Pendlerinnen und Pendler der Stationen zwischen Gießen und Butzbach. Gerade in der Hauptverkehrszeit zwischen 6:00 Uhr und 8:00 Uhr dünne der RMV für die Stationen Großen-Linden, Lang-Göns und Kirch-Göns aus. Ein nicht nachvollziehbarer Webfehler der Fahrplangestalter, schrittweise die Menschen von den kleinen Stationen wegzubringen, dies stellt Thomas Kraft vom Fahrgastverband PRO BAHN/Regionalverband Mittelhessen fest. Die Kette setze sich fort, so habe es im Dezember 2014 bereits für die Stationen zwischen Gießen und Marburg gleichartige Verschlechterungen gegeben, in dem man damals die Fahrten der Hessischen Landesbahn ersatzlos für die Stationen der Kommunen Lollar, Fronhausen und Weimar/Lahn gestrichen habe, die die Menschen auch umsteigefrei nach Frankfurt gebracht haben. Nach nur einem Jahr habe man beim RMV erkennen müssen, dass es ein Fehler war und zumindest nachmittags wieder zusätzliche Züge eingesetzt, die jedoch nur zwischen Gießen und Marburg verkehren.

In diesem Zusammenhang kritisiert unabhängige und bundesweit in Gliederungsstufen tätige Fahrgastverband PRO BAHN die regionale Initiative Pro Bahn&Bus scharf. Die Akteure, die in deren Reihen für den Bereich Main-Weser-Bahn zuständig seien, agieren scheinheilig, in dem sie sich jetzt als Fürsprecher der Fahrgäste der Stationen südlich von Gießen verstehen. Bei dem gleichen Problem propagiert die Lokalinitiative in seltsame Weise den Wegfall zwischen Gießen und Marburg und setzte sich damit bei den Nahverkehrsträgern durch. Für den thematischen Mitbewerber Pro Bahn&Bus gilt es wohl, in seiner Ausrichtung nur Partikularinteressen durchzusetzen. Man wollte den Marburgern Gutes tun, biedere sich dort den Gremien an, verachte andere Kommunen. Die Herzen der Marburger gewonnen, die ihre Dominanz im den RMV-Gremien durchsetzten und bei den kleineren Kommunen verloren, das sei das Kalkül von Pro Bahn&Bus. Bei einer solchen Vorgehensweise hat man seitens ProBahn&Bus verwirkt, überhaupt noch in ernst genommener Weise für Daseinsvorsorge und Infrastruktur das Wort erheben zu dürfen. Es muss deutlich werden, welche Grundgedanken von diesem Verein vertreten werden, um nicht bei den Fahrgästen von Linden und Langgöns falsche Eindrücke entstehen zu lassen.

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert in Allianz mit anderen Verbänden intelligente Lösungen und Konzepte wie z.B. den weiteren Ausbau des Flügelungskonzepts für die Main-Weser-Bahn, welches dann einen wirklichen Taktfahrplan garantiere. Es ist möglich, das einerseits wirkliche Regional-Express-Züge ohne kleine Zwischenhalte verkehren und dazu auch, durch dichtere Takte, die Unterwegshalte bedient werden, so dass sie mit ihren Zügen auch in akzeptablem Umfang umsteigefreie Beziehungen nach Frankfurt erhalten. Das gilt sowohl für die Stationen südlich als auch nördlich von Gießen, so Thomas Kraft abschließend.

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